Basdorf in der Presse 2014

Am 18.01.2014 wurde durch den ODF (Fernsehen für Ostbrandenburg) ein Bericht über den Basdorfer Jugendclub ausgestrahlt. Wort und Bild findet Ihr hier.

Ulrike Kirsten 22.01.2014 07:50 Uhr
Red. Bernau

Verschüttete Geschichte

Basdorf/Zühlsdorf (MOZ) Junge Leute wissen es vielleicht gar nicht: Der Automobilhersteller BMW hat seine Ursprünge auch in Brandenburg. Wer in den Wäldern zwischen Zühlsdorf und Basdorf spazieren geht, stößt auf Zeugnisse dieser Geschichte.

Diese Auslass-Ventile eines Flugzeugs hat Jens Paulsen bei einem seiner vielen Spaziergänge rund um das ehemalige BraMo-Werk gefunden. © Ulrike Kirsten

Unter Moos und Unkraut liegen sie – in Beton gegossene Überbleibsel, die Fundamente, auf die sich der Erfolg des bayerischen Unternehmens gründet. Mitten im Wald gab es eine Fabrik der Brandenburgischen Motorenwerke (BraMo), die ihren Stammsitz in Berlin-Spandau hatten. 1939 übernahm BMW die BraMo. 90 Prozent des gesamten Umsatzes machte 1941 der Geschäftsbereich Flugmotoren aus. Produziert wurden diese auch in Zühlsdorf/Basdorf. „Das BMW-Logo erinnert noch heute an diese Zeit. Es stellt nämlich ein Flugzeugtriebwerk dar“, sagt Tankstellenbetreiber Jens Paulsen. Der Basdorfer beschäftigt sich seit 20 Jahren mit der Werksgeschichte. Über seine Recherchen sprach er jüngst in der Zühlsdorfer Bahnhofsstube vor etwa 80 Gästen.

„Mir sind bei Touren durch den Wald zwar immer die Fundamente und aufgeschütteten Wälle aufgefallen“, erzählt der Kfz-Mechanikermeister. Mit seinen Forschungen beginnt er aber erst, als ihn Mitte der 90er-Jahre ein älterer Franzose an seiner Tankstelle fragt, wo es denn zum Werk gehe. Paulsen dämmert es, dass es sich dabei um die Fundamente im Wald handeln muss, wo zu DDR-Zeiten eine streng bewachte Antennenanlage stand.

Wenige Monate nach der Begegnung bekommt Paulsen Post aus Paris. „Der Franzose hatte mir seine Erinnerungen an die Zeit in Basdorf geschickt.“ In den 40er-Jahren war dieser als Wanderarbeiter nach Deutschland gekommen und hatte im Casino in Basdorf gearbeitet. „Das war Teil der Siedlungen für die Arbeiter und Ingenieure, die im Werk tätig waren“, erzählt Paulsen. Etwa 4000 waren es. Er fragte dann in Archiven nach Luftbildaufnahmen und Fotografien.

Die Aufnahmen sind beeindruckend. Sie geben einen Eindruck von der Dimension des Werkes. Allein die Hauptproduktionshalle muss 500 Meter lang gewesen sein. „Die Motoren wurden auf kleine Wagen aufgebockt und von einer Montagestation zur nächsten geschoben“, erzählt Paulsen. Zwar stehen heute kaum noch Gebäude aus dieser Zeit. Die Wege und Werkhallenböden sind aber fast alle noch vollständig erhalten. „Zu dem Komplex gehörte unter anderem auch eine Lehrwerkstatt, eine Werkskantine, ein Veranstaltungssaal und ein Verwaltungsgebäude. Ein Bahngleis führte ins Werk.“

Neben dem Bau von Sternmotoren wurden Flugzeugmotoren repariert und überprüft. „Dabei wurden die Motoren komplett auseinander genommen. Kaputte Teile wurden aussortiert, noch funktionstüchtige wieder verwendet“, erklärt der Basdorfer und zeigt auf einige Auslass-Ventile. Wo er diese gefunden hat? „Im Wald, bei unzähligen Spaziergängen.“

Am 21.01.2014 erschien ein weiterer Artikel in der MOZ.

Der Titel lautet „Soziales Zentrum für Basdorf“; Studie über Zustand historischer Bauten auf dem Polizeischulgelände stimmt Gemeinde optimistisch. Auf der Seite der BEG-Basdorf ist dieser Beitrag zu lesen.

Hans Still 21.01.2014 22:00 Uhr
Red. Bernau

Millionenschwere Bauprojekte

Wandlitz (MOZ) Die Gemeinde Wandlitz plant in diesem Jahr, Aufträge im Wertumfang von rund 9,6 Millionen Euro in Auftrag zu geben. Die Gelder fließen vor allem in den Straßenbau, aber auch in die Sanierung von Gebäuden und in den Tourismus.

Immerhin 31 Vorhaben umfasst die Liste, die Bauamtsleiter Lars Gesch samt Team quasi den Arbeitstakt des Jahres vorgibt. Das teuerste Vorhaben steht allerdings noch unter Vorbehalt: Wenn die erhofften Fördermittel fließen, dann könnte an der Grundschule Wandlitz ein Sanitärgebäude entstehen, das zusätzlich vier Hortgruppenräume bekommen soll. 1,4 Millionen Euro sind für 2014 eingeplant, die Bauunterlagen werden gerade dazu ausgearbeitet.

Auf 600 000 Euro summieren sich die Kosten für die Sanierung der Basdorfer Nelkenstraße. Etwa 40 Anwohner liegen auf der einen Seite der Straße, gegenüber befindet sich das Areal der ehemaligen Landespolizeischule. Bis zum Sommer, so hofft Gesch, hat der Verband NWA seine Abwasserleitung ins Erdreich gebracht. Dann will die Gemeinde loslegen und bis zum Wintereinbruch eine „befahrbare Straße“ zaubern lassen. Anlieger haben schon seit Jahren Verbesserungen gefordert, nun soll es also losgehen. „Die Planungen sind durch, die Gemeinde hat grünes Licht gegeben. Die Leistungen werden demnächst ausgeschrieben“, erläutert Gesch.Weitere Projekte in Basdorf sind die Sanierung des Schulhofes, der Kita (beispielsweise Erneuerung aller Bäder) und der Straßenbau „Beim Findelstein“.

In Klosterfelde stehen Gehwege und Beleuchtung entlang der Prendener Straße auf dem Plan. Ob auch die Landesstraße ab dem Bahnübergang saniert wird, erscheint derzeit nicht klar. Die Ernst-Thälmann-Straße soll erneuert werden, in der sogenannten Wilkesiedlung steht der zweite Bauabschnitt an (beispielsweise Schützenstraße, Bergstraße).

In Lanke soll ein Mehrzweckgebäude entstehen, dass die Kita, die Freiwillige Feuerwehr und das Gemeindezentrum beherbergt. Kostenpunkt der Maßnahme in diesem Jahr: 480 000 Euro.

In Schönwalde fließen 62 000 Euro in den zweiten Bauabschnitt der Kitaerneuerung, und für die Fußgänger soll bei Aldi und Lidl eine Ampelanlage errichtet werden. Der Hobrechtsfelder Weg soll in Schönerlinde erneuert werden, in Stolzenhagen bekommt der Paul-Otto-Platz endlich die schon länger geforderten Spielgeräte.

Allein in Wandlitz stehen zwölf Projekte auf dem Plan. Neben dem Funktionsgebäude an der Grundschule gehören der Naturerlebnispfad und eine Brunnen- und Bewässerungsanlage am Barnim Panorama zu den Vorhaben. Der Straßenbau „Seebadkorso/Rheinallee“ steht auf dem Programm, ebenso „Gierwiese/Friedrich-Engels-Straße und eine Bushaltefläche am Barnim-Panorama.

Zerpenschleuse profitiert von der Wasser-Initiative Nordbrandenburg (WIN). Am Langen Trödel entstehen in diesem Jahr für 499 000 Euro Kanueinlassstellen, Slipanlagen und Anlegestellen. Zudem taucht das Projekt Geh- und Radwegbau mit Beleuchtung vom Eberswalder Weg bis zum Netzknoten B 109/B167 auf.

Der Bauamtsleiter Gesch sieht die Vorhabenliste „für alle Gewerke“ etwas vor. Die Mehrzahl der Leistungen müssten aber noch ausgeschrieben werden, einige Projekte stehen unter dem Vorbehalt, dass zuvor Fördermittel bewilligt werden müssen. In der zweiten Februarhälfte will die Bauverwaltung zu einem Handwerkerabend einladen und die Unternehmer über die Vorhaben und die Art der Ausschreibungen informieren.

28.01.2014

Hans Still 28.01.2014 22:00 Uhr
Red. Bernau

Liebehenschel fungiert als Zugpferd der CDU

Wandlitz (MOZ) Der Basdorfer Uwe Liebehenschel soll als Zugpferd der Wandlitzer Christdemokraten bei den anstehenden Wahlen auf Stimmenfang gehen. Liebehenschel ist CDU-Kreisvorsitzender und wurde bereits zum Landtags-Direktkandidat der Barnimer CDU ausgerufen. Auf der CDU-Landesliste belegt er Platz 21. Für ihn durchaus ein Votum mit Hoffnungspotenzial. „Wir erwarten ein besseres Abschneiden als bei der letzten Wahl, es kann also durchaus für ein Landtagsmandat reichen“, sagte er Montagabend am Rande der CDU-Wahlveranstaltung.

Soll Stimmen ziehen: Uwe Liebehenschel © MOZ/Hans Still

Folgerichtig setzte der Wandlitzer CDU-Verband Liebehenschel in allen Liste auf Platz eins. Eine Debatte verursachte allerdings Platz zwei der Kreis- und Gemeindeliste, den Hartmut Kufeld aus Wandlitz belegt. „Ich kann mich an Situationen erinnern, in denen entgegen seinen Zusagen Hartmut Kufeld nicht Wort gehalten hat. Warum setzen wir nicht Manuela Köhler auf Platz zwei?“, trug der Wandlitzer Hartmut Volland vor. Der Basdorfer Olaf Berlin erklärte die Regularien, die der Vorstand für die Nominierungen festgelegt hatte. „Platz eins geht an unseren Landtagskandidaten. Platz zwei bekommt Hartmut Kufeld, weil er immer beste Wahlergebnisse eingefahren hat. Daneben sind der Bekanntheitsgrad und die Mitarbeit Kriterien, die wir angesetzt haben.“ Im weiteren Verlauf des Wahlabend stimmte ihm die Mehrheit zu, Kufeld blieb auf Platz zwei stehen. Hartmut Volland hingegen ließ sich von den Listen streichen und steht nun weder für Kreis, Gemeinde noch für den Wandlitzer Ortsbeirat zur Verfügung.

Die Regelung über finanzielle Abgaben der Kandidaten zur Finanzierung des Wahlkampfes verursachten einen weiteren Wortwechsel. 150 Euro sollen Kandidaten der Kreistagsliste einzahlen, immerhin noch 75 Euro die Kandidaten der Liste für die Wandlitzer Gemeindevertretung. „Ich finde das nicht angebracht, denn Kommunalpolitik bedeutet doch, sich viel Freizeit ans Bein zu binden. Dass nun dafür auch noch Geld bezahlt werden soll, wundert mich“, hatte der Basdorfer Matthias Hannemann gemosert.

Geändert wurde das Prozedere dennoch nicht. „Das ist schon seit 2003 Tradition bei uns. Wir brauchen das Geld, um einen ordentlichen Wahlkampf machen zu können“, argumentiert Uwe Liebehenschel und zog mit dieser Meinung fast alle mit.

11.02.2014

Britta Gallrein 11.02.2014 07:45 Uhr
Red. Beeskow

Basdorf (MOZ) Fußball-Zwerge treffen sich am kommenden Sonnabend in Basdorf zum sportlichen Wettstreit. Die Nachwuchsabteilung des FSV Basdorf lädt an diesem Tag von 10 bis 15.30 Uhr zum mittlerweile fünften „Internationalen Basdorfer Fußball Hallencup der E-Junioren“ ein.

Die Veranstaltung genieße mittlerweile bundesweites Ansehen, sagt FSV-Nachwuchstrainer Manfred Jaeche. Das spiegele sich auch im diesjährigen Starterfeld wieder. Neben den Traditionsclubs BFC Dynamo, 1. FV Union und Tennis Burussia haben auch Bundesligisten vom Hamburger SV und Hertha BSC ihr Kommen zugesagt. Aus dem Barnim reist ein Team von FSV Lok Eberswalde an.

Für internationalen Flair sorgen Mannschaften von Energetyk Gryfino aus Polen und AS Ballainvilliers aus Frankreich.

Die kleinen Fußballer hoffen auf rege Zuschauerbeteiligung, um dem Turnier einen würdigen Rahmen zu geben.

Wer zusehen möchte, kann gerne in der Sporthalle an der Primelstraße vorbei kommen,. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Hans Still 11.02.2014 08:00 Uhr
Red. Bernau

Barrieren aus Stahl versperren Zugang

Mit allergrößter Vorsicht rangiert Alexander Engel den VW Crafter der Wandlitzer Feuerwehr aus der Siedlung heraus. © MOZ/Hans Still

Basdorf (MOZ) Die Hauseigentümer der Basdorfer Siedlung „Am Dorfgraben“ fühlen sich mehr und mehr von den Behörden allein gelassen. Seit Jahren fordern sie eine Zufahrt zur Siedlung, die im Notfall von Feuerwehr und Rettungsfahrzeugen genutzt werden kann. Barrieren aus Stahl und das Eigentumsrecht verhindern das erfolgreich.

Wer zum Wohngebiet „Am Dorfgraben“ will, holpert mit seinem Pkw über eine kurze, aber elende Baustraße, die keinen Gegenverkehr zulässt. Allzu breit darf der Wagen ohnehin nicht sein, links und rechts der Spiegel bleibt nur wenig Platz zur Bebauung und zu einer Hecke. Im langsamsten Schneckengang schiebt der Wandlitzer Gemeindegerätewart Alexander Engel den VW Crafter der Feuerwehr rückwärts. „Es ist total schwierig, man muss echt aufpassen“, konstatiert er genervt. Dabei ist es mitten am Tag. Am Montagvormittag scheint die Sonne, und mehrere Augenpaare verfolgen gespannt, wie das Fahrzeug mühevoll um die Ecke rangiert. In der Hektik eines Einsatzes dürfte die Übung wohl noch schwieriger werden.

Das drängendste Problem der Siedlung reicht ins Jahr 2005 zurück und basiert laut Anwohner Sven Warnke auf einen simplen Umstand: „Hier wurde gebaut, ehe planerisch alles klar war. Zur damals ins Auge gefassten Lösung ist es leider nie gekommen.“ Warnke vertraute wie andere Käufer auch dem damaligen Verkäufer und Immobilienmakler, der ihnen versprochen hatte, dass sie schon bald eine zur gegenüberliegenden Siedlung gehörende Privatstraße mitbenutzen könnten.Die verläuft parallel zur Baustraße – doch seit Jahren trennen ein Zaun, eine Hecke und ein imposanter Doppel-T-Träger die Siedlungen voneinander.

So war es auch, als Warnkes Schwiegervater im Januar dringend einen Notarzt brauchte. Rettungssanitäter hievten den mit Verdacht auf einen Herzinfarkt lebensbedrohlich erkrankten Mann über die Schranke, luden ihn dann ins Fahrzeug und fuhren zum Hubschrauberlandplatz hinterm Friedhof, wo ihn ein Rettungshelikopter aufnahm. „Wir haben hier unhaltbare Zustände. Und leider scheint es so, dass alle Bemühungen ins Nichts verlaufen“, resümiert Warnke am Montagmittag erneut.

Zu diesem Zeitpunkt hatten Warnke und Armin Wollschläger, ein weiterer Anwohner, Vertretern der Ordnungsämter von Kreisverwaltung und der Gemeinde Wandlitz beim Ortstermin viel über die Vergangenheit dieser Situation geschildert. Sie hatten berichtet, dass die 2005 ins Auge gefasste Mitbenutzung der Privatstraße nie zustande kam, weil diese zu keinem Zeitpunkt vertraglich geregelt worden war. Mehrere gerichtliche Auseinandersetzungen endeten vor diesem juristischen Hintergrund mit Niederlagen, schließlich gab der Makler auf und seitdem bleibt den Bewohnern der Siedlung „Am Dorfgraben“ nur noch die Hoffnung auf einen besseren Ausgang durch Behördenhilfe. „Wir haben damals den guten Worten geglaubt und müssen nun erkennen, dass wir getäuscht wurden“, resümieren die Anwohner Warnke und Wollschläger mit Blick auf ihren Immobilienmakler.

17.02.2014

Britta Gallrein 17.02.2014 07:40 Uhr
Red. Bernau

Borussen einfach unschlagbar

Der Nachwuchs von Borussia Berlin machte es wie die Bayern in der Bundesliga – das Team war einfach nicht zu schlagen.

Basdorf (MOZ) Am Ende flossen ein paar Tränen, doch die waren nach ein paar Minuten getrocknet. Zu Recht, denn Gastgeber FSV Basdorf konnte nach einem tollen internationalen Fußball-Hallencup mit spannenden Spielen und guter Stimmung stolz auf sich sein.

Es war international am Sonnabend in der Sporthalle an der Primalstraße in Basdorf. „Allez, allez“, hallte es auf französisch durch die Halle und auch polnische Anfeuerungsrufe gab es zu hören. Mit einer Mannschaft vom AS Ballainvilliers hatten die Basdorfer zum ersten Mal ein Team aus der neuen Partnerstadt eingeladen. Die Nachwuchs-Fußballer und ihre Betreuer waren bereits am Freitag angereist und nach der Begrüßung in der Sporthalle auf die Basdorfer Gastfamilien verteilt worden. Die Verständigung sei dabei kein großes Problem gewesen, erklärt der Basdorfer Trainer Manfred Jaeche. „Teilweise ging das auf Englisch. Und Kinder brauchen eigentlich gar keine Sprache“, hat er festgestellt.

Dass die Verständigung der Jungen untereinander wirklich ganz hervorragend funktionierte, zeigte sich beim Turnier am Sonnabend, denn die neu geschlossenen Freundschaften äußerten sich in gegenseitigem lautstarken Anfeuerungsrufen der Teams.

Aus Polen war eine Mannschaft von Energetyk Gryfino nach Basdorf gekommen. Das Team war schon im vergangen Jahr dabei. Auch, wenn es am Sonnabend für die Nachbarn aus Polen nicht ganz so gut lief – man komme im kommenden Jahr gerne wieder, erklärte der Trainer bereits.

Sportlich war es am Sonnabend ein klein wenig so wie in der Bundesliga mit den Bayern. Nur dass die diesmal in Gestalt von Tennis Borussia aufliefen. An dem Berliner Team in den auffälligen lila Trikots kam einfach keine Mannschaft vorbei. Die Borussen ließen in keinem ihrer Spiele einen Zweifel daran, wer der Chef auf dem Platz ist und zeigten sich zweikampfstark, konditionell gut aufgestellt und mit einem für diese Altersklasse erstaunlich großem Spielverständnis. Zunächst gab es ein 6:1 gegen Ballainvilliers, 1:0 gegen Gryfino, 5:0 gegen Lok Eberswalde, 2:0 gegen den 1. FC Union Berlin und 1:0 gegen die Hertha. Weiter ging der Durchmarsch mit 5:1 gegen Gastgeber Basdorf. Die Wandlitzer kamen mit 7:0 unter die Räder. Und auch der sonst sehr stark spielende BFC Dynamo musste beim 0:5 gegen Tennis Borussia mächtig Federn lassen. Gegen die starken Gäste, die schon im vergangenen Jahr den Pokal mit in die Hauptstadt nehmen konnten, war einfach kein Kraut gewachsen.

