Basdorf in der Presse 2013

Hier gebe ich ungekürzte Artikel, die in der Presse und Fernsehen erschienen sind, wieder. Bitte auch auf einigen der Bilder auf Verlinkungen prüfen. Viel freude beim Stöbern.

Ein Filmbeitrag zum Basdorfer Hallencup der Fußballer wurde beim ODF gezeigt.

Steffi Bey 29.03.2013 18:58 Uhr MOZ
Red. Bernau

Ein Auto für die Bürger

Basdorf (MOZ) Premiere im Landkreis: Zum ersten Mal war am Donnerstag die „Mobile Wache“ der Polizeidirektion Barnim im Einsatz. Auf dem Parkplatz vor dem Basdorfer REWE Markt machten die Beamten drei Stunden lang Halt und wollten sich den Fragen der Bürger stellen.

Neuer Service: Erstmalig im Einsatz – die Mobile Wache der Polizeiinspektion Barnim. Polizeikommissar Dietmar Gehrke (l.), Revierpolizistin Marlies Schönfeld und Polizeihauptkommissar Thomas Höhns weihen das Projekt auf dem Parkplatz vor REWE ein. © MOZ/Sergej Scheibe

Das blaue Schild mit dem Hinweis, was dort jetzt wöchentlich passiert, ist an einer Laterne angeschraubt: „Polizeidirektion Barnim, Mobile Wache, jeden Donnerstag, von 14 bis 17 Uhr“, steht darauf geschrieben. Doch es muss sich erst noch herumsprechen, so viel ist nach dem ersten Einsatz klar. Marlies Schönfeld, Wandlitzer Revierpolizistin und Dietmar Gehrke, verantwortlich für das neue Projekt, waren jedenfalls mit ihrem besonderen Einsatzfahrzeug vor Ort. Und obwohl die frisch gedruckten Magnete „Mobile Wache“ großflächig den einstigen Gruppentransportwagen schmücken, interessiert sich zunächst ganz offensichtlich keiner der einkaufenden Basdorfer für den neuen Service. „Die sollen sich lieber in Grenznähe stellen und aufpassen, dass niemand unsere Autos klaut“, sagt eine Dame genervt. Das ist zwar ein bekanntes Problem, doch dafür sind die Beamten nun wirklich nicht zuständig. Sie sind vielmehr auf dem Parkplatz, um den Bewohnern die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren oder Fragen zu stellen – so wie es bisher auch im Dienstzimmer der Revierpolizei in Basdorf möglich war. „Weil wir das aber schließen mussten, beginnen wir nun hier mit dem neuen Projekt“, macht der Koordinator der Revierpolizei, Polizeihauptkommissar Thomas Höhns, deutlich. Die Basdorfer Bürger können sich also weiterhin mit ihren Fragen direkt vor der eigenen Haustür an die Polizisten wenden. Sie dürfen dazu in das kleine Wagen-Büro steigen. Dort befindet sich auch ein Tisch, auf dem ein Laptop steht. „Wir haben moderne Technik zur Verfügung und greifen bei Bedarf auf lokale Netzwerke der Polizei zu“, erklärt Dietmar Gehrke. Deshalb ist es beispielsweise möglich, Antworten nach dem Stand von Ermittlungen zu geben. Es werden ebenso Beschwerden und Anzeigen entgegengenommen. „Wir geben zudem Auskunft zur Anmeldung von Fahrzeugen, teilen den Bürgern Telefonnummern von bestimmten Dienststellen mit oder verteilen Flyer“, berichtet Gehrke. Präventionsarbeit soll außerdem groß geschrieben werden. So wollen die mobilen Polizisten über den Schutz vor Raubtaten und Einbrüchen informieren. Jeweils zwei Beamte gehören zum Einsatzteam. Immer dabei ist Dietmar Gehrke, der an den verschiedenen Standorten dann von einem Revierpolizisten unterstützt wird. „Damit jemand dabei ist, der genau die Örtlichkeiten kennt“, betont Gehrke. Von dem neuen Projekt sollen vor allem abgelegene Ortsteile profitieren. An sechs Standorten ist die Mobile Wache im Einsatz. Dazu gehören beispielsweise neben Basdorf noch Klosterfelde (freitags, 10 bis 13 Uhr, vor der Feuerwehr) und die Brandenburgklinik (jeden letzten Sonnabend im Monat, 13 bis 16 Uhr, Hauptzufahrt, von Mai bis September). Nach einem Jahr will die Polizeiinspektion Barnim ein Resümee ziehen und entscheiden, ob das Vorhaben weitergeführt oder sogar ausgedehnt wird. Uwe Biege vom Küchenstudio „Küche & Co“ war am Donnerstag der erste Besucher. „Ich möchte wissen, ob derjenige ermittelt wurde, der mein Auto angefahren hat“, erkundigte sich der Basdorfer. Dietmar Gehrke konnte ihm die Auskunft geben: „Die Ermittlungen sind eingestellt worden.“ Dann stellen sich die beiden Polizisten wieder vor ihre Mobile Wache.

Renate Meliß 02.04.2013 08:00 Uhr MOZ
Red. Bernau

Am Osterfeuer der Kälte trotzen

Basdorf (MOZ) Kälte und Schnee schreckten die Barnimer nicht ab. Sie strömten am Wochenende zahlreich zu den traditionellen Osterfeuern, die in vielen Orten des Kreises stattfanden. Das größte Spektakel gab es wieder in Basdorf.

Leuchtende Farben: Ein großes Fest mit Jahrmarkt und Live-Musik wird seit Jahren in Basdorf gefeiert. Das Osterfeuer an der Zühlsdorfer Straße gilt als das größte Brandenburgs. © Ulli Winkler

„Eigentlich wollte ich mal beim 20. Feuerwerk aufhören, aber solange man sich fit fühlt…“ Klaus Mochmann, Inhaber des Gasthauses „Rosché“ und verantwortlich für die Organisation des Osterfeuers in Basdorf, steht zufrieden am Bierwagen und betrachtet das volksfestartige Getümmel, das sich am Ostersonnabend auf dem Festplatz an der Zühlsdorfer Chaussee abspielt. Schätzungsweise 3500 Besucher sind wieder gekommen. „Schön warm, man hält’s kaum aus“, sind sich diejnigen, die in vorderster Front an den hoch auflodernden Flammen stehen, einig. Dazu heizen die „Legatos“ und die Gruppe „Feedback“ aus Berlin ordentlich ein. Bereits am Nachmittag war auf dem Gelände der Rummel gestartet. Ab 17 Uhr füllte sich der Platz dann langsam, aber stetig. Gegen 19 Uhr hieß es schließlich: anstehen und zwar in langer Reihe. „Wir arbeiten hier immer mit einer guten Security zusammen“, sagt Klaus Mochmann und verweist auf die Männer aus Rügen, die für Ordnung und Sicherheit sorgen. Eine bewährte Zusammenarbeit bestehe auch mit Herrn Pape, dem das Grundstück gehöre und der sich stets an der umfangreichen Organisation beteilige, lobt er. Für die Vorbereitung des Osterfeuers, das seit Jahren zu den größten in ganz Brandenburg gehört, brauche es etwa vier Wochen hinsichtlich der erforderlichen amtlichen Genehmigungen und für die Arbeit auf dem Platz einschließlich der Holzsammelaktion, die mit den Wehren aus Basdorf und Wandlitz organisiert wird, dann noch mal rund zehn Tage. „Es macht aber noch immer einen Riesenspaß“, erklärt der Gasthaus-Inhaber. „Auf das Wetter kann halt niemand Einfluss nehmen…“ „Herzlich willkommen zur langen Partynacht! Leute, wir hoffen, ihr haltet auch lange durch“, schallt es vom Biesenthaler Eulenberg. Anstehen heißt es auch hier zum Osterfeuer. Zum zweiten Mal haben die freiwillige Feuerwehr und ihr Förderverein die Veranstaltung organisiert. Gut zehn Kubikmeter Holz sind von Anwohnern und dem Amtshof zusammengetragen worden und sollen dafür sorgen, dem Winter endlich den Garaus zu machen. Bernd Zeuge, Chef des Fördervereins und Martin Bartel vom Vorstand rechnen mit etwa 1000 Besuchern. Die Liveband „Roof Garden“ sorgt für Stimmung wie auch der Schaustellerbetrieb Nachtigall. Dazu sind ein buntes Kinderprogramm, Knüppelkuchenbacken und ein fleißiger Osterhase organisiert worden. Gegen 23 Uhr erleuchtet ein Höhenfeuerwerk den Nachthimmel.