„Unsere Mannschaft hat trotzdem gut gespielt“, zog der Basdorfer Trainer Manfred Jaeche am Ende ein positives Fazit. „Dass wir gegen solche großen Mannschaften nicht gewinnen, war zu erwarten. Aber wir machen dieses Turnier ja auch, um zu sehen, ob wir mithalten können mit den guten Teams. Und das haben wir gezeigt.“

04.03.2014

Hans Still 04.03.2014 06:50 Uhr
Red. Bernau

Basdorfer Schüler schnuppern Zirkusluft

Erste Übungen am Trapez: Zum Auftakt der Projektwoche überprüft Artist Michael Weisheit, welche Voraussetzungen die einzelnen Schüler mitbringen. Die Kinder können sich selbst melden, um den kleinen Kopfüber-Akt zu probieren. © MOZ/Hans Still

Basdorf (MOZ) An der Basdorfer Grundschule logiert seit Sonntag der 1. Ostdeutsche Projektcirkus. Bis zum Sonnabend geht es für die 425 Kinder mal nicht ums Lesen und Rechnen – sie tauchen ein in die glitzernde Welt der Manege. Die Projektwoche endet am Sonnabend mit zwei öffentlichen Vorstellungen.

Der wilde Kinderlärm im Zirkuszelt hat überraschenderweise System. Die Mädchen und Jungen rutschen unruhig auf den Sitzplätzen hin und her, elf Gruppen finden am Ende zueinander. Sie werden in den nächsten Tagen gemeinsam jonglieren, am Trapez turnen, Tiernummern mit Ziegen oder Tauben einstudieren oder eben als Clown das Publikum zum Lachen bringen.

Jahrgangsübergreifende Projektarbeit übrigens, wie Schulleiterin Karin Löwe hervorhebt. „Für die Erst- und Zweiklässler ist das ungewohnt, einige sind durch die Älteren doch verunsichert“, hat sie schon beobachtet. Dabei ist das Abbauen von Berührungsängsten eines der Ziele dieser Projektwoche, die den Ehrgeiz der Kinder gehörig wecken wird. Bis zum Mittwoch trainiert jede Gruppe mit jeweils einem Zirkusmitarbeiter, am Donnerstag und am Freitag stehen zwei Generalproben an, am Sonnabend gibt es jeweils um 10 Uhr und 14 Uhr eine Vorstellung vor den Eltern. „Das ist immer der größte Ansporn“, weiß Dajana Sperlich, eine an der Berliner Artistenschule ausgebildete Artistin, die mit ihren Kindern eine Schwarzlichtshow vorbereiten wird. „Alle sind sehr gespannt, was wir in den zwei Tagen üben werden. Und die Eltern staunen immer, was ihre Kinder plötzlich alles können.“ Mut, Disziplin und Teamgeist, so die Artistin, könnten die Kinder in dieser Woche gut erlernen.

Vor zehn Jahren entstand die Idee, die normale Zirkusarbeit umzustrukturieren und eine kontinuierliche Projektarbeit mit Kindern zu etablieren. „Eigentlich brachte mich eine Schulleiterin auf die Idee. Bei unseren Vorstellungen haben wir uns immer Kinder aus dem Publikum geholt und sie in eine Nummer einbezogen. Eines Tages fragte eine Schulleiterin an, ob so etwas auch als Projektarbeit mit einer ganzen Klasse möglich wäre. Daraus entstand dann die Geschäftsidee“, erinnert sich Zirkusdirektor André Sperlich, der aus der traditionsreichen Zirkusfamilie Hein stammt und damit von Geburt an Zirkusluft schnupperte.

Sein Vater Alfred Sperlich war übrigens der einzige Feuerschlucker in der DDR und bekam dadurch interessante Engagements. So spielte er im DEFA-Film „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ mit, in dem er dann mit seinen Flammen einen großen Auftritt hatte.

06.03.2014

MOZ vom 06.03.2014

Zwei Einbrecher in Basdorf festgenommen

Beamte der Barnimer Polizeiinspektion stoppten am Dienstag im Wandlitzer Ortsteil Basdorf einen PKW mit zwei Insassen. Bei der Kontrolle des Fahrzeuges fanden sie verschiedene Einbruchswerkzeuge und Diebesgut.        Daraufhin wurden die beiden polnischen Tatverdächtigen im Alter von 21 und 33 Jahren vorläufig festgenommen. Die ersten Ermittlungen der Sonderkommission Villa ergaben, dass die nunmehr Beschuldigten zuvor in ein Einfamilienhaus im Barnim und in eine Gaststätte in der Uckermark eingebrochen waren.                                                                                                                                                               „Die weiteren Untersuchungen werden nun zeigen, ob die Männer noch an weiteren Straftaten beteiligt waren“, erklärte am Mittwoch ein Sprecher der Polizeidirektion Ost.

08.03.2014                                     Märkischer Sonntag

„Dann lasst euch mal richtig schön quälen…“

Zirkusprojekt der Grundschule Basdorf war voller Erfolg / Schreit nach Wiederholung

Hans-Jürgen Herget

Zirkus 1

Begrüßung auf dem Drahtseil in Teamwork für unseren Reporter. Manchmal ging es aber auch schon ohne helfende Hände der Lehrerinnen.

Lernen auf dem Stahlseil,  der  Schaukel oder am Trapez  für die Mädchen und Jungen der Basdorfer Grundschule fand in der vergangenen Woche der Unterricht auf völlig ungewohnte Weise statt.

Der Klassenraum war ein Zirkuszelt, dass der 1. Ostdeutsche Projektzirkus unter Leitung seines Direktors André Sperlich auf dem Sportplatz vor der Schule aufgeschlagen hatte. Dann hieß es für alle Klassenstufen: gucken, fragen, mitmachen. Trainiert wurde zwar nicht bis zum Umfallen, aber doch sehr intensiv  auch wenn der Ruf von einem der unterrichtenden Artisten „Dann werd‘ ich euch mal schön quälen“ nicht wirklich ernst gemeint war. Denn es ging natürlich auch um Spaß, darum, eine neue Welt zu entdecken, sich selbst zu überwinden, Mut und Entschlossenheit gegenüber den Klassenkameraden und bei den insgesamt vier öffentlichen Vorstellungen natürlich auch vor den Eltern oder Großeltern zu zeigen. Mancher der jungen Nachwuchsartisten stand da mitunter noch mit einem skeptischen Blick am Rand der kleinen Arena.

Zirkus 2

Erstaunlich, was Pony Prinz so an Gewicht auf die Waage oder besser die Schaukel bringt..

Doch das Mitmachfieber der Übrigen riss irgendwann auch den letzten Vorsichtigen mit. Eingeübt wurden sowohl Balance-Übungen auf dem Stahlseil  immer von den helfenden Händen der Profiartisten bzw. der Lehrerinnen  unterstützt, als auch kleine Zaubertricks und eine Piratennummer. Der Renner für viele Kinder waren aber die Tiere, die der Zirkus mitgebracht hatte und die liebevoll von den 9- bis 12-Jährigen in das Zirkusrund geführt wurde.

Zikus 3

Lehrerin Frau Rühlemann meisterte die Besenübung geradezu artistisch, kritisch beäugt von ihrem Schüler.

Währen sich um die beiden zottligen Shetlandponys pferdeverliebte Mädchen kümmerten, waren bei der Tauben- und Ziegenübung auch Jungs mit von der Partie, selbst wenn sich manches Täubchen et- was widerspenstig bei der Übung zeigte und den Kamm schwellen ließ.

Der Projektzirkus hat gemeinsam mit pädagogischen Lehrkräften ein Konzept entwickelt, welches über das Erlernen einfacher Kunststücke und Zirkusnummern hinausgeht. Der Grundgedanke des Zirkusprojektes ist die Entwicklung und Förderung der Persönlichkeit, das Kennenlernen des eigenen Körpers, Teamgeist sowie das Sprechen und Spielen vor Publikum. Egal wie alt, ob sportlich oder schüchtern, jedes Kind kann seine Rolle finden. Den Kindern gehört der Zirkus als Clowns, Akrobaten, Seiltänzer, Zauberer, Dresseure, Jongleure und mehr. Durch den Sponsorenlauf, der am 26.9.2013 stattfand, konnte die Finanzierung des Projektes gesichert werden.

Ein herzlicher Dank an alle Beteiligten und besonders an die großzügigen Sponsoren sowie an die Kameraden der Wandlitzer und Basdofer Freiwilligen Feuerwehr, die kräftig beim Zeltaufbau halfen.

Vorstellung: Sonnabend 10 und 14 Uhr.

Hier eine Verknüpfung zum ODF TV mit einem Filmchen.

10.03.2014

Fabian Sauer 10.03.2014 06:48 Uhr
Red. Bernau MOZ

Frühlingsbeginn auf Französisch

Basdorf (MOZ) Sang- und klangvoll ging es am Wochenende zu, als der Verein „Brassens in Basdorf“ zum Frühlingsfest des mittlerweile elften Chanson-Festivals einlud. Mit einer Ausstellung und drei Konzerten erinnerten die Vereinsmitglieder an den französischen Liedermacher.

Gern gesehener Stammgast: die französische Sängerin La Rouquiquinante („Die rothaarige Nervensäge“). Beim Konzert im „Barnimer Hof“ am Sonnabendnachmittag wurde sie von Alain Laurent auf der Gitarre begleitet. © Fabian Sauer

In jedem Jahr dabei: Basdorfs Ortsvorsteher Peter Liebehenschel © Fabian Sauer

Es ist gegen 13 Uhr an diesem Sonnabend, als ein dunkelblauer VW mit französischem Kennzeichen die ersten internationalen Besucher vor dem Barnimer Hof in Basdorf absetzt, und es werden nicht die letzten sein. „Basdorf ist für Chanson-Liebhaber und Brassens-Fans so etwas wie ein Wallfahrtsort“, weiß Jürgen Günther. Seit nunmehr zehn Jahren ist er als stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Brassens in Basdorf“ für die Organisation des Festivals mitverantwortlich.

„Ganz zu Anfang stand ja nur die Frage nach einem Namen für den Platz vor der Bibliothek“, erinnert sich der Basdorfer. „Damals wusste ich nicht wirklich viel mit dem Namen Georges Brassens anzufangen“, gesteht Günther. Dabei verbrachte der französische Star-Chansonier während des zweiten Weltkriegs einige Zeit als Zwangsarbeiter in Basdorf. Damals, im Alter von 21 Jahren, begann Brassens auch mit dem Komponieren und Schreiben seiner ersten Chansons, die ihn später weltberühmt machen sollten.

„Nachdem wir uns mehr und mehr mit Brassens beschäftigt hatten und auf einigen anderen Chanson-Festivals mit Musikern in Kontakt gekommen sind, kam uns dann die Idee, ihm und seiner Musik auch hier ein Fest zu widmen“, erzählt Jürgen Günther. Dabei kann der Verein seit Beginn auf die Unterstützung von Brassens-Fans aus Frankreich setzen. Viele Künstler, die auf den kleinen Konzerten auftreten, sind Franzosen.

Mittlerweile zieht das Chanson-Festival größere Kreise. Es lockt Musiker aus vielen Teilen der Welt nach Basdorf. So tritt die Chilenin Catalina Claro mit lateinamerikanischen Liedern auf die Bühne, aber auch englische, irische, deutsche und natürlich französische Texte fehlen beim elften Festival nicht.

Ebenso bunt wie die Wahl der Sprachen ist die Ausgestaltung der Musik. Der Franzose Jean-Marc Duchemin erinnert mit seiner tiefen, rauen Stimme sehr an Sänger Jacques Brel. Auf die musikalischen Spuren von Reinhard May begibt sich dagegen Ortsvorsteher Peter Liebehenschel. Und die junge LeThanh macht mit ihrer Stimme glatt einer Annett Louisan Konkurrenz.

Dass Georges Brassens und seine Lieder auch auf die heutigen Musiker einen großen Einfluss hatten, steht für Sigrun Geier fest. „Brassens war in meiner Jugend sehr angesagt und er hat ja damals auch viele deutsche Liedermacher, beispielsweise Wolf Biermann, inspiriert“, weiß die 69-jährige Berlinerin.

Die nächste Gelegenheit, um sich von französischer Musik und Lebensart fesseln zu lassen, findet sich allerdings nicht erst in einem Jahr. „Wegen unseres zehnjährigen Jubiläums haben wir das Festival in diesem Jahr dreigeteilt“, erklärt Jürgen Günther. Nach dem Auftakt an diesem Wochenende geht es vom 24. bis 28. Juli weiter mit dem Chanson-Sommerfest.

18.03.2014 – Einbruch in Verbrauchermarkt

Wandlitz (OT Basdorf)

Zigaretten waren das Objekt der Begierde noch unbekannter Einbrecher, welche sich am späten Abend des 17.03.2014 Zutritt zu einem Verbrauchermarkt in der Bahnhofsstraße verschafft hatten. Sie rafften aus den Kassenbereichen eine noch nicht abschließend aufgelistete Menge zusammen und flüchteten unerkannt. Dabei verloren sie einige Päckchen, die sichergestellt werden konnten und nun in einem Ermittlungsverfahren als Spurenträger und Beweismittel dienen.

10.045.2014

Hans Still 08.04.2014 08:00 Uhr
Red. Bernau

Frust über unverhoffte Straßensperrung

Autofahrer hoffen auf ein Schlupfloch durch die Sperrung. © MOZ/Sergej Scheibe

Schönwalde/Basdorf (MOZ) Die gegenwärtige Sanierung der B 109 bei Schönwalde und Basdorf sorgt bei Geschäftsleuten und Anwohnern für große Verärgerung. Kritisiert wird die Informationspolitik des Landesbetriebes Straßenbau. Auch die Gemeinde Wandlitz hat sich offiziell beschwert.

Behörden neigen zuweilen dazu, sich gegenseitig vor Kritik in Schutz zu nehmen. Doch im Fall der B 109-Sanierung kann davon keine Rede mehr sein. Auf den Landesbetrieb Straßenbau rollte seit Tagen eine mächtige Welle der Kritik zu. Stärkster Vorwurf: Die Behörde informiert schleppend und mitunter auch gar nicht über bevorstehende Vollsperrungen. Stattdessen würden Tatsachen geschaffen. So erlebte Schönwalde in der vergangenen Woche zur Überraschung vieler Einwohner eine Vollsperrung, da Teile der B 109 eine neue Asphaltdecke bekamen. Die ausgeschilderte Umleitung führte über Schönow, Bernau und Wandlitz. Für Gewerbetreibende wie Hartmut Gediehn, Betreiber des Schönwalder Getränkehandels Hoffmann, eine Katastrophe. „Freitag und Sonnabend sind unsere umsatzstärksten Tage. Wir hatten am Sonnabend 450 Euro Einnahmen, ein Zehntel dessen, was wir sonst haben“, klagt er.

Wer bei ihm Einkaufen wollte, kam zeitweise nur zu Fuß durch die Baustelle. Auch die Einfahrten zum kleinen Gewerbegebiet waren nicht geöffnet. „Es war alles sehr schlecht organisiert. Alle haben Schleichwege gesucht, mal war gesperrt, dann wieder nicht“, beschreibt auch Foat Yildirim vom King Döner das konfuse Geschehen.

Die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant findet ebenfalls deutliche Worte: „Die Vollsperrung bei Schönwalde wurde viel zu kurzzeitig angekündigt. Gewerbetreibende und Bürger waren nicht ordentlich informiert worden, und bis zum Schluss war nicht klar, wie im Katastrophenfall reagiert werden kann. Wir haben uns deshalb offiziell beim Landesbetrieb beschwert“, informierte Radant am Donnerstag die Gemeindevertreter.

Der beim Landesbetrieb zuständige Verantwortliche für Straßensperrungen, Hans-Jürgen Otte, bekommt im Fall Schönwalde selbst schon einen dicken Hals. Er erwartet mehr Verständnis von den Betroffenen. „Wir können nicht halbseitig bauen, da die Straßenbreite das schlicht nicht hergibt. Wir brauchen einen Sicherheitsabstand und Platz für die Bankette, das ist leider so“, argumentiert Otte, der die Kritik an der Informationspolitik nur teilweise bestätigt. „Bauabläufe können sich verändern. Deshalb macht es wenig Sinn, drei Wochen zuvor schon eine Information in die Zeitung zu setzen. Wir haben die Schilder aufgestellt und Berger-Bau hat Bürgerinformationen verteilt. Und außerdem gab es am 13. März eine Baubesprechung, da war auch die Gemeinde Wandlitz anwesend.“

Auf Basdorf kommen ab heute, spätestens aber ab morgen handfeste Probleme zu. Laut Otte wird heute voll gesperrt, es gibt aber auch einen Bauablaufplan, der vom Mittwoch ausgeht. Von der B 109, Kreuzung Dimitroffstraße, bis kurz vor der Basdorfer Feuerwehr bleibt die B 109 gesperrt. Zugleich wird aber auch bei Zühlsdorf gebaut und aus diesem Grund war bis gestern Mittag noch eine Umleitung ausgeschildert. Die führt nun ausgerechnet durch Basdorf, was dann für noch mehr Konfusion sorgen könnte

Und als wäre das allein nicht ausreichend, kommt ein weiteres Problem hinzu: Ostern veranstaltet Basdorf ein gewaltiges Osterfeuer mit Tausenden Besuchern.Die Einwohner können also das dafür nötige Brennholz nicht anfahren, denn bis zum 17. April soll die Sperrung bestehen bleiben. „Hier kündigt sich eine Katastrophe an“, schimpfte der Basdorfer Ortsvorsteher Peter Liebehenschel gestern.

Bei allem Ärger über die Bauerei und die ungeliebten Vollsperrungen darf die wichtige Information über die Hintergründe der Straßensanierung nicht fehlen. Mit Jahresbeginn 2015 wird die B 109 herabgestuft und geht als Landesstraße in neue Trägerschaft über. „Natürlich sind wir interessiert, eine intakte Straße zu übernehmen. Darum ist Ende April Wandlitz dran und Anfang Mai Klosterfelde“, betonte Hans-Jürgen Otte mit Blick auf den Terminkalender.

Tags zuvor hatte es schon eine 90-minütige Krisenberatung im Rathaus gegeben. Basdorfer Gewerbetreibende hatten sich ebenfalls über die unzumutbaren Zustände beklagt. Zudem klingelten im Bauamt die Telefone Sturm.

Mehrere Fragen stehen im Raum: So hätten Betroffene erwartet, dass bei einseitiger Sperrung gebaut wird. „Anderswo ist das möglich, bei uns offenbar nicht“, konstatierte Radant genervt.