05.04.2013 07:55 Uhr  MOZ

Strünke in den Beeten und Langeweile auf dem Marktplatz

Basdorf (bey) Der Anblick ist nicht gerade schön – und das hat nichts mit dem Wetter zu tun: Auf den kleinen Beeten am Basdorfer Marktplatz herrscht Unordnung. „Es ist kein einheitliches Erscheinungsbild zu erkennen, sondern ein einziges Durcheinander“, berichtet Holger Nagel, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Basdorf.

Trauriger Anblick: Nicht nur das Wetter ist schuld an den Strunken in den Beeten. Der Basdorfer Marktplatz hat eine Aufwertung dringend nötig. © MOZ/Sergej Scheibe

Was dort einmal vor 16 Jahren in die Erde gebracht wurde, ist inzwischen ganz verschwunden oder es sind nur noch „Krücken“ übrig geblieben, schildert der Basdorfer das Problem. Jedenfalls sieht es an den meisten Stellen traurig aus. Dabei kann man nicht mal sagen, dass sich niemand darum kümmert. Denn die Gemeinde ist für einen Teil der Flächen verantwortlich und auch die Hausverwaltung Aristo. „Aber es fehlt an einem gepflegten Gesamtbild“, sagt auch Jörg Sandig von der Hausverwaltung. Aus seiner Sicht müsste es sozusagen „eine pflegende Hand geben, die die Pflege und Gestaltung des gesamten Ensembles übernimmt“. Am Stammtisch der Werbegemeinschaft stand dieses Thema auch wieder auf der Tagesordnung. Und aus dem Kreis der Teilnehmer wurden etliche Vorschläge zur Aufwertung des Marktplatz-Geländes zusammen getragen. Dazu gehören unter anderem ein freiwilliger Arbeitseinsatz und auch die Übernahme von Patenschaften für Grünflächen. „Dafür interessieren sich sowohl Gewerbetreibende als auch Mieter“, sagt Sandig von der Hausverwaltung. Das Wichtigste sei jetzt aber, mit allen Interessenten und Verantwortlichen zunächst an einen Tisch zu kommen und konkrete Absprachen zu treffen, sagen Nagel und Sandig unisono. Dafür will sich auch der Basdorfer Ortsvorsteher Peter Liebehenschel stark machen. “ Der Ortsbeirat unterstützt auf jeden Fall die Initiative, wir bringen es bei der Gemeinde ins Gespräch“, kündigt er an. Aber nicht nur das Grün am Marktplatz ist ein Ärgernis. „Wir versuchen seit vielen Jahren, den gesamten Platz zu beleben, was uns bisher nicht gelungen ist“, berichtet Holger Nagel. Auf jeden Fall wünschen sich die Gewerbetreibenden bessere Werbemöglichkeiten vor Ort.

09.04.2013 19:26 Uhr  MOZ

Von Basdorf nach China

Basdorf (Steffi Bey) Es wird ihre bisher größte Reise – die 13jährige Ann-Justine Pankau fährt zu einer Forschungsexpedition nach China. Nur 30 Schüler aus ganz Deutschland nehmen daran teil. Jetzt sucht das Mädchen Sponsoren, die sie bei ihrem Vorhaben unterstützen.