Maria Brandt, Schönwalder Ortsvorsteherin, fragt indes, wieso den Einwohnern Jahr für Jahr Vollsperrungen zugemutet werden. „Seit drei Jahren geht das so, das ist nicht zumutbar. Das müssen die Verantwortlichen im Landesbetrieb endlich einmal begreifen. Wir müssen uns das Leben nicht gegenseitig so schwer machen.“

19.04.2014

Kai-Uwe Krakau 19.04.2014 07:50 Uhr
Red. Bernau

Gauck übernimmt Patenschaft für Maris-Bennett

Wandlitz (MOZ) Maris-Bennett stand im Mittelpunkt – und er schrie: Für den kleinen Basdorfer, das siebte Kind von Daniela und Enrico Auerswald, übernahm Bundespräsident Joachim Gauck am Donnerstag die Ehrenpatenschaft. Die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant übergab der Familie die Urkunde und ein Geldgeschenk.

© MOZ/Sergej Scheibe

Mutter Daniela (4. v. l.) und Vater Enrico Auerswald mit den Kindern Nico, Sarah, Lisa, Eunice, Jade, Evangeline-Lilly sowie Maris-Bennett.

Zu den Gratulanten gehörte auch Peter Liebehenschel. Der Ortsvorsteher von Basdorf brachte sieben Rosen für Mutter Daniela und seine Gitarre mit. „Eine Rose für jedes Kind, dass bei Euch auf die Welt gekommen…“ sang Liebehenschel – und Maris-Bennett wurde ganz still.

Der Junge war am 11. Januar geboren worden und ist der Sonnenschein der Familie. „Eigentlich hat er viele Mütter“, scherzte Daniela Auerswald. Alle Geschwister würden sich liebevoll um den Nachwuchs kümmern. Der Name Maris bedeutet übrigens „aus dem Meer kommend“ und weist auf eine Leidenschaft der Familie hin.

Die Ehrenpatenschaft hat vor allem symbolischen Charakter. Der Bundespräsident bringt damit die besondere Verpflichtung des Staates für kinderreiche Familien zum Ausdruck.

08.05.2014

Hans Still 25.04.2014 03:45 Uhr
Red. Bernau

Eine Wohngemeinschaft von übermorgen

Basdorf (MOZ) Dem Gelände der ehemaligen Basdorfer Landespolizeischule steht möglicherweise eine Zukunft als Innovationsstandort bevor. Ortsvorsteher Peter Liebehenschel sieht auf dem Areal Platz für eine profitfreie Genossenschaft mit dem Anspruch, die Energieversorgung eigenständig sicherzustellen.

Wenn am 6. Mai beim Wandlitzer Kämmerer Christian Braungard Vertreter des Kreises, der Barnimer Energiegesellschaft, Bürgermeisterin Jana Radant und Ortsvorsteher Peter Liebehenschel zusammenkommen, sind unkonventionelle Ideen gefragt. Wie in einer Spinnstunde könnte es darum geben, das Konzept einer Wohngemeinschaft von übermorgen zu konzipieren. Das 42 Hektar große Areal der ehemaligen Landespolizeischule setzt den Protagonisten kaum Grenzen, sie sollten ihrer Fantasie ebenfalls die Zügel locker lassen. Liebehenschel hat schon mal vorgelegt mit einem Brandbrief, den er mit „Visionen eines Ortsvorstehers“ überschrieben hat.

Der Kern dieser Ideensammlung lebt vom Willen, einerseits mehr Bürger in Basdorf anzusiedeln. Andererseits aber nicht den normalen Weg zu gehen, indem ein Bauträger beauftragt wird, das Areal zu erschließen. „Hier bietet sich die Chance, wie auf einer grünen Wiese etwas Neues zu beginnen. Wir brauchen nicht noch eine Wohnsiedlung, in der sich die Nachbarn beim Frühstück in die Kaffeetasse krümeln“, hat Liebehenschel aufgeschrieben.

Darum verfolgt er ein Genossenschaftsmodell ohne Profitinteressen, dafür mit einem – neumodisch gesagt – ganzheitlichen Ansatz. Der sieht generationsübergreifendes Wohnen vor, da Liebenhenschel findet, „dass die Gesellschaft mit Senioren nicht fair umgeht. Sie landen irgendwann im Heim mit klangvollen Namen, könnten aber in betreuten Wohnformen auch sehr gut mit jungen Menschen zusammenleben.“

Fünf Blöcke zum Wohnen und weitere acht Blöcke für Reihenhäuser bieten auf dem Areal Wohnraum en massé. Die Reihenhäuser könnten an private Interessenten verkauft werden, für die Wohnhäuser sieht Liebehenschel die Gemeinde als Vermieter. „Wenn nach dem Genossenschaftsprinzip Anteile eingezahlt werden, reichen Banken auch Kredite aus, um investieren zu können.“

Die von Thomas Simon geleitete Barnimer Energiegesellschaft des Landkreises soll Ansprechpartner für innovative Energiekonzepte sein. „Wir sind auf dem Gelände an keinen Energiemonopolisten gebunden und könnten zu eigenen Kosten ein Blockheizkraftwerk mit Gas als Grundlast installieren. Es würde Strom produziert werden, und es fällt Wärme an, die beispielsweise in einen unterirdischen Warmwasserspeicher für die Fernheizung geleitet wird“, entwirft Liebehenschel Ideen. Auch sollten sich genügend Flächen für Photovoltaik-Module finden lassen, um weiteren Strom zu produzieren. Und auch an die Abwässer sei zu denken, so Liebehenschel. Geschäftsführer Simon habe bei einem Gespräch die Idee eingebracht, gleich ein eigenes Klärwerk vorzusehen. Dort würde ebenfalls Gas anfallen, das gewinnbringend verbrannt werden könnte.

Hans Still 16.05.2014 05:45 Uhr
Red. Bernau

Am Dorfgraben droht die Enteignung

Mit Akribie dabei: Unter den Blicken von Sabine Kaspers von der Gläubiger-Bank Berlin Hyp (v. l.) stellen Gutachter-Chef Thomas Przybila, Mandy Schmalz, Rüdiger Stumpf und Monika Hoffmann die Grenzen fest. © MOZ/Sergej Scheibe

Basdorf (MOZ) Nach neunjährigem Zaunstreit der Basdorfer Eigenheim-Siedlung Am Dorfgraben mit den Immobilien-Eigentümern in der Nachbarschaft bahnt sich offenbar ein Kompromiss an. Vertreter der bislang eher eisenharten Eigentümer sprechen nun von der Möglichkeit einer gütlichen Einigung. Bei einem Vor-Ort-Termin war gestern die Enteignungsbehörde des Landes vor Ort.

Keine bösen Worte, maximal sind ansatzweise leise Misstöne zu vernehmen. Nunmehr wird gemeinsam gelacht und gespaßt, Informationen gehen hin und her. Wer am Donnerstagmorgen das Geschehen vor der Eigenheimsiedlung Am Dorfgraben in Basdorf verfolgt, kommt nur schwerlich auf die Idee, dass sich einige der Anwesenden quasi seit Jahren vor Gericht getroffen haben, um über Barrieren aus Stahl zu streiten. Diese versperren die Zufahrt zur mit zwölf Eigenheimen bebauten Siedlung, so dass im Notfall weder Feuerwehr noch Rettungsdienst in das Wohngebiet hineinfahren können.

Zumindest über diesen Fakt bestand zu allen Zeiten Einigkeit, nicht aber über Lösungen. „Hier wurde, wie in einer Bananenrepublik, aus einem Acker Bauland gemacht, ohne zuvor die Zuwegung zu klären. Und dann wurde neun Jahre lang versucht, uns zu erpressen. Wenn wir nicht verkaufen, werden wir eben enteignet, so die Drohung“, fasst Hans-Georg Freise, Eigentümer und Mitglied im Beirat der nebenliegenden Siedlung die Geschehnisse der letzten Jahre kurz zusammen.

Die Sicht der Häuslebauer Am Dorfgraben differiert erwartungsgemäß ein wenig, denn ihnen wurde mit dem Erwerb des Baulandes eine geeignete Zufahrt versprochen, wie Anwohner Armin Wollschläger erinnert. „Ich habe 2004 gekauft, dann 2005 gebaut und 2006 wurde das Grundstück exakt eingemessen. Es war immer von einer Zufahrt die Rede.“

Weil nun aber nach ungezählten Gerichtsverfahren so gar keine Lösung möglich erschien, wurde durch die Gemeinde Wandlitz ein Enteignungsverfahren auf den Weg gebracht. Dabei kam es im April zu einer richtungsweisenden Anhörung bei der Enteignungsbehörde des Landes. „Die schriftliche Begründung fehlt noch. Aber es wurde avisiert, den Enteignungsantrag zu Gunsten der Gemeinde zu bewilligen“, bestätigt Monika Hoffmann vom Wandlitzer Sachgebiet Bau und Liegenschaften.

Der jüngste Vor-Ort-Termin muss daher als Ergebnis der Verhandlungen bei der Enteignungsbehörde betrachtet werden. Der Vorsitzende des Barnimer Gutachterausschusses, Thomas Przybila, kam mit Mandy Schmalz von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses und einem dritten, ehrenamtlichen Gutachter nach Basdorf, um das Streitobjekt in Abmessungen und den Grenzen aufzunehmen. Seinen Auftrag erklärte Przybila so: „Wir stellen hier den Zustand der Straße fest.“

Hans Still 20.05.2014 01:45 Uhr
Red. Bernau,

100 Kita-Kinder ziehen um

Basdorf (MOZ) Ab dem 23. Juni beginnen in der Basdorfer Kita die Umbauarbeiten zur Sanierung der Kita. Der erste Bauabschnitt betrifft das Hauptgebäude. Aus diesem Grund haben Kita- und Schulleitung den Umzug von 100 Kindern verabredet. Sie werden ab dem 16. Juni ins Schulgebäude ziehen und dort betreut. Für drei Wochen werden Kita- und Schulbetrieb nebeneinander laufen. Die Krippenkinder sind von der Baumaßnahme im 1. Bauabschnitt nicht betroffen, sie ziehen nicht um.

28.05.2014

27.05.2014 20:18 Bernau/Lund

Jakob kämpft sich zum Meistertitel

Europas Bester: Jakob Bachmann (rechts) vom Polizeisportverein Basdorf war im schwedischen Lund nicht aufzuhalten und setzte sich in allen drei Kämpfen souverän gegen seine Gegner durch. Gegen den Griechen Georgios Papou gewann er mit Full Ippon. © Anna-Lena Friedo

Mädchen-Power: Luise Wittich (links) siegte im kleinen Finale gegen Juliana Ferreira (Frankreich) und holt sich Bronze. © Anna-Lena Friedo

Bernau/Lund (MOZ) Wir sind Europameister! So ungefähr könnten die Basdorfer Ju-Jutsuka derzeit jubeln, denn ihr Jakob Bachmann holte sich bei den Jugend-Europameisterschaften im schwedischen Lund den Titel. Dazu gab es zwei Bronzemedaillen.

Paul Lietz ist drei Tage später immer noch heiser, als er von dem erfolgreichen Wochenende für die Barnimer in Schweden berichtet. „Das Team-Gefühl war einfach toll. Alle haben sich gegenseitig unterstützt. Bei den Finalkämpfen haben wir alle mitgefiebert und die deutschen Kämpfer angefeuert wie verrückt.“ Und das mit Erfolg.

Die besten Ju-Jutsuka aus Europa trafen sich in Lund, um die Europameister im Fighting, Newaza und Duo zu küren.

Über 300 Sportler aus 21 europäischen Ländern starteten an beiden Tagen, dabei auch vier Barnimer: Jakob Bachmann vom PSV Basdorf, Luise Wittich, Fabian Fünfstück und Paul Lietz vom 1. Ju-Jutsu-Verein Bernau.

Zuerst musste am Samstag Paul im Newaza (U21-77kg) auf die Matte. In dieser relativ jungen Disziplin gilt es, vor allem in Bodenkampf Punkte zu erzielen. Paul startete gut und punktete mit einem Wurf. Sein Gegner Yoaf Strauss aus Israel, der spätere Europameister, setzte dann jedoch eine Würgetechnik durch und gewann den Kampf vorzeitig. Im Duell um Bronze siegte Paul, nachdem sein Konkurrent wegen einem verbotenen Drehhebel am Knie disqualifiziert wurde. Paul hat damit die erste internationale Medaille im Newaza für Deutschland gewonnen. „Es war schade, dass ich nur die zwei Kämpfe hatte, so war das sehr schnell zu Ende“, sagte ein etwas enttäscuhter Bernauer, der sich auch Hoffnung auf eine noch bessere Platzierung gemacht hatte.

Luise startete in der Klasse U21 bis 62kg. Leider war sie im ersten Kampf gegen Aurora Intini aus Italien etwas zu verhalten und in den letzten entscheidenden Sekunden des Kampfes machte die Italienerin die Punkte und gewann. Für Luise blieb der Weg über die Trostrunde. Hier setzte sie ihre Stärken dann um und siegte souverän gegen Alina Sudarikowa (Russland) und Lea Derobert (Frankreich). Im kleinen Finale traf Luise auf die vor allem in Wurfbereich starke Juliana Ferreira aus Frankreich. Erst in der Verlängerung sicherte sich Luise einen einzigen Punkt Vorsprung und war somit Bronzemedaillengewinnerin.

Mit einer beeindruckenden Souveränität setzte sich Jakob Bachmann in seiner Klasse U21 bis 62 kg zuerst mit Full Ippon gegen den Griechen Georgios Papou durch. Auch in der zweiten Ansetzung gegen Tom de Weer aus Belgien siegte Jakob vorzeitig wegen technischer Überlegenheit. Im Finale traf er auf den Russen Filipp Gorbunov. Auch hier bewies Jakob seine derzeitige Dominanz in dieser Gewichtsklasse und gewann letztlich völlig ungefährdet seinen ersten Europameistertitel. „Ganz Basdorf und Bernau stehen Kopf“, freute sich via Facebook sein Verein nach der tollen Nachricht.

Hans Still 29.05.2014 22:00 Uhr
Red. Bernau,

Land bearbeitet 125 Verfahren zur Enteignung

Basdorf (MOZ) Die zum Brandenburger Innenministerium gehörende Enteignungsbehörde hält sich mit verbindlichen Informationen zum aktuellen Streitfall in Basdorf zurück. Dort klagen Eigenheimbesitzer der Siedlung Am Dorfgraben über stählerne Barrieren, die ihnen den Weg zu einer geeigneten Zufahrt versperren. Diese befindet sich allerdings auf dem Nachbargrundstück. Seit Jahren besteht der Streit, mittlerweile hat die Enteignungsbehörde bei einem Termin in Potsdam in Aussicht gestellt, dem Antrag der Gemeinde Wandlitz auf Enteignung der Eigentümer stattgeben zu wollen.

Wie der stellvertretende Sprecher des Ministeriums, Wolfgang Brandt, bestätigt, laufe parallel zum Enteignungsverfahren ein Verfahren wegen vorzeitiger Besitzeinweisung. „Im Rahmen dieses Verfahrens fand bereits vor Ostern eine mündliche Verhandlung vor der Enteignungsbehörde statt. Zu inhaltlichen Fragen und Bewertungen gilt im Übrigen Gleiches wie für das Enteignungsverfahren“, erklärte Brandt, der zuvor auf das Neutralitätsgebot hingewiesen hatte.

Aktuell seien 125 offene Enteignungsverfahren anhängig. Jedes Verfahren umfasse zeitaufwändige Einzelschritte wie die Erstellung eines Wertermittlungsgutachtens, die Vorbereitung und Durchführung der mündlichen Verhandlung und die Fertigung eines Enteignungsbeschlusses. Die Dauer für die Bearbeitung eines einfachen Enteignungsverfahrens beträgt erfahrungsgemäß mindestens zwei Jahre.

Hans Still 02.06.2014 06:37 Uhr
Red. Bernau,

Musewald will den Vorsitz im Hauptausschuss

Basdorf (MOZ) Die Freie Bürgergemeinschaft (F.Bg.W.)Wandlitz hat sich nach ihrem guten Abschneiden bei der Kommunalwahl laut Peter Liebehenschel über Aufgabenverteilungen verständigt. So werde der bisherige Wandlitzer Ortsvorsteher Ingo Musewald für den Wandlitzer Hauptausschuss auf Platz eins gesetzt. Den zweiten Platz belegt Liebehenschel selbst. „Wir wollen versuchen, Ingo Musewald als Vorsitzenden des Hauptausschusses durchzubekommen“, sagte Liebehenschel. Er äußerte sich zudem sehr erfreut über die Bereitschaft der 26 Kandidaten der Liste, auch nach der Wahl kommunalpolitisch tätig zu werden. „Alle sind bereit, als berufene Bürger mitzuarbeiten“, hieß es dazu. Koalitionen will die F.Bg.W nicht bilden.

Entnommen aus dem „Märkischen Markt“ vom 03.07.2014

Spaziergang durch Basdorf mit der Vorsitzenden des Brassens-Vereins

Chansons und umgebaute Kasernen

Wie oft Marion Schuster schon auf dem Weg zwischen dem Friedhof und Zühlsdorf gewandert ist, weiß sie nicht genau. „Auf jeden Fall schon viele Male“, sagt die Basdorferin. Ihr gefällt die weitläufige Landschaft, der herrliche Blick über die weiten Wiesen und Felder, sie mag die Pferdekoppel und die frische Luft. Aber es gibt noch etwas, dass die Tour besonders interessant macht:„ Nach etwa einer halben Stunde kommt man an eine Stelle, an der sich einst ein Haltepunkt der Brandenburgischen Motorenwerke GmbH (Bramo) für Güterzüge befand“, berichtet Marion Schuster. Davon hatte ihr vor zehn Jahren ein Bekannter erzählt. Das war genau zu dem Zeitpunkt, als sie erfuhr, dass der berühmte französische Chansonnier Georges Brassens 1943 als Zwangsarbeiter nach Deutschland gebracht wurde und in der Basdorfer Flugzeugmotorenfertigung schuften musste.„Vermutlich sind die Arbeiter dort manchmal auf       die Züge aufgesprungen und mitgefahren“, sagt die Seniorin. Alte Pflastersteine mitten in der Landschaft erinnern inzwischen nur noch an diesen Ort. Für Außenstehende mag sich das alles nicht sonderlich spannend anhören.       Aber für Marion Schuster, die 2004 gemeinsam mit ihrem Mann und einer Handvoll Gleichgesinnter den Brassens-     Verein gründete, ist das schon ein weiterer Mosaikstein in der Vergangenheit des grandiosen Musikers. Als die rüstige Seniorin, die noch nach der Wende als Französischlehrerin arbeitete , 1994 nach Basdorf zog, ahnte sie jedenfalls nichts von ihrem ruhelosen Rentnerdasein. Denn als Vorstandsvorsitzende des Vereins organisiert sie in diesem Jahr bereits zum elften Mal das Brassens-Festival, das zu Ehren des Chansonniers stattfindet. Mehr als 30 Künstler aus der ganzen Welt kommen dazu nach Basdorf um aufzutreten. „Sie machen das, weil es ihnen Spaß bereitet, aber auch aus Ehrfurcht vor dem Franzosen“, ist sich Marion Schuster sicher. Denn trotz finanzieller Zuschüsse seien die Künstlerhonorare gering. Toll sei dagegen das Engagement vieler Basdorfer, die für die Unterbringung der Gäste Preisnachlässe gewähren oder für das Fortbestehen des Festivals spenden. Bis 2016 will Marion Schuster noch als   Vorstandsvorsitzende agieren, danach hofft sie auf jüngere Nachfolger. Einer ihrer größten Wünsche ist es, auf dem geschichtsträchtigen Gelände an der Prenzlauer Chaussee einen Gedenkort einzurichten für George Brassens: „Ich habe die Hoffnung, dass wir künftig eine historische Baracke dafür nutzen können“, sagt die Basdorferin. Wenn es ihre Zeit erlaubt, fährt sie an den südlichen Ortseingang und blickt auf diese riesige Fläche, auf der noch Baracken aus der Zeit des Nationalsozialismus stehen. Etliche Gebäude, die dort nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurden und unter anderem der Volkspolizei dienten, sind im vergangenen Jahr abgetragen worden. Neben den beiden dominanten fünfgeschossigen Plattenbauten waren es vor allem Garagen und Lagerräume. Nach den Vorstellungen der Basdorfer Entwicklungsgesellschaft BEG entsteht dort bald ein attraktives neues Viertel. Je zu einem Drittel wird das weitläufige Areal für Wohnen und Gewerbe genutzt, der Rest soll als grüne Oase unbebaut bleiben. Die Gemeinde Wandlitz möchte die zwei rund 100 Meter langen einstigen Kasernen zu bezahlbaren Wohnungen umbauen. Rund 50 moderne Quartiere könnten pro Gebäude entstehen: für Familien mit Kindern, für Singles und Senioren. „Die Entwicklung des Ortsteils bleibt spannend“, freut sich Marion Schuster. Irgendwie wusste sie das bereits, als sie vor 20 Jahren mit ihrem Mann von Berlin nach Basdorf zog. Sie kann sich noch genau an die vielen Bauschilder erinnern, die damals überall standen. Auch am heutigen neuen Ortszentrum mit Marktplatz und Hotel beispielsweise. Gern hält sie sich aber auch im alten Ortskern auf. Sie mag die denkmalgeschützte Kirche mit den Netzgewölben der geschnitzten Kanzel und der Sakramentsnische. Das heutige Bauwerk stammt aus dem 15.Jahrhundert. Den Holzturm bekam das Gotteshaus aber erst 300 Jahre später aufgesetzt. Dieses besondere Ambiente bietet seit Jahren eine herrliche Kulisse für einen Basdorfer Weihnachtsmarkt, den Marion Schuster natürlich besucht und hier auch gern weiter empfiehlt.