Vorfreude: Die Schülerin Ann-Justine ist gespannt auf ihre fast 14-tägige Forschungsexpedition, die sie im Herbst nach China führt. Auf jeden Fall will das Mädchen bis dahin noch ein paar Worte in der Landessprache lernen. Foto: Micha Winkler © Micha Winkler

Eine Unterrichtsstunde im Herbst vergangenen Jahres hat das Leben von Ann-Justine Pankau auf den Kopf gestellt. Die Lehrerin berichtete den Schülern damals über verschiedene Expeditionen, die die Institut für Jugendmangement Stiftung anbietet. „Sie redete auch über China, und dass es jetzt die Möglichkeit gibt, an einer besonderen Reise teilzunehmen“, erzählt das Mädchen. Ann-Justine war von dem Augenblick an infiziert: „Ich habe an diesem Tag gleich auf die Homepage der Stiftung geschaut und ganz viel nachgelesen“, sagt die Schülerin. Je mehr sie über das spannende Projekt erfuhr, desto neugieriger wurde sie. Und abends verkündete sie dann selbstbewusst: „Ich fliege nach China.“ Eigentlich waren ihre Eltern nicht sonderlich überrascht. Schließlich kennen sie ihre Tochter und wissen – was sie sich in den Kopf setzt, gelingt ihr auch. „Ich fragte nur, ob es denn unbedingt nach China gehen muss, vielleicht gibt es ja noch ein näheres Ziel“, erinnert sich ihre Mutter. Doch für Ann-Justine soll es das Reich der Mitte sein. Deshalb schrieb sie eine Bewerbung und schickte sie nach Heidelberg zur Stiftung. Während der fast 14-tägigen Reise werden Flora, Fauna, Klima und Gewässer sowie Menschen, Kultur, Sprache und ebenso Wirtschaft und Infrastruktur erkundet. „Ich bin an neuen Dingen interessiert, entdecke gerne die Natur und mir macht Experimentieren Spaß“, sagt die Basdorferin. Deshalb gehören auch Biologie und Geographie zu ihren Lieblingsfächern. Aber auch auf Mathe, Latein und Sport freut sich die 13-Jährige immer. Sie besucht das Barnim-Gymnasium in Bernau und geht auf eine sogenannte MINT-Klasse. Das bedeutet, der Schwerpunkt liegt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ihr Notendurchschnitt liegt bei 1,4.                                    Das sind gute Voraussetzungen, um für die Chinaexpedition gerüstet zu sein. Von der Institut für Jugendmanagement Stiftung wurde ihr das jedenfalls bestätigt. Ann-Justine Pankau erhielt vor wenigen Wochen den ersehnten Brief mit der Einladung zur Forschungsexpedition. Andere Mädchen wären da vielleicht vor Freude hüpfend durch das Haus gerannt. Doch Ann-Justine nahm die Bestätigung ganz gelassen auf. Sie setzte sich auf einen Küchenstuhl, las ihrer Mutter die Zeilen vor und blieb danach noch stundenlang am Computer. „Ich habe viel über China gelesen und auch geschaut, was denn im Herbst für Wetter sein wird“, sagt das Mädchen.

FOSCHROEDER 16.04.2013 19:26 Uhr MOZ
Red. Bernau

Wiesen und (Seelen-)Landschaften

Basdorf (MOZ) Der geräumige, mit neuen, großformatigen, farbenfrohen Acryl- und Ölbildern ausgestattete Tagungsraum des Hotels Barnimer Hof in Basdorf war zu klein, um dem Besucherandrang zur Vernissage der dritten Gemeinschaftsausstellung der Kursteilnehmer der Orangerie-kreativ gerecht zu werden. Bei den ersten Klängen des Chores der Kantorei Wandlitz unter Leitung von Katharina Tarjan mussten einige der rund 130 Gäste in den Restaurantraum ausweichen – doch auch sie erreichte die gute Stimmung.