Steffi Bey

08.07.2014

Hans Still 08.07.2014 19:35 Uhr
Red. Bernau

Stahlbarrieren endlich abgerissen

Basdorf (MOZ) Am Basdorfer Dorfgraben sind gestern Vormittag die Stahlbarrieren abgerissen worden. Die Enteignungsbehörde des Landes hat einen sofortigen Vollzug angeordnet. Für Anwohner und der Gemeindeverwaltung nähert sich ein neunjähriger Streit dem Ende.

Geschafft: Der tonnenschwere Stahlträger kann demontiert werden. Bürgermeisterin Jana Radant, (v. l.) die Anwohner René Spaja und Wolfgang Breuer, Baggerfahrer Thomas Freitag sowie Enrico Krakau und Markus Förster waren dabei. © MOZ/Sergej Scheibe

Es war exakt elf Uhr, als Baggerfahrer Thomas Freitag vom Wandlitzer Bauhof die Schaufel hob und damit das Fundament des umstrittenen Stahlträgers erstmals erschütterte. Wenig später schaukelte der tonnenschwere Eisenträger nebst Fundament am Seil. „Ein Feiertag“, bestimmte Wolfgang Breuer spontan. Er ist der Anwohner, der im Oktober 2005 als Erster mit seinem Eigenheim fertig war und dann einziehen konnte. „Damals gab es diese Schranke noch nicht, wir konnten noch ungehindert und ohne Gefahr auf die B 109 auffahren“, erinnert er sich. Später sollte sich dieser Zustand gravierend ändern. Denn die Zufahrt zur Eigenheimsiedlung mit den zwölf Wohnhäusern wurde mit Barrieren versperrt, so dass weder Feuerwehr noch Rettungsdienst problemlos die Häuser erreichen konnten. Lediglich eine Behelfsaus- und -zufahrt gab es noch auf die B 109.

Das Ergebnis einer mangelhaften Planung, so der immer wieder zu hörende Vorwurf der Eigentümer der nebenan liegenden Siedlung. Jahrelang versperrte sich der von den Eigentümern beauftragte Anwalt einer Lösung, letztendlich leitete die Gemeinde Wandlitz ein Enteignungsverfahren ein. „Die Enteignungsbehörde war in ihrer Aussage sehr deutlich: Ein Wohngebiet muss erschlossen sein. Unter diesem Gesichtspunkt wurde das Problem betrachtet und aufgrund dieses Umstandes die sofortige Vollziehung der Räumung angeordnet“, erinnerte gestern die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant. Seit Montag erst aus dem Urlaub zurück, ließ sie es sich nicht nehmen, persönlich beim Abbau der Schranken dabei zu sein. Im Mai und im Juni gab es nochmalige Anhörungen in der zum Ministerium des Innern gehörenden Behörde, zuvor hatte in Basdorf ein Vor-Ort-Termin stattgefunden.

René Spaja und seine Lebenspartnerin Sandra Fischer war es nach Abriss der Barriere eine Freude, einen symbolischen Schritt von der Siedlung am Dorfgraben in die Siedlung Prenzlauer Straße zu setzen. „Ich werde heute auf jeden Fall nach drüberfahren“, freute sich Spaja und kam auf die Idee, bei einem deutschen Sieg im Fußball-WM-Halbfinale einen Autokorso durch die Siedlung zu initiieren.

Mit dem Abriss der Eisenträger und der von der Enteignungsbehörde angeordneten Beräumung muss allerdings nicht zwangsläufig das Ende des Rechtsstreites verbunden sein. „Es können Rechtsmittel eingelegt werden, wenngleich diese jetzt keine aufschiebene Wirkung haben würden“, klärt Gabriele Füssel auf, die in der Gemeinde für das Sachgebiet Liegenschaften zuständig ist. Sie schließt auch eine gütliche Einigung mit den Eigentümern nicht aus. „Wir haben ja beim Vor-Ort-Termin positive Signale gehört, und wir sind in den Verhandlungen auf einen guten Weg. Es ist also noch möglich, das Enteignungsverfahren zu stoppen, wenn es zuvor eine Einigung gibt.“

Sollte diese Verständigung nicht zustande kommen, werde die Enteignungsbehörde einen Preis festsetzen, der die Eigentümer für den erlittenen Verlust entschädigen soll. Am Grundsatz ändere sich aber nichts.

11.07.2014

Hans Still 10.07.2014 20:03 Uhr
Red. Bernau

Bahnunternehmen NEB wächst in Basdorf

Basdorf (MOZ) Nach dem Abschluss eines millionenschweren Verkehrsvertrages mit den Ländern Berlin und Brandenburg wird die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) erheblich wachsen. So soll die Instandhaltung der erforderlichen Technik am NEB-Standort Basdorf realisiert werden.

Fachgespräch im Cockpit: Im modernisierten Regio Shuttle sehen sich am Donnerstagvormittag Minister Jörg Vogelsänger (SPD, l.) und NEB-Geschäftsführer Detlef Bröcker um. Hilmar Hackl steuert den Triebwagen. © MOZ/Sergej Scheibe

Es war ein freudiger Termin, den NEB-Geschäftsführer Detlef Bröcker Donnerstagvormittag zu absolvieren hatte. Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) und Susanne Henckel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), waren nach Wandlitz gekommen, um die NEB noch stärker in die Pflicht zu nehmen. Auf dem Tisch lag ein Vertrag, der dem Unternehmen durch weitere Beförderungsaufträge in Berlin und Ostbrandenburg einen Zuwachs von bislang 1,7 Millionen Zugkilometer im Jahr auf 5,7 Millionen Zugkilometer bescheren wird. Der Vertrags beginnt mit dem Fahrplanwechsel im Dezember, die Verabredungen erstrecken sich dann über zehn Jahre.

„Ein Großteil der neuen Linien liegt in den Landkreisen, in denen 33 Prozent unserer Aktionäre sitzen. Die NEB kommt also mit ihren Leistungen zu den Miteigentümern zurück“, formulierte Bröcker Donnerstag mit Blick auf den Barnimer Vizelandrat Carsten Bockhardt (CDU), den Joachimsthaler Bürgermeister Dirk Protzmann und den Schorfheider Bürgermeister Uwe Schoknecht.

Um die Aufgaben zu erfüllen, verstärkt sich das Bahnunternehmen mit Personal und Technik. „Teil der Vertragsbedingungen war die Übernahme von Personal, das ist erstmalig in dieser Form erfolgt. Aber wir können heute sagen, viele Fahrgäste auf den Linien der ODEG werden ihre bekannten Ansprechpartner treffen, wie auch viele Lokführer und Zugbegleiter auf vertrauten Strecken unterwegs sein werden“, stellte der NEB-Geschäftsführer in Aussicht.

Wie Bröcker am Rande der Vertragsunterzeichnung informierte, habe es auch Verhandlungen über die Nutzung gemeinsamer Reparaturkapazitäten mit der DB Werk in Eberswalde gegeben. „Wir haben mit den Eberswaldern über Werkstattleistungen verhandelt, kamen aber letztlich nicht zum Erfolg. Wir konnten uns wirtschaftlich nicht einigen, unsere Kostenstruktur unterscheidet sich von der Eberswalder“, deutete Bröcker nur an. Am Ende sei schließlich die Entscheidung gefallen, auf eine Kooperation bei der Reparatur zu verzichten. Genutzt werden sollen aber die Angebote zum Waschen der Züge und zur Betankung.

Freuen können sich die Bahnkunden dann auf neue beziehungsweise modern sanierte Züge, in denen Reisende beispielsweise schon während der Fahrt ersehen können, ob es mit den Anschlusszügen am Zielbahnhof klappen wird. Zudem seien die Regio-Shuttle barrierefrei, hätten Platz für neun Fahrräder und vier Elektrorollstühle und bieten trotzdem noch 70 Sitzplätze. Auch die Toiletten seien für die Erfordernisse von Rollstuhlfahrern ausgerichtet worden. Klare Forderung der Länder Berlin und Brandenburg war übrigens, dass alle von der NEB übernommenen Linien mit mindestens einem Zugbegleiter besetzt werden. Dies biete mehr Sicherheit und Service.

15.07.2014

15.07.2014 – Kleinstransporter in Brand geraten

Wandlitz OT Basdorf

Am 14.07.2014 kam es gegen 16:30 Uhr in Wandlitz, Ortsteil Basdorf, Landkreis Barnim, zum Brand eines Mercedes Kleintransporters.
Beim Beladen des Fahrzeuges mit Paketen einer Postannahmestelle  entzündete sich aus noch ungeklärter Ursache eines der Pakete im Laderaum. Das Feuer griff auf das Fahrzeug sowie dessen Ladung über. Durch das Feuer wurde auch ein, in der Nähe stehender, Carport beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Kriminalisten der Polizeidirektion Ost und des Landeskriminalamtes haben die Untersuchungen übernommen. Nach ersten Erkenntnissen befand sich in einem der Pakete brandbeschleunigendes Material. Eine abschließende Aussage kann erst nach Vorlage der Untersuchungsergebnisse und Beendigung der Ermittlungen gegeben werden.

Harriet Stürmer 15.07.2014 18:59 Uhr – Aktualisiert 16.07.2014 09:23 Uhr

Postauto in Basdorf ausgebrannt

© Schwarz Kerstin Fotostudio

© Schwarz Kerstin Fotostudio

Basdorf (MOZ) Weil sich plötzlich ein Paket entzündete, ist im Wandlitzer Ortsteil Basdorf (Barnim) am Montagnachmittag ein Postauto vollständig ausgebrannt. Die Polizei bestätigt, dass sich in dem Paket ein Brandbeschleuniger befand. Zeugen sprechen von einer Explosion. Der Absender ist bisher unbekannt. Der Schock sitzt auch am Tag danach noch tief bei Kerstin Schwarz. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt sie am Dienstag. „Ich bin heilfroh, dass uns allen nichts passiert ist.“ Schwarz ist Inhaberin eines Fotogeschäfts mit Postfiliale in Basdorf. Dort musste sie am Montagnachmittag mit ansehen, wie direkt vor der Tür ein Mercedes-Kleintransporter in Flammen aufging. Während ein Abholer damit beschäftigt gewesen sei, das Postauto mit Paketen aus ihrer Filiale zu beladen, habe das Auto plötzlich gebrannt, berichtet die 47-Jährige. Lediglich zwei Pakete, die noch im Geschäft lagen, hätten den Brand unbeschädigt überstanden. „Was schon im Auto war, ist komplett vernichtet worden“, sagt Kerstin Schwarz. Sie spricht von 40 bis 60 Paketen. Eines der Pakete hatte sich im Laderaum des Transporters entzündet. Die Polizei hat brandbeschleunigendes Material gefunden, bestätigt Polizeisprecher Ingo Heese. „Warum sich das Paket entzündete, wissen wir noch nicht.“ Augenzeugen berichten hingegen von einer Explosion. Zudem seien später in dem völlig ausgebrannten Auto Flaschenhälse und Drähte zwischen den Paket-Überresten entdeckt worden, was auf eine Bombe hindeuten könnte. Doch Heese beteuert, dass es keine Explosion gegeben habe. Das Fahrzeug wurde sichergestellt und soll nun genauestens untersucht werden. Noch am Montag waren Kriminaltechniker aus der Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder) und Beamte des Landeskriminalamtes vor Ort. Bis spät in die Nacht wurden Zeugen vernommen. Auch am Dienstag waren die Ermittler in Basdorf im Einsatz. „Alle Hinweise und Spuren werden jetzt ausgewertet“, kündigt Heese an. Weder der Absender des Paketes noch der Adressat seien bislang bekannt. „Auch der Hintergrund ist vollkommen offen – wir wissen nicht, ob das Feuer absichtlich herbeigeführt wurde, oder ob es sich um einen Zufall handelt“, berichtet der Polizeisprecher. Kerstin Schwarz ist indes froh, dass ihre Nachbarn so schnell vor Ort waren und Schlimmeres verhindert werden konnte. „Wir haben sofort mit Gartenschläuchen und Feuerlöschern versucht, den Brand zu löschen. Doch der Transporter stand schon lichterloh in Flammen. Wir hatten Angst, dass das Auto explodiert“, erzählt die Geschäftsinhaberin. Bald darauf sei die Feuerwehr vor Ort gewesen, die die Flammen schnell unter Kontrolle gebracht habe. „Doch ohne die Hilfe der Nachbarn wäre hier vermutlich ein riesiges Chaos ausgebrochen.“ Allerdings habe man nicht mehr verhindern können, dass auch ein nahe gelegener Carport durch die Flammen beschädigt wurde.

Lagebesprechung: Bis spät in die Nacht waren Rettungskräfte und Ermittler vor Ort.                                           Foto: André Braune © André Braune

17.07.2014

Hans Still 17.07.2014 07:55 Uhr
Red. Bernau

Brandstiftung auf dem Annenhof möglich

Wandlitz (MOZ) Nach dem Brand einer Scheune auf dem Annenhof am Dienstag kann Brandstiftung als Ursache nicht ausgeschlossen werden. Das bestätigte am Mittwoch Anke Müller, Wehrleiterin der Gemeinde Wandlitz. Wie sie sagte, waren insgesamt 75 Feuerwehrleute am Löscheinsatz beteiligt. Zuerst wurden Wehren aus Wandlitz und Basdorf eingesetzt, später folgten die Wehren mit Tanklöschfahrzeugen. So kamen Wehren Schönwalde, Zerpenschleuse und Klosterfelde dazu. Weil das noch immer nicht reichte, forderte die Wehrleitung schließlich Unterstützung aus Bernau, Birkholz, Mühlenbeck und Schönfließ an. Knackpunkt der Löscharbeiten war der Umstand, dass direkt vor Ort kein Hydrant zur Verfügung stand. „Wir haben eine Wasserversorgung zur B 109 gelegt, das könnte knapp 1000 Meter weit gewesen sein“, sagte Anke Müller. Sie zeigte sich aber zufrieden, da es gelungen war, ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude zu verhindern. Am Mittwochfrüh loderten erneut Glutnester im Heu auf.

18.07.2014

Beate Bias 18.07.2014 19:55 Uhr – Aktualisiert 20.07.2014 07:43 Uhr

Polizei klärt Brand eines Postautos auf

Basdorf (MOZ) Vier Tage nach dem Brand eines Kleintransporters vor einer Poststelle in Basdorf (Barnim) hat die Polizei den Fall aufgeklärt. Gegen einen 34-jährigen Mann aus der Nähe von Oranienburg (Oberhavel) wurde ein Haftbefehlsantrag gestellt, teilte ein Sprecher der Polizei am Freitag mit. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler wollte der Beschuldigte mit dem Anschlag einen Betrug vertuschen. Dafür präparierte er ein Päckchen mit einer brennbaren Flüssigkeit, die sich in dem Transporter entzündete. Der Wagen mit Paketen und Päckchen war am Montag vollständig ausgebrannt. Durch das Feuer wurde auch ein Carport beschädigt, wie die Polizei mitteilte.

Vier Tage nach dem Brand eines Kleintransporters vor einer Poststelle in Basdorf (Barnim) hat die Polizei den Fall aufgeklärt.       © Schwarz Kerstin Fotostudio

Der 34-jährige Mann habe über das Verkaufsportal eBay einen Videoprojektor angeboten. Offenbar mit Erfolg. Ein Käufer soll ihm 1000 Euro für den Beamer überwiesen haben. Da er jedoch nicht über solch ein Gerät verfügte, wollte er den Betrug vertuschen. Dafür soll er ein Paket mit der brennbaren Flüssigkeit versandt haben. Um was für ein Gemisch es sich dabei handelt, ist bislang nicht geklärt. Polizeipräsident Arne Feuring sagte am Freitag, das werde vom Landeskriminalamt derzeit geprüft. Untersucht werden soll auch, ob es sich um eine einzelne Tat handele oder ob auf das Konto des Tatverdächtigen noch weitere Betrügereien gehen.

Die Festnahme des Mannes erfolgte an diesem Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ordnete umgehend eine Durchsuchung seiner Wohnung und einer Garage an. Dabei fanden die Ermittler Pyrotechnik zum Bau von Brand- und Sprengvorrichtungen, teilte eine Polizeisprecherin in einer Mitteilung mit. Gefunden wurde auch eine umfangreiche technische Ausrüstung.

In Brandenburg registriert die Polizei seit Jahren einen Anstieg von Warenbetrug im Internet – wenn etwa die versprochenen Artikel nicht geliefert werden. So wurden im Jahr 2012 rund 3600 entsprechende Strafverfahren geführt, ein Jahr zuvor waren es nur 2600. Insgesamt beträgt der jährliche Schaden bei Waren- und Warenkreditbetrügereien rund zwei Millionen Euro.