Zwölf Hobbykünstlerinnen des Malkurses der Orangerie-kreativ von Künstlerin Dorit Bachmann aus Wandlitz zeigen seit Freitag ihre Werke im Hotel Barnimer Hof in Basdorf. Zur Eröffnung kamen etwa 130 Kunstinteressierte. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage vom Chor “ Kantorei Wandlitz“ sowie vom Duo Maria und David Moch. © MOZ / Thomas Burckhardt

Elf Frauen und ein Mann präsentierten ihre neuesten Werke der Öffentlichkeit. Wiesenstücke, Blumen und Schmetterlinge, Segelschiffe und (Seelen-) Landschaften sind darunter. Verschiedene Maltechniken hatten sie in den Kursen bei der Künstlerin Dorit Bachmann aus Wandlitz aus ausprobiert, um ihren individuellen Ausdruck zu finden. Seit 2006 besuchen Menschen mit Freude und Neugier an grafischen und malerischen Möglichkeiten die Kreativ-Kurse in der Orangerie – anfangs waren es vorwiegend Kinder und Jugendliche, heute überwiegend Erwachsene aller Altersstufen mit und ohne Vorkenntnisse, mit und ohne Handicaps. Draußen vor dem Hotel konnten Besucher, inspiriert von so viel musikalischer und malerischer Kunst, zur spontanen Aktion übergehen und mit gewöhnlichen Haushaltsutensilien Holzplatten und Leinwand gestalten. Zum guten Schluss bot das Duo Maria und David Moch eine abwechslungsreiche Mischung aus französischen, deutschen und spanischen Liedern zur Gitarre. Kursleiterin Dorit Bachmann und Jörg Semper werden am 3. Oktober zur Vernissage ihrer gemeinsamen Ausstellung unter dem Motto „Nichts ist wie es scheint“ einladen. Die ausgestellten Werke können noch bis Ende Juni 2013 besichtigt werden – bitte vorher telefonisch 33397 7870 anfragen, ob der Tagungsraum frei ist. Kontakt Orangeriekreativ: www.orangerie-kreativ.de.

24.04.2013 23:30 Uhr   MOZ

Unruhe in der Waldheimsiedlung

Basdorf (bey) Ein anonymes Schreiben sorgt in der Waldheimsiedlung für Unruhe. Einige Anwohner fanden es vor wenigen Wochen in ihren Briefkästen. Die Verfasser warnen vor dem Verkauf von noch im Privatbesitz befindlichen Straßenflächen an die Gemeinde. „Ich bin total verunsichert“, sagt der Basdorfer René Jonas.

Neu ausgebaut: Auch in der Basdorfer Parkstraße am Rande der Waldheimsiedlung will die Gemeinde noch privates Land ankaufen © U.Winkler

In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Nach Auskunft eines Mitarbeiters der Gemeinde kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Straßen der Gemeinde Wandlitz anschließend an private Unternehmen verkauft werden.“ Im Wandlitzer Rathaus ist man erstaunt über die Unruhestifter. „Wir haben bisher keine Straße privatisiert und haben das auch in der Zukunft nicht vor“, betont Bürgermeisterin Jana Radant. Zum Hintergrund: Sechs Kilometer Straßen wurden in der Waldheimsiedlung zwischen 2009 und 2011 ausgebaut. Damit sind nun fast alle huckligen Sandpisten in dem Siedlungsgebiet verschwunden. Rund 2,4 Millionen Euro investierte die Gemeinde insgesamt in das Basdorfer Projekt. Jetzt ist die Verwaltung gerade dabei, die für den Straßenbau notwendigen privaten Flächen nachträglich anzukaufen. „Das ist eine völlig normale Verfahrensweise“, bestätigt Gabriele Füssel, Leiterin des Sachgebietes Liegenschaften in der Wandlitzer Verwaltung. Mit Hilfe des sogenannten „vereinfachten Umlegungsverfahrens“ soll das auch in der Waldheimsiedlung passieren. Jeder Grundstückseigentümer erhielt dazu einen Regelungsvorschlag inklusive Vereinbarung. „Das Problem: Viele Basdorfer sind aufgrund des anonymen Schreibens verunsichert und unterschreiben nun nicht. Die Folge: „Das korrekte kommunale Procedere des privaten Straßenankaufs wird behindert“, erklärt Gabriele Füssel. Sie befürchtet, für die Gemeinde könnten zusätzliche Kosten entstehen, weil in einigen Fällen neue Einigungsversuche nötig seien. Anwohner, die Fragen zu diesem Thema haben, wenden sich an Gabriele Füssel unter der Telefonnummer 033397 66270

25.04.2013 23:05 Uhr  MOZ

Künstlerische Ader entdeckt

Basdorf (bey) Eigene Ideen praktisch umsetzen: Ihre künstlerische Ader haben jetzt Jugendliche in Basdorf entdeckt. Sie arbeiten gemeinsam an einem Graffiti-Projekt und gestalten die Zaunfelder vor dem Jugendclub. In zwei Wochen soll der fertige Schriftzug hängen.

Bunt und weithin sichbar: Max (vorn) und seine Freunde gestalten mit ihren Graffiti den Schriftzug für den Eingang zum Jugendklub in Basdorf. In zwei Wochen soll das Projekt fertig sein © U.Winkler

Ein ganz normaler, dunkelgrüner Metallzaun umrahmt das knallgelbe Gebäude an der Bahnstraße 1. Es ist eine unauffällige Grundstücksmarkierung. Noch – denn was sich die jungen Leute um Nicole Schirmag und Peter Packetat einfallen lassen haben, verspricht ein echter Hingucker zu werden. Auf zehn 66 mal 100 Zentimeter großen Metallplatten sollen kräftig farbige Buchstaben ankündigen, was hinter dem breiten Zaun passiert. Der Schriftzug „Jugendclub“ wird bald auch von weitem deutlich machen, hier sind vor allem Mädchen und Jungen willkommen, die mit Gleichaltrigen ihre Nachmittage verbringen möchten. „Vor etwa sechs Wochen entstand die Idee für das Graffiti-Projekt“, berichtet Clubleiterin Nicole. Denn die Jugendlichen wollten unbedingt „irgendetwas mit Farbe“ machen. Also trafen sie sich regelmäßig, entwickelten eigene Entwürfe und stellten sie sich gegenseitig vor. Die meisten der 15- und 16-Jährigen haben schon erste Erfahrungen bei der Arbeit mit Sprühdosen gesammelt. „Ich war bereits ein paar Mal in Berlin legal sprühen“, berichtet Max. „Aber hier etwas von Anfang an mit aufzubauen ist natürlich noch viel besser“, freut sich der Basdorfer. Er kümmert sich nun um „L“ und „B“. Nicht gerade seine Wunschbuchstaben, aber keiner der Teilnehmer durfte sich das aussuchen. Vielmehr wurden Lose gezogen und jeder versucht nun, das Beste aus seinen Zufallstreffern zu machen. Ruckartig drückt Max einige Farbstöße auf den Rasen und setzt danach mehrere kräftige Sprüher auf die Metallplatte. Rote Pigmente schwirren durch die Luft und bleiben auf dem „B“ kleben. „Zischsch“ macht es und Max versucht mit ruhiger Hand den Buchstaben zu füllen. „Mist“, sagt er dann und lässt die Dose in die Wiese fallen. Peer, der künstlerische Leiter des Projekts, ist aber schon zur Stelle. Wortlos greift er sich die Farbbüchse und bessert die Schadstellen aus. Während Max schweigend zuschaut, mühen sich Jan und Steven mit ihren Buchstaben ab. Etwas eckig und ziemlich lang gezogen prangt das „U“ auf der Metallplatte. Präzise wurden die äußeren Linien gezogen und auch das Innere sieht aus, als wenn dort jemand am Werk war, der zumindest Talent hat. „Diese Arbeitstechnik macht mir großen Spaß und ich bin gerade dabei, meine eigene Note zu finden“, macht der 16-jährige Jan deutlich. Steven ist dagegen mit seinem „U“ noch nicht zufrieden. Auch, weil der Wind an diesem Nachmittag das Sprühen erschwert.