21.07.2014

Hans Still 21.07.2014 21:30 Uhr
Red. Bernau

Basdorfer Wehr erlebt schwere Krise

Basdorf (MOZ) Mit einem Krisengespräch wird am Mittwoch versucht, die Probleme unterm Dach der Basdorfer Feuerwehr zu lösen. Im Beisein eines Mediators sollen die Beteiligten nach monatelangem Gegeneinander wieder zur Zusammenarbeit zurückfinden.

Derzeit steht die Drehleiter im Wandlitzer Depot, Gemeindewehrleiterin Anke Müller führt sie vor.                          © MOZ/Hans Stilll

Früher verstanden sich die Feuerwehrleute als eine eingeschworene Gemeinschaft, heute ist die Ortswehr Basdorf ein Fall für den Mediator. Schwere Vorwürfe stehen im Raum: So wird dem bisherigen Ortswehrführer Robert Knauerhase seitens der Gemeinde vorgeworfen, die für eine Wehr wichtigen Qualifikationen der Kameraden aus dem Blick verloren zu haben. Auch habe ein Basdorfer eine Atemschutzübung im Feuerwehrtechnischen Zentrum Eberswalde absolviert, ohne die notwendige gesundheitliche Eignung und die Fachkenntnisse mitzubringen. Knauerhase wurde von der Gemeindewehrführerin Anke Müller vom Dienst suspendiert, gegen ihn und ein zweites Mitglied der Basdorfer Wehrführung läuft ein Disziplinarverfahren.

Doch damit nicht genug, denn auch die Einsatzbereitschaft der Wehr steht infrage. So wurde im Mai eine Übung am Verwaltungssitz in Wandlitz ausgerufen. „Für die Höhenrettung ist die Basdorfer Wehr zuständig, dort befand sich damals die Drehleiter. Aber bei der Übung mussten wir uns die Leiter selbst abholen“, erinnert Anke Müller an den 21. Mai. „Erst 35 Minuten nach Alarmierung stand die Leiter am Gebäude, die Mitarbeiter wären bis dahin längst im Rauch umgekommen“, so die Gemeindewehrführerin. Die vorgeschriebene Hilfszeit beträgt übrigens 15 Minuten. Zwei Tage später kam dann die Drehleiter von Basdorf ins Depot der Wandlitzer Wehr.

„Nach meinem Eindruck gibt es eine Faktenlinie der Verwaltung und eine emotionale Linie der Männer“, so der Eindruck des Basdorfer Ortsvorstehers Peter Liebehenschel zur gegenwärtigen Situation. Er war beim ersten Krisengespräch dabei und will erst seit diesem Abend genauer von den großen Problemen in der Ortswehr erfahren haben. „Das hätte schon vor zwei Jahren kommuniziert werden müssen. Da hätte ich mich auch gern als Mediator angeboten. Ich will ja niemandem die Schuld zuweisen, aber mit etwas mehr Kommunikation wäre das alles vermeidbar gewesen“, urteilt Ortsvorsteher Peter Liebehenschel heute.

24.07.2014

Hans Still 24.07.2014 21:30 Uhr
Red. Bernau

Basdorfer Wehr wagt den Neuanfang

Basdorf (MOZ) Wir stellen uns einen Stuhlkreis vor, auf dem erwachsene Frauen und Männer Platz nehmen. Ein Mediator leitet die Veranstaltung, der Ausgang des Abends bleibt zunächst unbestimmt und hängt von der Bereitschaft der Beteiligten ab, an einer Lösung mitzuwirken und im Notfall auch über den eigenen Schatten zu springen. Darum gibt es in den folgenden Stunden ausreichend Gelegenheit, Sorgen und Nöte zu thematisieren und das anzusprechen, was schon länger auf der Seele brennt.

Ungefähr so könnte das Krisengespräch der Basdorfer Feuerwehr am Mittwochabend verlaufen sein. Bestätigen will das hinterher natürlich niemand, zumal die Anwesenden festgelegt haben, dass einzig die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant über den Ausgang des Vermittlungsgespräches informieren wird.

Das „Zwischenmenschliche und das Miteinander“, so sagten die Beteiligten zuvor, sei in Basdorf unter die Räder gekommen. Aus dem für die Feuerwehrarbeit und den Brandschutz so wichtigen Miteinander entwickelte sich zeitweise ein Gegeneinander. „Es war ein gutes Gespräch mit einer wichtigen Kernaussage“, fasste am Donnerstag Bürgermeisterin Jana Radant das Ergebnis der kollektiven Sitzung zusammen. Und sie bestätigt: „Ja, die Ortswehr von Basdorf soll erhalten bleiben. Alle Beteiligten wollen sich dafür engagieren. Kameradschaft und Miteinander sollen künftig wieder das Maß aller Dinge sein und in den Vordergrund treten.“

Wie die künftige Führungsspitze aussehen wird, erscheint bislang noch offen. Demnach wollen sich die Führungskräfte der Basdorfer Wehr mit dem stellvertretenden Gemeindewehrleiter Tobias Looke zu einem späteren Zeitpunkt zusammensetzen und beraten, wie es weitergehen könnte. Im Vorfeld der Sitzung hatte Gemeindewehrleiterin Anke Müller allerdings die Idee geäußert, ihr Stellvertreter könnte zumindest zeitweise die Führung der Basdorfer Wehr übernehmen. „Es bleibt zunächst offen, ob Tobias Looke den Posten übernehmen wird. Darüber wurde Mittwochabend nicht entschieden, zumal ja vorher auch eine Anhörung erforderlich gewesen wäre“, so die Bürgermeisterin.

Ziel soll es auch sein, die Basdorfer Führungskräfte weiter zu qualifizieren, um die Ortswehrführung aus eigener Kraft besetzen zu können. Looke werde in jedem Fall die Basdorfer Feuerwehr unterstützen und beraten.. Radant zum Fazit des Abends: „Vor der Wehr steht ein Arbeits- und Qualifizierungsprozess. Ich bin sicher, die Wehr wird dies bewältigen.“

25.07.2014

Hans Still 25.07.2014 19:30 Uhr
Red. Bernau

Pferdewirtin im Behördenkampf

Basdorf (MOZ) Wer den Weg in die berufliche Selbstständigkeit sucht, startet oft als Ein-Mann-Unternehmen. Diesen Weg wählte auch die 32-jährige Franziska Kremps in Basdorf. Ihr Reitbetrieb Pink-Pony-Ranch lief hoffnungsvoll an, doch dann häuften sich Probleme mit Nachbarn und Behörden.

Werden gut betreut: Dass die Pferdehaltung bei Franziska Kremps vorbildlich ist, bekam sie bei einer unangemeldeten Behördenkontrolle bestätigt. © MOZ/Hans Still

Heute kann Franziska Kremps wieder etwas entspannter in die Zukunft sehen. Sie schöpft neuen Mut, glaubt an ihre Geschäftsidee und setzt große Hoffnungen auf das bevorstehende Wochenende. Kaffee und Kuchen soll es geben, wenn die Nachbarn hoffentlich zahlreich zu Besuch kommen. Einen freundlichen Neubeginn mit den Anwohnern der Siedlung Lange Enden stellt sich die Pferdeliebhaberin vor, wie sie sagt.

In den Monaten zuvor hatten sich quasi fast täglich die Wolken verdunkelt. Die Probleme mit den Behörden spitzten sich soweit zu, dass die Betreiberin der Pink-Pony-Ranch auf Druck der Kreisverwaltung sämtliche Hinweisschilder auf ihren kleinen Betrieb demontieren musste.

Dabei war der Start problemlos gelungen. „Ich konnte im März 2013 von Landwirt Armin Krüger eine 3,5 Hektar große Wiese als Offenstall zur Pferdehaltung pachten. Witterungsunterstände, eine Lagerfläche für Futtermittel und eine Einzäunung gehörten dazu“, berichtet Franziska Kremps. Wie verabredet, zeigte sie beim Bauordnungsamt des Kreises die landwirtschaftlichen Aufbauten an und stellte sich sogar in der unteren Bauaufsichtsbehörde vor. Dort bekam sie einige Hinweise. Beispielsweise dürften die Bauten keine Fundamente haben, da das Bauen im Außengelände nicht gestattet ist. Und die Unterstände und Lager dürften 150 Quadratmeter nicht übersteigen.

Am 22. April 2013 ging der Antrag mit Lageplan bei der unteren Bauaufsicht beim Landkreis ein. Franziska Kremps suchte sich Mitstreiter für eine Haltergemeinschaft, Pferde wurden untergestellt. „Ich begann mit geführten Geländeritten und Ponyreiten. Abgedeckt ist dieser Service durch mein Reisegewerbe, das in Pankow gemeldet ist.“ Schilder wiesen auf ihre Dienstleistung hin – die Pony-Ranch erfreute sich bei Kindern durchaus eines regen Zulaufs.

Was die Existenzgründerin zu dieser Zeit noch nicht wusste: Ihre Aktivitäten trafen bei einiger Nachbarn nicht direkt auf Zustimmung. Erst später, als sich die kritischen Behördentermine häuften, sollte sie erfahren, was ihr vorgeworfen wurde. „Ich wusste lange Zeit gar nicht, dass Nachbarn ein Problem mit dem Reitbetrieb haben“, bestätigt sie. Vermeintliche Schwarzbauten wurden angezeigt, auch das widerrechtliche Übernachten von Personen, Lärm- und Geruchsbelästigungen, unerlaubte Fäkalienentsorgung oder auch stundenlanges Hundegebell.

Wie sich bei einem Vor-Ort-Termin dann zeigte, erfuhr Franziska Kremps längst die kritische Begleitung des Bauordnungsamtes. „Ich hatte hier zwei Wohnwagen zu stehen, die auch mal anderswo genutzt wurden und somit nicht fest installiert waren. Das wurde mir verboten. Dabei haben wir dort Futter und Pferdeutensilien eingelagert“, wunderte sie sich. Auch wurde ihr angetragen, einen Bauantrag für den Wohnwagen zu stellen, da sie ein Gewerbe betreibe. „Das konnte ich gar nicht einsehen, der Wohnwagen ist mobil und der Offenstall gehört dem Landwirt. Und wir haben ja ein Jahr zuvor die Nutzung angezeigt. Da gab es keine Widersprüche“, wunderte sie sich.

Ende Mai, also vor zwei Monaten, kam es dann in Eberswalde zu einem Gespräch mit dem Bauordnungsamt und einem Vertreter des Naturschutzes. Das Fazit: Franziska Kremps solle ihre Aktivitäten einstellen, die Werbeschilder demontieren und sich für den Reitbetrieb neue Flächen im Innenbereich suchen. Diese Meinung vertritt Uwe Stegert, Leiter des Bauordnungsamtes, auch noch heute. „Mit dem Wohnwagen wurde eine bauliche Anlage errichtet. Und der Reitunterricht geht über das hinaus, was ein Pferdewirt gewöhnlich macht. Die Anwohner haben sich beschwert und uns wurde Untätigkeit vorgeworfen. Wir mussten also reagieren, da wir vom Zustand Kenntnis hatten.“

Starke Nerven brauchte die 32-Jährige in dieser Situation. Zumal sie den festen Willens mitbringt, als Existenzgründerin aus der Betreuung des Grundsicherungsamtes herauszukommen. „Nachdem ich alles einstellen musste, hatte ich kaum noch Einnahmen. Das Grundsicherungsamt setzte mir schon die Pistole auf die Brust“, berichtet sie.

Ein Gespräch mit Bürgermeisterin Jana Radant und den Nachbarn brachte schließlich den Durchbruch. „Die Bürgermeisterin hat sehr freundlich reagiert und wirklich begründet, dass ich auf dem Gelände arbeiten darf. Zugleich hat sie für gegenseitiges Verständnis geworben.“ Am Wochenende soll es nun zum ersten Nachbarschaftstreffen kommen. „Ich freue mich darauf“, blickt Franziska Kremps voraus.

29.07.2014

Angela Kowalick 29.07.2014 06:50 Uhr
Red. Bernau

Sommer, Wein und französische Musik

Basdorf (MOZ) Das Georges -Brassens-Festival lockte am Wochenende hunderte Chansonliebhaber in die weit gestreuten Veranstaltungsorte des Barnim und Berlins. Den Höhepunkt des diesjährigen Jubiläumsfestivals bildetete am Samstag das „Chanson Sommerfest“ in Basdorf.

Im Duett: Die Berliner Isabel Neuenfeldt und Lutz Keller © Angela Kowalick

Bereits am Nachmittag begannen die Musiker aus Frankreich, Belgien, Hannover, Berlin und Basdorf mit dem Liederprogramm. Den Anfang machte Ortsvorsteher Peter Liebehenschel, dessen eigene Kompositionen sich wunderbar in das Genre Chanson einfügen. „Jeder Musiker, der hier auftreten will, muss mindestens ein Brassens-Lied spielen“, erklärte Jürgen Günther, der Vorsitzende des Vereins „Brassens in Basdorf“. Bei den jeweils anderen sechs vorgetragenen Liedern, hatten die Musiker freie Hand. So sangen sie auf deutsch, englisch und französisch. „Die Förderung des poetischen Liedes steht im Zentrum der Veranstaltung,“ fügte Günther hinzu.

Die Geselligkeit kam dabei keineswegs zu kurz. Nicht nur kennen sich Veranstalter und Künstler seit rund zehn Jahren persönlich. Auch mit dem Publikum entwickeln die Abende ein nahezu familiäres Ambiente. Kein Wunder also, dass die vier ersten von sieben Sommerveranstaltungen bereits saalfüllend oder ausverkauft waren.

Das Georges-Brassens-Festival zieht seine Kreise. Seit 2004 findet es jährlich an mehreren Tagen im September statt. Immer neue Veranstaltungsorte in Barnim und Berlin kamen seither hinzu, so dass das Festival im Jubiläumsjahr 2014 dreigeteilt wurde. Nach dem Frühlings- und Sommerfest darf man sich schon jetzt auf fünf Tage Chansonmusik im September freuen.

„Wir wollten schon seit Jahren mal hingehen. Jetzt haben wir es endlich mal geschafft,“ berichtete eine Basdorferin, der das Konzert gut gefiel. „Sommer, Wein und französische Musik – was braucht man mehr?“, fragte sich auch die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant. Elf verschiedene Kurzkonzerte wurden geboten. Dabei kam es nicht selten zu spontanen Duette. Und auch das Publikum stimmte gern in den Gesang ein.

Isabel Neuenfeldt aus Berlin, Jean-Marc Dermesropian aus Marseille und Erwens aus Carcassonne sind nur einige der vielen Musiker, die im Rahmen des Brassens Festivals mit ihren Instrumenten und ihrem Gesang  das Publikum fast in einen Trance-Zustand versetzten. Manch einer war geneigt, die Augen zu schließen, um die Musik noch intensiver zu spüren. Ob traurig oder fröhlich, langsam oder schnell – was alle Lieder verband, war die energische Interpretation der Künstler.

Neben den beiden Städtepartnerschaften, die Basdorf mit Ballainvilliers und Wandlitz mit La Ferrière pflegen, hat sich mit dem Georges-Brassens-Festival eine dritte Plattform für den kulturellen Austausch mit Frankreich etabliert.

04.08.2014

Hans Still 04.08.2014 03:45 Uhr
Red. Bernau

Junge Leute mit Interesse am Film gesucht

Basdorf (MOZ) Ein früher Beginn sichert eine steile Karriere. Das haben sich wohl die Verantwortlichen der Bibliothek Basdorf gesagt und für den 7. und 8. August einen Trickfilm-Workshop mit Dorothea Donneberg organisiert. Kinder von acht bis zu elf Jahren sind aufgefordert, sich spannende Geschichten auszudenken, Regie zu führen, die Kameraführung zu übernehmen und dann schließlich noch in verschiedene Rollen zu schlüpfen. An beiden Tagen werden die Kinder dann von 10 bis 15 Uhr an ihrem Film arbeiten. Pro Kind sind 35 Euro Unkostenbeitrag fällig.

Hans Still 04.08.2014 05:45 Uhr
Red. Bernau

Erinnerung an die Kriegsopfer

Basdorf (MOZ) An die Opfer des Ersten Weltkrieges wurde am Sonnabend mit einer Trauerfeier am Basdorfer Kriegerdenkmal erinnert. Die Initiatoren um Ortsbürgermeister Peter Liebehenschel und die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant beließen es nicht dabei, allein einen Kranz niederzulegen. Der Basdorfer Ortschronistin Astrid Schaefer ist es zu danken, dass die Anwesenden einen Eindruck von der Stimmung vor einhundert Jahren bekommen konnten.

Sag‘ mir wo die Blumen sind: Mit diesem Friedenslied endete am Sonnabend in Basdorf die Kranzniederlegung. Peter Liebehenschel spielte Gitarre und sang dazu. Die Ortschronistin Astrid Schaefer (r.) hatte zuvor aus der Zeit vor einhundert Jahren berichtet. © MOZ/Sergej Scheibe

Demnach war dem Aufruf zum Waffengang damals in Basdorf teilweise sehr begeistert gefolgt worden. „Wie aus dem Protokollbuch der Basdorfer Freiwilligen Feuerwehr zu entnehmen, wurden einzelne Kameraden, so Walter Langnick, Alfred Schiele, Karl Hauschild und Georg Schiele, feierlich verabschiedet, als sie „des Königs Rock‘ anzogen. Man sammelte im November 1914 unter den Kameraden und der Bevölkerung „Liebesgaben‘, die den Soldaten mitgegeben oder zum Weihnachtsfest nachgeschickt wurden. Dies waren unter anderem 20 gute Zigarren. Bald kamen jedoch erste Nachrichten von Verletzten und Verwundeten, gar Toten“, berichtete die Ortschronistin am Sonnabend den Anwesenden.

1922 errichteten die Basdorfer in Erinnerung an die gefallenen oder vermissten Söhne auf dem Dorfanger ein Denkmal. Auf dem Denkmal wurden 17 Namen von gefallenen Männern und zwei von Vermissten eingraviert. „Ob wir ihrer als Helden gedenken, ist jedermann selbst überlassen, es sind vor allem Opfer“, so Astrid Schaefer.

Jana Radant hatte zuvor Zahlen des Krieges genannt. Nach heutigen Erkenntnissen starben damals weltweit neun Millionen Soldaten und sechs Millionen Zivilisten. Deutschland hatte unendlich viel Leid über andere Völker gebracht. „Damals entstand die Forderung, nie wieder Krieg“ erinnerte Jana Radant.

Peter Liebehenschel griff zum Abschluss der Gedenkveranstaltung zur Gitarre. Mit einem der bekanntesten Friedenslieder, nämlich „Sag‘ mir, wo die Blumen sind“, endete schließlich die feierliche Kranzniederlegung.

07.08.2014

Hans Still 07.08.2014 07:50 Uhr
Red. Bernau

Zeitdruck beim Basdorfer Kita-Umbau

Basdorf (MOZ) In der Basdorfer Kita „Rappelkiste“ haben die Handwerker die Regie übernommen. Bis zum Ende der Schulferien haben sie noch Zeit, die Modernisierung der Sanitär- und Gruppenräume voranzutreiben. Abgeschlossen sind die Arbeiten dann jedoch noch nicht.

Maurer und Elektriker teilen sich den Platz auf der Baustelle. © MOZ/Sergej Scheibe

Liane Hergt vom Wandlitzer Bauamt kann sich noch gut daran erinnern, wie sie beim ersten Besuch der Basdorfer Kita kurzzeitig die Orientierung verlor. „Alles war so verwinkelt, ich habe mich sogar verlaufen“, erzählt sie jüngst beim Baustellenbesuch. Schon damals entstand die Idee, die Anordnung der Räume übersichtlicher zu gestalten. Weniger Winkel, Schläuche, Anbauten oder Nischen, stattdessen klare Raumstrukturen.

Gelungen ist das durchaus, wie sich mit dem Baufortschritt auf der Baustelle mehr und mehr zeigt. Wände wurden aufgebrochen und versetzt, bislang getrennte Gruppenräume durch zweiflügelige Türen verbunden.

Fraglos ein Highlight sind die neuen Lichttunnel, die eingebaut wurden, um auch die hinteren Bereiche der Räume mit Tageslicht natürlich zu beleuchten. „Das gefällt mir ausgesprochen gut. Und die Erzieher sind auch sehr begeistert“, bestätigt Liane Hergt.

Kaum ein Stein auf dem anderen blieb in den Waschräumen. Das gemeinsame Töpfen der Kinder gehört schon länger zu den veralteten Praktiken, auch die kleineren Kinder sollen heute zeitig lernen, die Toilette zu benutzen. Um je nach Alter ein passendes WC zu finden, bekamen die Kinder selbige in drei unterschiedlichen Höhen eingebaut. In den Gruppenräumen wurden Schallschutzplatten angebracht und die Fußböden bekamen einen komplett neuen Aufbau.

Noch bis zum Oktober, erwartet Liane Hergt, werden sich die Arbeiten des ersten Bauabschnittes schlussendlich hinziehen. „Es wird nach den Ferien sicher schwieriger mit der Bauerei, dann sind Kompromisse gefragt“, ahnt sie schon. Derzeit befinden sich die 190 Kita-Kinder in der Räumen der Schule, einzig beim Spielen auf dem Freigelände bekommen sie mitunter das laute und manchmal auch staubige Baugeschehen mit.

300 000 Euro investiert die Wandlitzer Verwaltung in den ersten Bauabschnitt, weitere 350 000 Euro folgen im zweiten Bauabschnitt. Dann soll beispielsweise die Küchenanlieferung ebenerdig gestaltet werden, was gegenüber der jetzigen Lösung eine enorme Arbeitserleichterung darstellen würde.

Auffallend übrigens: Viele einheimische Firmen sind am Bau beteiligt,. Und es wird durchweg deutsch gesprochen. Die Zerpenschleuser Tischlerei Löffler, der Elektroplaner Roland Fahrendholz, die Klosterfelder Elektrofima Marz, der Bernauer Baubetrieb Raue oder der Bauhof Haßleben aus der Uckermark arbeiten beispielsweise auf der Baustelle mit.

12.08.2014 (Quelle: ODF – Fernsehen für Ostbrandenburg)

Hilfe für Namibia
Basdorfer Verein unterstützt afrikanisches Volk mit Schulmöbeln, Bettwäsche und Computern.
13.08.2014 (Quelle: ODF – Fernsehen für Ostbrandenburg)
Trickfilmworkshop
Kinder erstellen ihren ersten Trickfilm in der Bibliothek Basdorf

20.08.2014

Britta Gallrein 20.08.2014 20:44 Uhr
Red. Bernau

Ju-Jutsu-Talenteschmiede eröffnet

Basdorf (MOZ) Der PSV Basdorf ist neuer Landesstützpunkt für Ju-Jutsu in Brandenburg. Künftig können auch Sportler aus anderen Vereinen nach Basdorf kommen und dort trainieren – für Barnimer Kinder und Jugendliche ein großer Vorteil.

Hier bekommen Ju-Jutsuka den letzten Schliff: An der Sporthalle in Basdorf sind Philip Nguyen, Anne-Kathrin Schmidt und Maximilian Pick dabei, als Stützpunktleiter Jürgen Anke und PSV-Vorsitzender Michael Siebert (v.li.) das Schild enthüllen. © MOZ/Sergej Scheibe

Rund 80 Kinder, Jugendliche und Erwachsene lernen Ju-Jutsu beim PSV Basdorf. 2006 verlor der Verein mit dem Wegzug der Polizei-Fachhochschule seine Trainingsstätte. Als die neue Sporthalle in Wandlitz gebaut wurde, fand der PSV dort neue Trainingsmöglichkeiten. Derzeit werden beide Hallen in Wandlitz und in Basdorf genutzt. Doch die reichen bei weitem nicht aus. Bei den Trainingszeiten befinden sich die Kampfsportler in Konkurrenz zu anderen Vereinen, die Trainingszeiten sind knapp bemessen und die Raumkapazitäten sehr gering. „Wir bräuchten für das Training zum Beispiel Box-Säcke. Die haben wir aber nur in Basdorf, weil wir sie in Wandlitz nicht lagern können. Außerdem könnten wir über den Kreissportbund Trainingsgeräte bekommen, aber auch da fehlt der Platz, sie unterzubringen“, erklärt PSV-Trainer Jürgen Anke.

Die Zeiten könnten sich bald ändern. Auf dem Gelände der ehemaligen Polizeifachhochschule wird von Seiten der Gemeinde Wandlitz die alte Aula saniert. Die könnte der PSV bekommen. „Wenn alles klappt, könnten wir das Gebäude ab 2015 nutzen“, sagt Jürgen Anke.

Ju-Jutsu hat Tradition in Basdorf. „Brandenburgweit gesehen gibt es im Barnim eine Konzentration in Sachen Ju-Jutsu“, bestätigt Jürgen Anke. Bei den Deutschen Meisterschaften holen die Barnimer Athleten gute Platzierungen. Das findet auch Ausdruck im neuen Landesstützpunkt. Vier Trainer sind beim PSV Basdorf für den Bereich Ju-Jutsu zuständig. Künftig könnten auch Sportler zum Beispiel aus Eberswalde und Umgebung in Basdorf trainieren.

Ein Beispiel für das gute Training ist die Entwicklung von Maximilian Pick. Der 14-Jährige wurde jüngst Deutscher Meister in der U18 (-50 Kilo).

Der Stolzenhagener, der das Paulus-Praetorius-Gymnasium in Bernau besucht, kam vor sieben Jahren zum Ju-Jutsu. „Als ich das erste Mal da war, wollten die mich nicht, weil ich zu klein war“, erinnert sich der schlanke Schüler lachend. Aber als er in die Schule kam, ging es los. Vorher hatte er sich auch andere Sportarten angesehen. „Aber Ju-Jutsu hat mir gleich am meisten Spaß gemacht.“ Die Kombination aus Kickboxen und Judo, aus den Disziplinen Schlagen, Treten, Werfen und Halten faszinierte ihn.

Und der Kampfsport lag ihm offenbar. Inzwischen ist Maximilian eine der großen Nachwuchshoffnungen in seinem Sport. Sechsmal pro Woche trainiert er. Nicht nur auf der Matte, sondern er geht auch Joggen oder zum Krafttraining. Angst, verletzt zu werden, hat der 14-Jährige nicht. „Klar bekommt man auch mal was ab, aber das gehört dazu“, sagt er.

20.08.2014

Hans Still 23.08.2014 06:45 Uhr
Red. Bernau

Albrecht Preisler startet neu durch

Basdorf (MOZ) Wenn am Sonntag gegen 14 Uhr die Basdorfer Kirchenglocken läuten, steht in der evangelischen Kirche ein besonderer Gottesdienst bevor. Albrecht Preisler wird als neuer Pfarrer für Basdorf, Zühlsdorf und den Ort Wandlitz in sein Amt eingeführt.

Angekommen: Maria und Albrecht Preisler wohnen schon im Basdorfer Pfarrhaus. Am Sonntag wird Preisler als neuer Pfarrer für Basdorf, Zühlsdorf und Wandlitz ins Amt eingeführt. © MOZ/Hans Still

Es riecht nach frischer Farbe, im Flur der Pfarrwohnung von Maria und Albrecht Preisler versperren noch einige Kisten den Weg. So sieht es eben aus, wenn der Umzug aus Karstädt in der Prignitz gerade absolviert wurde und noch nicht alle Utensilien den rechten Fleck gefunden haben. „Wir sind schon weit, es ist fast perfekt“, macht sich Pfarrer Preisler Mut. Der Blick in sein Dienstzimmer bestätigt den Fortschritt: Der Laptop auf dem Schreibtisch ist arbeitsbereit, die Regalbretter stehen schon voller Bücher.

Gute Voraussetzungen für einen Start, der von „freudiger Erwartung“ begleitet wird, wie der 39-Jährige einräumt. „Ich bin sehr neugierig auf das Neue. Nach acht Jahren an einer Pfarrstelle sitzt dort jeder Handgriff. Ich freue mich jetzt auf die Dinge, die mich hier erwarten“, gewährt Preisler Einblick in seine Gedankenwelt. Gleichwohl kommt er nicht völlig unvorbereitet aus der Prignitz in den Barnim. Ganz so ländlich wie in der Ebene der Mark Brandenburg geht es hier nicht zu. Zum Pfarrsprengel Prignitz-Land gehörten zwölf Dörfer und 1400 Gemeindeglieder. Im Barnim betreut Preisler 1300 Gemeindeglieder in drei Orten. „So viel habe ich schon gespürt, die Kirchengemeinde ist sehr lebendig und lebt von ihren engagierten Gemeindegliedern, die gemeinsam mit dem Vakanzpfarrer Stephan Flade in der Vakanzzeit vieles organisiert haben und somit den Laden am Laufen hielten“, weiß Preisler bereits.

Ebenso kennt er die drei Gotteshäuser, die in einem „sehr lobenswerten baulichen Zustand“ sind. Vergleiche zur Prignitz fallen deutlich zu Ungunsten der Region im Nordwesten aus. „Dort gab es jedes Jahr eine Kirche zu sanieren. Das ist hier nicht der Fall.“

Gespürt hat der Pfarrer bereits ein großes Entgegenkommen in der Region. Mit der Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant gab es bereits ein Treffen, am Donnerstag schaute der Basdorfer Ortsvorsteher Peter Liebehenschel vorbei. Und auch mit vielen Gemeindegliedern führte er schon sehr intensive Gespräche, so dass Preisler durchaus eine Ahnung hat von den Erwartungen, die mit seinem Amtsantritt einhergehen. „Meine Amtsvorgängerin Janet Berchner leistete hier eine sehr anerkannte Kinder- und Jugendarbeit. Das möchte ich gern fortführen. Und ich weiß vom Runden Tisch und der Willkommenskultur in Wandlitz. Auch dort würde ich gern mitarbeiten und mich einbringen.“

Mitreißen möchte er die Gemeindeglieder beispielsweise bei den Gottesdiensten. Die feiert Preisler sehr gern, wie er erzählt. Hilfe dürfen auch die Besucher im Gottesdienst erwarten, die beim Liedgut nicht ganz so textsicher sind. „Ich singe sehr laut und nicht falsch, das lernt man in den Landgemeinden“, berichtet Preisler auf Nachfrage.

Privat gehört die Zeit neben den zwei Kindern und seiner Frau (sie ist Lehrerin) noch der Küche, in der er sehr gern für die Familie kocht. Gern spielt er auch abends Skat. Nachdem er die Prignitzer Skatfreunde verlassen hat, werden nun neue Skatbrüder im Barnim gesucht.

Die Nachbarn konnten die Preislers schon bei einem Grillabend kennenlernen. Die Pfarrerfamilie hatte zur Bratwurst eingeladen. Ob an diesem Abend auch die Musik der „Ärzte“ gespielt wurde, ist nicht überliefert. Preisler ist bekennender Fan der Berlin Band.

21.08.2014

Polizeiticker der MOZ

Wandlitz/Basdorf

Wie der Polizei am 21.08.2014, gegen 02:05 Uhr, mitgeteilt wurde, haben noch Unbekannte in der Prenzlauer Straße/Zühlsdorfer Straße einen Zigarettenautomaten zerstört. Die Täter flüchteten mit Bargeld in noch nicht abschließend bezifferbarer Höhe. Die Ermittlungen zum Tatgeschehen und zu den Flüchtigen laufen.

Fotos dazu von Reinhard Schaefer

28.08.2014

Hans Still 28.08.2014 03:45 Uhr
Red. Bernau

Wandlitzer Bürgerempfang erlebt dritte Auflage

Basdorf (MOZ) Unter dem Thema „Wandlitz in Bewegung“ findet am Sonnabend das Wandlitzer Bürgerfest statt. Es ist der dritte Bürgerempfang, den die Gemeinde statt eines Neujahrsempfangs ausrichtet. „Wir wollen mit den Bürgern ins Gespräch kommen und haben durchaus Neuigkeiten zur Zukunft in Basdorf“, bewirbt die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant den Nachmittag.

Von 15 bis 19 Uhr sind die Einwohner eingeladen, das Gelände der ehemaligen Polizeifachschule Basdorf zu erkunden. Dort plant die Gemeinde den Bau neuer Wohnungen – „Basdorfer Gärten“ ist der Name des Projektes. Im ehemaligen Casino gibt Norbert Illiges, der Geschäftsführer der Basdorfer Entwicklungsgesellschaft (BEG), nach den offiziellen Begrüßungsreden einen Überblick über das städtebauliche Konzept und die künftigen Entwicklungspotentiale für das ehemalige Polizeischulareal.

Neben Spaß und Spiel werden beispielsweise um 16.30 Uhr Führungen durch die künftigen „Basdorfer Gärten“ angeboten, um 17 Uhr geht es zum Fledermausquartier, ebenfalls um 17 Uhr steht ein Gang zum Basdorfer „Wiesenpark“ an, in dem später einmal Freizeit- und Naturerlebnisse zu finden sein werden.

Verschiedene Vereine und die Polizeifachhochschule werden sich vorstellen, die Tänzer der Eastside Fun Crew treten auf, die Verkehrswacht bietet einen Fahrradparcours, es gibt Segway-Angebote, eine Hüpfburg und natürlich Speisen und Getränke.


30.08.2014

Hans Still 30.08.2014 05:45 Uhr
Red. Bernau

Basdorf erhält eine neue Note

Basdorf (MOZ) Mit dem Wohnprojekt „Basdorfer Gärten“ plant die Gemeinde nach eigenem Bekunden, ein „dickes Brett“ zu bohren. Die Rede ist von zwei Wohnblöcken auf dem Gelände der ehemaligen Polizeifachhochschule, in denen die Gemeinde für schlanke 6,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnraum anbieten will.

Kühn entworfen: Das Büro 2bArchitekten untersuchte Möglichkeiten, wie die Kasernen zu ansprechendem Wohnraum umgestaltet werden könnten. Herausgekommen ist diese Variante mit Fahrstühlen und Dachterrassen. Hinterm Haus sind Gärten möglich. © Büro 2bArchitekten

„Das Barnim-Panorama war mit sieben Millionen Euro bislang unsere größte Investition. Bei diesem Wohnprojekt kostet allerdings schon ein Wohnblock etwa sechs Millionen Euro. Sie sehen, wir haben in Basdorf Großes vor“, wirbt der Wandlitzer Kämmerer Christian Braungard im Basdorfer Ortsbeirat. Zur Untermalung seines forciert vorgetragen Redestroms wirft er via Beamer Bilder und Tabellen an die Wand – ein moderner Bau scheint das von Architekt Oliver Borcherte umgestaltete Gebäude zu werden. Jeder zweite Aufgang bekommt einen Fahrstuhl, die lange Dachfront wurde mittels Dachterrassen aufgebrochen.

Bereits 2013 sei eine Machbarkeitsstudie beim Büro 2bArchitekten in Auftrag gegeben worden, bei der die ehemaligen Kasernengebäude untersucht wurden. Danach fiel die Wahl auf zwei Blöcke mit einem Keller, der überraschenderweise nur 30 Zentimeter in den Boden hineinragt. „Dort kann das untere Geschoss mit 2,70 Meter Raumhöhe als Vollgeschoss ausgebaut werden. Und auch für die Barrierefreiheit sind diese Bedingungen ideal“, erklärt Braungard den Mitgliedern des Ortsbeirates. Pro Wohnblock können je nach Größe bis zu 50 Wohnungen entstehen.

Zusammengefasst entwirft der Kämmerer die Vision eines neuen Wohngebietes, das abweichend von der bisherigen Basdorfer Bebauung auch Mehrgeschosser zu bieten hat und mit einer Kombination von Wohnen, Grün, Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten überzeugt. So gibt es bereits das Interesse eines Discounters, dort einen Markt zu eröffnen.

Die Finanzierung stellt sich dank der aktuellen Niedrigzinsphase durchaus komfortabel dar. Bei 2,5 Millionen Euro Eigenmittel und 3,5 Millionen Euro Kredit sowie einer jährlichen Tilgung von vier Prozent wurde die Laufzeit des Vorhabens auf 25 Jahre angesetzt. „Wir kalkulieren eine Kaltmiete von 6,50 Euro und halten das für einen guten Preis. Der jährliche Gewinn der Gemeinde liegt dann bei 60 000 Euro pro Jahr oder bei einer Rendite von 2,38 Prozent. Für dieses Geld würde ein privater Investor sicher nicht antreten, das wäre ihm zu wenig Rendite“, trägt Braungard einige Eckzahlen der Finanzierung vor.

Beim Bürgerfest der Gemeinde Wandlitz auf dem Gelände der ehemaligen Polizeischule am heutigen Sonnabend (15 bis 19 Uhr) soll das Projekt den Einwohnern erklärt werden. Und es werde eine Befragung durchgeführt, um zu erkunden, welche Wohnungsgrößen besonders gefragt sind.

01.09.2014

Quelle ODF TV – News Barnim

Dritter Wandlitzer Bürgerempfang     (VIDEO)
Großflächige Umnutzung der ehemaligen Polizeischule
Der dritte Bürgerempfang der Gemeinde Wandlitz fand unter dem Motto „Alles in Bewegung“ auf dem ehemaligen Polizeischulgelände am Samstag in Basdorf statt. Der Veranstaltungsort selbst war auch der Hauptbestandteil des Treffens, zu dem Bürgermeisterin Jana Radant einlud. Den Bürgern wurden die zukünftigen Ausbau-Pläne für den Ortteil Basdorf vorgestellt. Alle Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Polizeischule sind nun abgeschlossen. Insgesamt wurden 34 Gebäude dem Erdboden gleich gemacht und über 112.000 Tonnen Schutt entfernt. Diese Vorarbeiten haben 14 Monate angedauert und schlugen mit 3,2 Millionen Euor zu Buche. Nun möchte man das Areal neu nutzen und die noch vorhandenen, denkmalgeschützten Gebäude umfunktionieren. So soll auf dem 42 ha großen Grundstück eine Teilung in 3 Flächen stattfinden. Auf dem ersten Teil soll ein Wohnpark mit verschiedenen Neu- und Ausbauten entstehen. Das Projekt unter dem Namen „Basdorfer Gärten“ sieht vor, altersgerechten und zugleich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Hierfür sollen ein bis zwei der alten Kasernengebäude umgebaut werden, um 50 bis 100 Wohneinheiten zu schaffen. Zusätzlich sollen in der Nähe der Wohnungen Pachtgärten zur Verfügung gestellt werden. Auf der zweiten Fläche soll ein Wiesenpark zum Skaten oder relaxen einladen. Entstehen soll ein Wechselspiel aus intensiv genutzten Flächen, wie Spiel- und Sportbereichen für alle Altersgruppen und offenen Aufenthaltsbereichen mit extensiven Vegetationsflächen. Im Mittelpunkt und als zentrales Element soll der Parkloop fungieren. Ein Rundweg, der am vorhandenen Biotop und Baumbeständen vorbei führt. Die breite des Weges variiert, sodass man an Ausbuchtungen genug Platz für sportliche Übungen hat. Durch den besonderen Belag aus rötlichem Asphalt soll der Parkloop nicht nur bei jedem Wetter begehbar, sondern auch für Radfahrer und Skater befahrbar sein. Der dritte Teil soll für Einkaufsmöglichkeiten und für das Gemeinwohl genutzt werden. Das alte Wachhaus wird zum Gemeinschaftshaus umgebaut. In diesem sollen neben einer Arztpraxis und Rettungsdienst auch Platz für Fitness- und Wellnessräumen, sowie verschiedenen Versammlungsräumen sein. Desweiteren wird die Ökologische Bauweise auf dem gesamten Areal sehr groß geschrieben, denn der geplante Supermarkt soll in einem sogenannten „Green-Building“ entstehen. Ein Haus, das auf den neuesten, technologischen Stand, nach den Richtlinien der „Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“ basiert. Dieser Qualitätsstandart soll als Referenzprojekt für weitere Neubauten auf dem Areal dienen. Das alte Kasino-Gebäude, welches mitten auf der Anlage steht, wird für den Ortsansässigen Polizeisportverein ausgebaut. Zukünftig findet der Bürger hier eine großzügig, überdachte Sportstätte und einen einmaligen Veranstaltungsort. Der nächste Bürgerempfang ist auch schon für nächstes Jahr am Pfingstwochenende geplant. Dieser soll dann in Zerpenschleuse stattfinden.

Für weitergehende Informationen gehen Sie einfach zum Internetauftritt der Basdorfer Gärten.

24.09.2014

Hans Still 24.09.2014 05:45 Uhr
Red. Bernau 

Neue Rettungswache gesucht

Basdorf (MOZ) Basdorf steht vor rasanten Entwicklungen. Die künftige Wohnbebauung auf dem ehemaligen Polizeifachschul-Gelände ist jedoch nicht das einzige Projekt im Köcher der Gemeindeverwaltung. Nun deuten sich auch für das ehemalige Wachgebäude gravierende Veränderungen an.

So könnte es aussehen: Die Gemeinde Wandlitz hat sich bereits weit reichende Gedanken gemacht. © MOZ/Hans Still

Noch wirkt das Wachgebäude wie ein Bau wie aus einer vergangenen Zeit, die Fassade versprüht den Glanz des letzten Jahrtausends. Dabei muss das Gebäude keineswegs ohne Zukunft bleiben, denn es gibt jetzt die Idee, dort eine neue Rettungswache des Landkreises unterzubringen. Gedanken dazu hat Kämmerer Christian Braungard jüngst den Basdorfer Mitgliedern im Ortsbeirat vorgetragen. Wohlweislich versah er seine Ausführungen mit dem Vorsatz einer Idee, die natürlich Befürworter benötigt.

Anlass der neuen Überlegung liefern offenkundig die Kapazitätsprobleme der bisherigen Basdorfer Rettungswache. „Dort sind zwei Teams untergebracht, obwohl nur Platz für ein Team wäre. So wurde die Wache einmal konzipiert“, berichtete Braungard den Abgeordneten. „Die Zustände in der Feuerwehr sind nicht länger haltbar“, resümiert Braungard. Eine Einschätzung, die Anita Stahnke, Geschäftsführerin der Rettungsdienst GmbH des Landkreises Barnim, nur bestätigen kann. „Es ist richtig, wir sind in Basdorf auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten für unsere Wache. Dort sind zwei Teams untergebracht, das kann nicht ewig so weitergehen“, unterstreicht die Geschäftsführerin. Dabei stellt sie klar, dass es mit der Gemeinde lediglich Vorgespräche gab. „Wir sind auf der Suche, das bedeutet, jeder Anbieter kann sich melden und dann reden wir darüber. Aber richtig ist, wir haben auch bei der Gemeinde angefragt.“

Positiv wäre es, wenn auch die zukünftige Rettungswache an der B 109 liegen könnte. Das verkürzt die Einsatzzeiten von der Alarmierung bis zum Eingreifen vor Ort. Kämmerer Braungard hat sich indes Gedanken gemacht, wie das ehemalige Wachgebäude einmal genutzt werden könnte. Einen Aspekt darf er dabei nicht außen vor lassen: Das Gebäude befindet sich auf der Denkmalliste des Landkreises, was nichts anderes bedeutet, als das es Restriktionen seitens des Denkmalschutzes beim Umbau des Gebäudes geben könnte.

Den Raumbedarf der Rettungswache beziffert der Kämmerer mit zwei Räumen mit jeweils 70 und 40 Quadratmetern Größe. Hinzu kommt eine Küche sowie erwartungsgemäß Unterstellmöglichkeiten für die Technik. „Die räumlichen Möglichkeiten wären hervorragend. Und wir hätten den Vorteil, dass wir beim notwendigen Ausbau der Immobilie genau auf die Bedürfnisse der Rettungsdienst GmbH eingehen könnten“, zeigt sich Braungard von den Voraussetzungen überzeugt.

Allein 219 Quadratmeter bietet des Gebäude im Keller, wobei die Arrestzelle eingerechnet wurde. Weitere 490 Quadratmeter kommen im Erdgeschoss dazu. Aus diesem Flächenüberfluss möglichst sinnvolles Kapital zu schlagen, gehört zu den Prämissen, die Braungard in Basdorf darstellt. „Wir sehen noch die Möglichkeit, Praxisräume für einen Arzt einzurichten. Auch wäre eine Physiotherapie denkbar sowie die Möglichkeit, Kraftsporträume für den Polizeisportverein (PSV) zu integrieren.“ Das Investitionsvolumen liegt nach den bisherigen Schätzungen bei immerhin 960 000 Euro. Der Grundsatzbeschluss zu diesem Vorhaben wird heute Abend ab 19 Uhr beim Basdorfer Ortsbeirat im Hotel „Barnimer Hof“ diskutiert.

09.10.2014

Hans Still 09.10.2014 22:00 Uhr
Red. Bernau

Bauausschuss votiert für neue Rettungswache

Basdorf (MOZ) Der Wandlitzer Bauausschuss plädiert für den Umbau des Wachgebäudes auf dem Gelände der ehemaligen Basdorfer Landespolizeischule. Damit dürfte einem Beschluss der Vorlage in der nächsten Gemeindevertretung nichts entgegen stehen. Das Projekt verläuft sich auf knapp eine Million Euro Kosten und beinhaltet beispielsweise Räume für eine vergrößerte Rettungswache in Basdorf. In der jetzigen Rettungswache logieren zwei Teams, obwohl die Räume nur für ein Team geeignet sind. Der Basdorfer Abgeordnete Uwe Liebehenschel (CDU) bestätigte im Ausschuss die Sorgen der zum Landkreis Barnim gehörenden Rettungsdienst GmbH und signalisierte Zeitnot. „Das Unternehmen sucht jetzt ein neues Objekt. Wir können eine Lösung aufzeigen oder der Kreis baut an anderer Stelle ein eigenes Gebäude.“ Roland Fahrendholz (SPD) kam dagegen auf die Arbeitsplätze zu sprechen. „Durch die Förderung des Abrisses auf diesem Gelände haben wir Auflagen zu erfüllen. Eine dieser Auflagen bedeutet, dass wir einen bestimmten Anteil Gewerbemieter nachweisen müssen. Wir sichern also Basdorfer Arbeitsplätze.“

Weitere Mieter sind bereits avisiert: So soll die Kraftsportabteilung des PSV Basdorf Platz für eine Mucki-Bude bekommen, und es gibt dem Vernehmen nach den Wunsch eines Arztes, dort eine Praxis zu eröffnen. Freundliche Zurückhaltung bis stark zweifelnde Blicke erntete Marita Kalinowski (Grüne/B90/Linke/UWG), die sich mit der Frage einbrachte, ob denn auch über andere Nutzungsalternativen nachgedacht worden wäre. Der Aufforderung Liebehenschels, doch eigene Vorschläge einzubringen, folgte dann allerdings keine Meinungsäußerung. Ausschussvorsitzender Oliver Borchert (F.Bg.W) gab der Verwaltung den Rat mit, anders als beim Wandlitzer Sozialgebäude gleich das Thema Barrierefreiheit und damit den Einbau eines Fahrstuhls zu bedenken.

22.10.2014

Hans Still 22.10.2014 08:00 Uhr
Red. Bernau

Wandlitz plant Millionen-Projekte

Wandlitz (MOZ) Investitionen in Millionen-Höhe hat sich die Gemeinde Wandlitz für das Jahr 2015 vorgenommen. Der Etatansatz liegt im Grobkonzept vor, demnächst beginnen die Diskussionen darüber. Besonders Basdorf und Wandlitz könnten vom Baugeschehen profitieren. Der Investitionsetat umfasst 10,6 Millionen Euro.

Immerhin 90 Vorschläge gingen bei der Kämmerei ein – die Wandlitzer Ortsbeiräte und die Fraktionen hatten sich umfangreich Gedanken gemacht, welche Vorhaben sie umsetzen wollen. „Wir werden nicht alles anpacken können“, dämpft Kämmerer Christian Braungard angesichts der Fülle der Ideen schon vor den eigentlichen Haushaltsberatungen. Ungeachtet dessen gelten Projekte wie der Bau eines neuen Sozialgebäudes am Wandlitzer Kunstrasenplatz als gesetzt. Anfangs waren dafür 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Nunmehr plant Braungard mit 1,7 Millionen Euro, da der Landkreis den Einbau eines Fahrstuhls zur Barrierefreiheit durchgesetzt hat.

Für Basdorf steht der Umbau des Wachgebäudes an der B 109 auf dem Plan, veranschlagt wurden dafür 920 000 Euro. Für das Projekt stehen mehrere Abteilungen der Wandlitzer Verwaltung auf dem Gaspedal, da mit der Rettungsdienst GmbH des Landkreises ein verlässlicher Mieter als Interessent vor der Tür steht. Ebenfalls ein Millionen-Projekt: Der Lanker Multifunktionsbau, der der Feuerwehr, der Kita und dem Gemeindezentrum Platz bieten soll.

360 000 Euro stehen für einen Radweg zwischen Lanke und Ützdorf zur Verfügung. „Die Voraussetzung ist allerdings, dass Fördermittel fließen“, ergänzt der Kämmerer zu dieser Position. Ebenfalls mit Fragezeichen versehen: Für den Bau eines Jugendklubs in Wandlitz stehen vorsorglich 400 000 Euro auf dem Papier. Konkrete Absprachen gibt es zu dieser Idee zwar noch nicht, aber Nadine Kiprowski und Monika Braune (Einzelbewerber/Wahlplattform) haben diesen Antrag zur Haushaltsdebatte 2015 eingereicht.

Durchaus beachtliche Summen bringt 2015 die Abteilung Tiefbau unter die Erde. Die Sanierung der Klosterfelder Gartenstraße schlägt mit 625 000 Euro zu Buche, der zweite Bauabschnitt der Wilke-Siedlung soll sogar 1,3 Millionen Euro kosten. In Basdorf steht die Nelkenstraße auf dem Plan, ein Vorhaben, das mit 726 000 Euro eingepreist wurde. Ähnlich teuer dürfte der Straßenbau im Ortsteil Wandlitz kommen, die Straße Auf der Heide soll für 760 000 Euro erneuert werden.

Zerpenschleuse profitiert von der Wassertourismusinitiative Nord, die Investitionen von 1,3 Millionen Euro in den Ort im Wandlitzer Norden gebracht hat. 563 000 Euro steuert Wandlitz aus dieser Summe bei. „Das sind Projekte wie ein Kanueinlass und eine Slipanlage“, erklärt Kämmerer Braungard dazu.

Weitere Ideen liegen vor: So soll in Absprache mit der Forst der Radweg zwischen Prenden und Sophienstädt instandgesetzt werden. Ein Teil der Prendener Mühlengasse steht auf dem Sanierungsplan und ebenfalls in Prenden befindet sich der Wohnmobilplatz, der eine Einfassung aus Hecken sowie Pflasterungen bekommen soll.

24.10.2014

Hans Still 24.10.2014 22:00 Uhr
Red. Bernau

Kleine Geheimnisse einer glücklichen Ehe

Basdorf (MOZ) „Tanzen Sie Fox“, war sein erster Satz an die Frau, mit der Georg Planert am Freitag in Basdorf glücklich die Eiserne Hochzeit feierte. Das liegt nun allerdings 67 Jahre zurück und fand in Eberswalde statt. Ursel Planert (89) erinnert sich noch genau an den Silvesterabend 1947. Damals saß sie mit Freundinnen im Haus ihrer Eltern beieinander und es fehlte ihnen ein Tänzer. „Ich kam in den Raum, habe die Mädels angesehen und mich gleich für Ursel entschieden“, erzählt Georg Planert die Geschichte der ersten Begegnung aus seiner Sicht.

Ursel und Georg Planert leben seit sieben Jahren in Basdorf und haben sich 1947 in Eberswalde kennengelernt. © MOZ/Hans Still

Tags darauf stand der 23-jährige Bursche wieder vor dem Haus in der Eberswalder Karl-Bach-Straße 13, schließlich hatte er sich gleich verabredet. „Ihre Eltern baten mich bei der Kälte ins Haus, so war ich dann schon in die Familien eingeführt“, berichtet der heute 88-Jährige weiter, der damals gerade aus der Gefangenschaft heimgekehrt war.

Knapp zwei Jahre später, also am 24. Oktober 1949, heiratete das Paar. Sie in Weiß, er mit einem Anzug und einer feschen Fliege. „Es war alles geborgt, nichts gehörte mir davon“, gesteht der rüstige Rentner heute. Bis morgens um 8 Uhr wurde damals getanzt und gefeiert.

Im Hans-Ammon-Werk Eberswalde arbeitete Planert als Former, später studierte er und wurde Gießerei-Ingenieur. „Die Russen hatten nach dem Krieg im Hans-Ammon-Werk, einem Teilbetrieb von Ardelt, alles bis auf die Grundmauern abgebaut. Selbst den Kran für die Gießerei demontierten sie, sodass wir Koks und Schrott mit der Hand zum Ofen hochtragen mussten“, lässt der Senior sein Wissen über die Stahlzeit in Eberswalde aufblitzen. Zwischen Eberswalde und Finow besaß das Paar später einen Garten, da lebten sie schon in Berlin. Ursel Planert war Investitionskauffrau bei Bergmann-Borsig und auch zu Hause für die Finanzen zuständig. Georg Planert verantwortete bei der Planungskommission der DDR den Stahlhandel und kannte sich mit den Gießereien des Landes aus.

Das Geheimnis ihres Eheglücks erscheint beim bloßen Zuhören recht einfach: „Mein Mann ist ruhiger als ich, wir haben uns nie ernsthaft gezankt“, sagt Ursel Planert. Und ihr Mann: „Manchmal habe ich nur ja, ja gesagt.“ Zudem erfreue sich das kinderlose Paar immer am Reisen. Den Ostblock durchstreiften sie zu DDR-Zeiten ausgiebigst, nach der Wende ging es in die Welt hinaus. „Es gibt kaum eine Stelle, die wir nicht gesehen haben. Na doch, in Warschau waren wir nie“, sagen beide und träumen von der nächsten Reise.´

27.10.2014

Quelle ODF TV-News Barnim

Seniorencomputerkurs
Computertechnik und Anwendung für die Generation 60 plus    (VIDEO)

Sie wollen dabei sein, mitreden, sich mit der heutigen Computertechnik auseinandersetzen, sich nicht sagen lassen..du hast ja keine Ahnung..!!. Die Generation 60 plus. Dafür besuchen sie regelmäßig den Computerkurs für Senioren in Basdorf. Dort werden ihnen die Grundlagen für PC – und Internetnutzung gezeigt. Wir haben uns das einmal angeschaut. Für viele Menschen ist er mittlerweile selbstverständlich, der tägliche Umgang mit Notebook und PC. Die richtige Handhabung der Maus, dem Schreibprogramm, das surfen im Internet. Im Alltag kaum noch wegzudenken. An dieser Entwicklung wollen auch die Teilnehmer des Seniorencomputerkurses in Basdorf teilhaben. Nicht mehr von den Enkeln belächelt werden, mitreden können , eigenständig den Computer bedienen. Briefe und Mails schreiben, im Internet surfen und bestellen können, das ist das Ziel der Kursteilnehmer. Von ehemals acht internen Bibliothekscomputern, werden nur noch drei benötigt, da die meisten Teilnehmer ihren eigenen Laptop mitbringen. An dem wird zu Hause weiter geübt. Das Gelernte gleich umgesetzt. Im Kurs wird oft noch Hilfe benötigt, manchmal auch untereinander. Doch die Sicherheit im Umgang mit dem PC wächst und bald wird sicher jeder Mausklick sitzen.

28.10.2014

Hans Still 28.10.2014 07:55 Uhr
Red. Bernau

Heftiger Schlagabtausch

Wandlitz (MOZ) Über die beabsichtigte Umnutzung des Wachgebäudes auf dem Gelände der ehemaligen Basdorfer Polizeihochschule ist es in der Wandlitzer Gemeindevertretung zu einem heftigen Schlagabtausch gekommen. Das von der Verwaltung an den Tag gelegte Tempo sorgt zunehmend für Verärgerung.

Hartmut Kufeld (CDU) © MOZ/Hans Still

Geht es nach dem aktuellen Stand der Planungen, gibt es zwar Mieter im zu sanierenden Wachgebäude, doch der Ortsbeirat Basdorf gehört überraschenderweise nicht dazu. „Genau genommen haben wir keine gemeindliche Nutzung in diesem Komplex“, stellten in der Gemeindevertretung gleich mehrere Abgeordnete fest.

Die Gründe für die Änderungen erläuterte Kämmerer Christian Braungard. Demnach gehört die Rettungsdienst GmbH des Landkreises zu den künftigen Mietern. Geschäftsführerin Anita Stahnke steht allerdings unter Zeitdruck und würde lieber heute als morgen einziehen. In der Basdorfer Feuerwehr logieren nämlich zwei Teams, obwohl der zur Verfügung stehende Platz nur für ein Team konzipiert wurde.

Ebenfalls fest eingeplant ist die Abteilung Kraftsport des Polizeisportvereins (PSV).

Bislang galt die Vorstellung, die Sportler würden im Keller eine Mucki-Bude errichten. Nunmehr stellte sich aber heraus: Die Kraftmaschinen – gemeint ist die Technik – brauchen eine Raumhöhe von mindestens 2,70 Meter. Diese Höhe wäre im Keller nicht gegeben. Ergo ergaben sich Überlegungen, die anvisierte Praxis eines Allgemeinmediziners in den Keller zu verlegen, die Abteilung Fitness dagegen ins Erdgeschoss. „Daher haben wir die Raumaufteilung geändert“, begründete Braungard den Abgeordneten die neuen Umstände.

Kerstin Berbig (Linke, Grüne/B90/UWG) wollte diesen Erklärungen nur bedingt folgen. „Irgendwie zäumen wir das Pferd von hinten auf. Der vorgelegte Plan stimmt doch so gar nicht“, bemerkte sie. Und Jürgen Hintze (Die Unabhängigen) forderte die Verwaltung auf, zügig Vorverträge auszuhandeln, um Sicherheit über künftige Mieter und Einnahmen aus der Vermietung zu gewinnen. Monika Braune (EBWP) zeigte hingegen Verständnis für die Veränderungen, schließlich handele es sich ja um einen Grundsatzbeschluss. Marita Kalinowski (Linke, Grüne/B90/UWG) zog angesichts der kalkulierten Bausumme von 1,3 Millionen Euro als erste Abgeordnete schärfere Argumente aus dem Köcher: „Wenn ich mir die Summen ansehe, dann sind wir hier aber doch sehr groß großzügig. Wir reagieren, statt zu agieren. Besser wäre es doch, wir hätte einen eigenen Plan.“

Hartmut Kufeld (CDU) legte verbal nach und machte klar, wie er die Bemühungen der Verwaltungen bewertet: „Wir reden hier über 1,3 Millionen Euro, es gibt keine Vorverträge, sondern nur Lippenbekenntnisse. Das alles ist mit heißer Nadel gestrickt, ich bin dagegen.“ Wenig später hagelte es erneut harsche Kritik von seiner Seite: „Ich wundere mich, wie die Verwaltung dieses Projekt durchpeitschen will. Über das Sozialgebäude am Wandlitzer Kunstrasenplatz haben wir fast zehn Jahre lang geredet.“

Dem Basdorfer Ortsvorsteher Peter Liebehenschel platzte angesichts dieser Ablehnungen der Kragen, was Anwesende deutlich hören konnten. „Ich wundere mich sehr. Einige Abgeordnete scheinen die Vorlage nicht gelesen zu haben und stehen hier auf, um dagegen zu wettern und zu stänkern. Nichts als Stänkern ist das.“ Später entschuldigte sich der Basdorfer dafür. Der Bauausschussvorsitzender Oliver Borchert (F.Bg.W) vermittelte schließlich: Er schlug eine weniger festlegende Formulierung in der Vorlage vor. Demnach darf die Verwaltung das Projekt vorantreiben und soll auch Vorverträge abschließen. Aber den Abgeordneten bleibt auch später noch das Recht, abzulehnen und Nein sagen zu können.

14.11.2014

Hans Still 14.11.2014 

Bebauungsplan zunächst abgewählt

Basdorf (MOZ) Geht es um die Erschließung des ehemaligen Basdorfer Polizeihochschulgeländes, stehen die Behörden auf dem Gaspedal. Das Projekt erfährt eine wohlwollende Begutachtung und kommt sichtlich voran. Ob dieses Schrittmaß auch für die Einleitung eines Bebauungsplanes am „Mühlenbecker Damm“ gilt, muss sich hingegen noch erweisen. Die ersten Vorzeichen erscheinen nicht so positiv, wie Ortsvorsteher Peter Liebehenschel nun bestätigt. „Aus gemeindlicher Sicht sehen wir dafür keine Notwendigkeit. Das Gelände befindet sich im Außenbereich und bietet derzeit noch sehr viel schützenswerten Wald. Und dann haben wir ja mit dem Polizeihochschulgelände auch ein Areal, auf dem Basdorf zunächst wachsen kann“, gibt Liebehenschel die Meinung des Ortsbeirates wieder. Dieser hatte das Anliegen abgelehnt und hofft nun, dass auch der Bauausschuss und später die Gemeindevertretung sich ebenso positionieren. Die Vorlage gewährt einen Einblick in die Geschichte des Grundstücks. Bereits vor 14 Jahren fasste die damalige Gemeindevertretung einen Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsblam „Mühlenbecker Straße/Im Grund“. 2002 bemühte sich die Gemeinde dann, mit dem Evangelischen Johannesstift ins Benehmen zu kommen, um das angrenzende Areal mit in den Bebauungsplan aufzunehmen. „Diese wurde aber vom Eigentümer auf mehrfache Nachfrage abgelehnt“, heißt es dazu. Im März 2013 kam nunmehr das Evangelische Johannesstift auf die Gemeinde zu, um die Grundstücke zu erschließen. Dies scheitert nun an einer öffentlichen Zuwegung und an der Tatsache, dass die Fläche künftig als Wald ausgewiesen wird.

17.11.2014

Jürgen Anke 17.11.2014 20:50 Uhr
Red. Bernau

Gold-Regen für Barnimer Ju-Jutsuka

Und Britta Gallrein Basdorf (MOZ) Der PSV Basdorf hatte zum „18. Pokal der Gemeinde Basdorf“ eingeladen. 109 Kämpfer von 12 Vereinen aus den Bundesländern Berlin, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg waren vor Ort. Es waren 160 Kämpfe auf drei Wettkampfmatten notwendig, bis der letzte Sieger in den Altersklassen U8 bis U15 ermittelt wurde.

Mädchen mit Durchschlagskraft: In der Altersklasse U10 (bis 44 Kilo) kämpft die Basdorferin Leni Zuchowski (l.) gegen Lena Stingl aus Ziesar. Die Basdorferin holte sich in ihrer Altersklasse am Ende die Bronzemedaille.             © MOZ/Sergej Scheibe

Eine großartige Stimmung herrschte am Wochenende in der Basdorfer Sporthalle. Nach einer tollen Eröffnung, bei der Landestrainer Martin Scheibe feierlich vom PSV Basdorf verabschiedet wurde, sorgten zwei Breakdancer und eine junge Sängerin für ordentliche Stimmung in der Sporthalle. Dann durften endlich die jungen Kämpfer auf die Matte.

Dabei präsentierten sich die Barnimer Ju-Jutsu Kämpfer sehr stark. Die Kämpfer aus SV Schorfheide, vom 1. Ju-Jutsu-Verein Bernau, des TSV Lindenberg und der gastgebende PSV Basdorf errangen 18 von 26 Goldmedaillen. Alle Teilnehmer zeigten tollen Sport. Die mitgereisten Eltern und Sportfreunde unterstützten ihre Kämpfer lautstark und waren begeistert von den gezeigten Leistungen, die schon hohes Niveau aufwiesen.

Vom PSV Basdorf ragten dieses Mal Johann Bundt und Stefan Kühn in der U10 heraus. Kühn startete in der Gewichtsklasse bis 33 Kilo. Er konnte nach dem schweren Auftaktkampf, den er knapp gegen Brosius aus Schönebeck gewann, weitere zwei Kämpfe vorzeitig gewinnen. Im Finale gewann er gegen den Bernauer Philipp Nöckler deutlich nach Punkten. Johann Bundt kämpfte in der Gewichtsklasse bis 38 Kilo. Er gewann alle drei Vorrundenkämpfe deutlich. Im Finale besiegte er den Bernauer Kevin Höhnow vorzeitig und setzte sich souverän durch.

Einen weiteren Sieg gab es im vereinsinternen Duell für Maxim Schliedermann, der sich gegen Theodor Hennig und Linus Wilke durchsetzen konnte.

Sehr gute Leistungen zeigten die Basdorfer Nino Schade, Leonie Berger und Celina Path in der U12, die mit ihrem Können hervorragende zweite Plätze belegten. Für die kleine Finja Sieder war es der erste Wettkampf im Ju-Jutsu in der U10. Sie war kämpferisch sehr stark, zeigte tolle Fußtechniken und belegte einen sehr guten zweiten Platz.

Überraschen konnte Lena Hengelhaupt in der U 15. Mit zwei vorzeitigen Siegen schaffte sie den Einzug ins Finale. Dort wurde sie von der Bernauerin Emma Alberta Ernst besiegt, die auch als „Beste Kämpferin“ vom Veranstalter geehrt wurde. Als „Bester Kämpfer“ wurde Johann Bundt vom PSV Basdorf ausgezeichnet.

Den „Pokal der Gemeinde Basdorf“ gewann der 1. JJV Bernau vor der SV Schorfheide und dem 1. JJV Schönebeck. Der PSV Basdorf belegte dieses Jahr den vierten Platz.

Mehr als zufrieden waren auch die Kämpfer vom SV Schorfheide. Sie erzielten mit fünf Goldmedaillen und zweimal Bronze ein tolles Ergebnis für diesen kleinen Verein. Die Krönung war der Zweite Platz in der Mannschaftswertung, noch vor dem großen Verein aus Basdorf. Gold holten für den SV Schorfheide Michelle Dietrich in der u12 -56 Kilo, Johann Wolf in der U10 -28 Kilo, Franz Gericke in der U12 -38 Kilo, Florian Weiß in der U12 -32 Kilo und Jakob Dietrich in der U8 -29 Kilo, der übrigens in Basdorf seinen ersten Kampf überhaupt bestritt.

Bronze holte sich Charlotte Wolf in der U12 bis 32 Kilo. Ganz besonders freute sich auch Marwin Schulze über seine Bronzemedaillie. Beim letzten Wettkampf hatte es noch nicht für eine Medaille gereicht, aber jetzt hatte sich der Schorfheider noch einmal gesteigert und schon klappte es mit dem dritten Platz. Trainiert werden die Schorfheider von Sascha Dietzel.

Aber auch Gastgeber PSV Basdorf konnte mit den Erfolgen seiner Mitglieder zufrieden sein. Finja Sieder holte Silber und Vereinskollegin Helena Greil Platz vier in der U10 27 Kilo. Leni Zuchowski erreichte die Bronzemedaille (bis 44 kg).

Gold gab es bei den Jungen U10 für Stefan Kühn bis 33 Kilo. Ebenfalls Gold sicherte sich Johann Bundt in der AK bis 38 kg. Die dritte Goldmedaille in dieser Altersklasse erkämpfte sich Maxim Schliedermann in der Gewichtsklasse bis 43 Kilo. Seine Vereinskollegen Theodor Hennig und Linus Wilke holten sich die Plätze zwei und drei.

Silber schnappte sich die Basdorferin Celina Path bei den weiblichen U12 bis 37 Kilo. In der Gewichtsklasse bis 43 Kilo gab es Silber für Leonie Berger bis 43 Kilo, Katharina Horsch belegte Platz fünf in der Gewichtsklasse bis 32 Kilo. Bei den Jungs U12 bis 37 Kilo erkämpfte sich Nino Schade Silber. Der vierte Platz ging an Odin Busch (bis 48 Kilo), Platz drei für Erik Scharf (bis 53 Kilo). Zwei zweite Plätze holten in der U15 Desiree Schmalz (bis 36 Kilo) und Lena Hengelhaupt (bis 52 Kilo). Bei den Jungs U15 (über 66 Kilo) erreichte Nicolas Strykowski und Erik Isenberg die Plätze vier und fünf.

03.12.2014

Brigitte Horn 03.12.2014 06:00 Uhr
Red. Bernau

Spielsachen sind ihr Metier

Basdorf (MOZ) Unter dem Motto „Menschen im Advent“ stellen wir täglich spannende Leute und Geschichten aus der Region vor. Garniert sind die Beiträge mit einem Gewinnspiel. Miträtseln lohnt sich, um das Warten auf den Weihnachtsmann zu versüßen.

Ulrike Baumann sitzt in ihrem Basdorfer Geschäft „Pippinella“, in dem es Spielsachen und Kinderbekleidung gibt. © MOZ/Sergej Scheibe

Jetzt fängt für Ulrike Baumann in ihrem Laden „Pippinella“ im Grund die schönste Zeit des Jahres an. Alles ist weihnachtlich geschmückt, die Regale sind gefüllt. Demgegenüber waren die Wochen vor dem ersten Advent ziemlich stressig und anstrengend, erzählt sie.

So war die Weihnachtsdekoration zu installieren, die Weihnachtsaktion, diesmal ein Baum mit kleinen Geschenken, vorzubereiten und anderes mehr. Außerdem musste sie sich auf Großmärkten und bei Lieferanten umtun, damit sie auch in der Weihnachtszeit mit den passenden Geschenken aufwarten kann. Wie zum Beispiel mit Schaukelpferden. Die sind am beliebtesten, weiß Ulrike Baumann. Aber auch Puppenhäuser und Puppenküchen, Ritterburgen und Gesellschaftsspiele sind gefragt. Für die ganz Kleinen werden zum Beispiel Stapeltürme gern gekauft. Für alle Altersgruppen bis zu zwölf Jahren ist etwas dabei.

Welches ist aber das passende Geschenk? Viele Großmütter kommen besonders in der Vorweihnachtszeit. Sie reden erst einmal viel, bei manchen sind die Enkel ganz weit weg, zum Beispiel in den USA. „Ich nehme mir dann auch Zeit und es gibt erst einmal eine Tasse Kaffee und in der Adventszeit auch Plätzchen“, sagt sie. Im Gespräch kann man denn auch ganz gut herausfinden, womit den Enkeln eine Freude gemacht werden kann. Dann spricht sie auch über pädagogisch wertvoll Spiele und andere interessante Sachen, deren Sinn sich nicht auf den ersten Blick erschließt, wie zum Beispiel „Schwarzer Peter“, ein Kartenspiel, das im Dunkeln leuchtet.

Doch es gibt nicht nur Spielsachen in dem Laden in der Einkaufszeile in Basdorf, direkt gegenüber dem ehemaligen Kino. Ulrike Baumann verkauft auch Kinderbekleidung, und zwar Neu- sowie Secondhandware. Auf diese Weise kann sie ein breites Spektrum von Kunden, mit kleinerem oder größerem Portmonee ansprechen. Auf die Idee, Gebrauchtes und Neues zu kombinieren, ist sie gekommen, weil sie früher selber Sachen zu Secondhand gebracht hat und es hier so etwas nicht gab, erläutert die studierte Germanistin. Den mit dem Studium eingeschlagenen Weg ging sie jedoch nicht weiter. Sie wollte unbedingt selbstständig werden. Diese Chance eröffnete sich mit dem Laden „Pippinella“.

Sie betreibt das Geschäft nun seit vier Jahren und hat bisher keinen Tag bereut. „Ich mag es, mein eigener Herr zu sein“, sagt sie zufrieden. Günstig sei auch, dass ihr Mann direkt neben ihrem Geschäft einen Telefonladen betreibt. Weil es einen gemeinsamen Eingang gibt, können sie sich sogar vertreten. Wichtig sei auch das Verständnis füreinander und dass Freunde und die Familie helfen, sagt die Geschäftsfrau. Nicht zuletzt sei „Pippinella“ für ihre siebenjährige Tochter „das Paradies“, auch, wenn sie nicht alles haben könne.

08.12.2014

Bericht des ODF

Video zu diesem Thema

Adventsmarkt Grundschule Basdorf
Geschenke für die Bernauer Tafel

Eine ganze Schule in Weihnachts – und Adventsstimmung. Ein Adventskalender einmal anders, denn hier wurden die Klassenzimmertüren als Kalendertüren genutzt. Hinter jeder wartete eine andere Überraschung. Von basteln bis backen, singen oder einem Weihnachtsquiz. Hier war für jeden etwas dabei. Ein großer Geschenkeberg wartete auf Kinder, die es nicht so gut haben. Wir haben uns das mal genauer angeschaut.

Vorweihnachtliche Stimmung herrschte vergangene Woche auf dem Adventsmarkt der Grundschule Basdorf. Hinter jeder Eingangstür der verschiedenen Klassenräume, verbarg sich eine Überraschung für die Kinder. Ein großer Adventskalender, der zu kreativen Aktionen einlud : In den Räumen bastelten die Kinder fleißig mit Eltern und Lehrern. Adventsgestecke wurden für zu Hause kreiert und mit Namen versehen. Weihnachtskarten wurden gestaltet und mit Gedichten beschrieben. Emsig wurden in der Weihnachtsbäckerei die Plätzchen geformt und ausgestochen, bis sie dann im Ofen gebacken werden konnten. Im PC-Raum wurde gerätselt und recherchiert. Hier galt es, dass Weihnachtsquiz zu lösen. Der Chor der Grundschule trug ebenfalls zur vorweihnachtlichen Stimmung bei. Wie in den vergangenen Jahren, sammelten die Kinder der Grundschule auch in diesem Jahr wieder viele Geschenke für den gemeinnützigen Verein „ Bernauer Tafel „ Diese warteten schön verpackt und aufgestapelt auf ihre Abholung. Dann ging es ans verladen. Hier wurde tatkräftig geholfen, denn viele Kisten waren nötig, um die gesammelten Päckchen zum Auto der Bernauer Tafel zu tragen und zu verstauen. Geschenke für Kinder – gesammelt von Kindern.

 

Bericht / Kamera / Schnitt : Hans-Jürgen Majewski

30.12.2014

  Olav Schröder 30.12.2014 03:45 Uhr
Red. Bernau

Basdorfer Bilder in Balleinvilliers

Basdorf (MOZ) Eine Gruppe von Basdorfer Fotografen sucht für eine Ausstellung im März 2015 in Ballainvilliers südlich von Paris noch Teilnehmer, die sich mit eigenen Arbeiten beteiligen wollen. Mit der Gemeinde Ballainvilliers pflegt Basdorf eine Partnerschaft. Sie wurde 2013 als fünfte in der Gemeinde Wandlitz besiegelt. Gefragt sind daher in erster Linie Fotografen, die aus Basdorf oder aber auch aus der Großgemeinde Wandlitz kommen, erläutert Wolfgang Fink, selbst begeisterter Fotograf.

Die Fotoklub-Ausstellung in Balleinvilliers wird am 20. März eröffnet. Die Bilder werden dort neun Tage lang zu sehen sein. Vorschläge sollten allerdings schon jetzt eingereicht werden. Es ist vorgesehen, die Fotos später auch in Basdorf zu zeigen.

Die Ausstellung ist in zwei Themenbereiche gegliedert, die den Fotografen große Freiräume und damit auch viel Platz für eigene Ideen eröffnen, so Wolfgang Fink. Unter dem Titel „Reportage/Geschichte“ kann eine kleine Fotoserie von zwei bis fünf Fotos eingereicht werden, die in ihrer Kombination gleichsam eine „Erzählung“ darstellen.

Der zweite Themenbereich trägt den Titel „Minimal“. Die Fotografen können hier ihre ganz eigene Interpretation des Wortes „minimal“ illustrieren, so Wolfgang Fink.

Für Formate oder Rahmen (Form, Material und Farbe) gibt es keine Einschränkungen. Nur Glasscheiben dürfen nicht verwendet werden. Es wird daran gedacht, 8/15-Fotos nach Frankreich zu schicken beziehungsweise hinzufahren.

In der Ausstellung werden etwa zehn Fotoclubs aus verschiedenen Gemeinden vertreten sein, jeder Club mit etwa acht bis 15 Fotos. Die Arbeiten werden bereits am Freitag, 20. März, am Nachmittag in Ballainvilliers gehängt werden. Während der Ausstellung vom 21. bis 29. März kann das Publikum die besten Fotos auswählen. Die Prämierung erfolgt am Sonntag, 29. März, am Abend.

Digitale Fotos können an Wolf gang.fink@fink.gmbh-bernau.de, Papierfotos an Wolfgang Fink, Bahnhofstraße 17, 16248 Wandlitz, Ortsteil Basdorf, geschickt werden. Telefonkontakt: 0172 5978740

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