08.06.2013 10:45 Uhr  MOZ

Asien in der Basdorfer Schule

Basdorf (Karoline Kusebauch) „Auf nach Asien zu Panda, Buddha und Co.“ -so lautete das Thema des Projektes, das in dieser Woche in der Grundschule Basdorf stattfand. Der Höhepunkt dieser mehrtägigen Reise in den fernen Kontinent war das Schulfest am Freitag, zu dem Eltern, Großeltern und Sponsoren eingeladen waren.

Basdorf, 07.06.13 Schulfest in der Grundschule Basdorf mit asiatischen Miotiven. © U.Winkler

Wer schafft es länger: Spannung und purer Spaß verspricht das Pfahlhocken. Karneval der Kultur: Dieser chinesische Drache ist die Krönung der Dekoration für das Schulfest.Foto: Ulli Winkler © U.Winkler

Der gesamte Schulhof der Grundschule Basdorf präsentiert sich prächtig geschmückt. Wo man hinsieht, hängen Manga-Zeichnungen, Fahnen, asiatische Schriftzeichen und Papierkraniche. Denn während der vergangenen Tage haben sich die Schüler in verschiedenen Gruppen mit den Ländern Asiens beschäftigt. Von Bräuchen und Sitten über Märchen und Religionen bis hin zu Kampfsportarten, Tänzen sowie Yoga reichte das vielfältige Angebot. Selbst die Tierwelt und kulinarische Köstlichkeiten wurden unter die Lupe genommen. Auf dem abschließenden Schulfest präsentieren die Kinder schließlich stolz ihre Ergebnisse. Dabei tragen sie typisch asiatische Verkleidungen wie japanische Kimonos, indische Bauchtanzgewänder oder Judoanzüge mit schwarzem Gürtel. „Wie in den letzten Jahren veranstalten wir wieder einen Wettbewerb, deshalb waren die Kostüme heute Pflicht. Für die schönsten Verkleidungen gibt es natürlich auch später Preise“, erzählt die Schulleiterin Karin Löwe. Bis dahin wird auf der großen Bühne getanzt und gesungen, bei den vielen Kreativständen gebastelt und gemalt oder auf dem Sportplatz einfach in einen Sumo-Ringeranzug geschlüpft – oder in einen frittierten Obstspieß gebissen.

17.06.2013 08:00 Uhr  MOZ

Sportliches Sommerfest

Basdorf (gea) Ein Sommerfest für die ganze Familie gab es am Wochenende auf dem Basdorfer Sportplatz. Der Vorstand des Fußballvereins hatte vor einigen Monaten die Idee, die Tradition eines Sportfestes wieder aufleben zu lassen. Das besondere an der Basdorfer Veranstaltung sollte jedoch sein, dass sich möglichst viele örtliche Vereine daran beteiligen.

Verkehrte Welt: Sohn Florian schiebt Vater Daniel Kallweit © Angela Kowalick

Probe aufs Exempel: Mitglieder des Hundesportvereins führen vor, wie gehorsam ihre Tiere sind. © Angela Kowalick

Kraftprobe: Hindernislauf auf Bechern © Angela Kowalick

Die zahlreichen Besucher konnten sich so nicht nur in familienfreundlichen Wettbewerben wie unter anderem „Gummistiefel-Weitwurf“, „Schubkarrenwettlauf“ und „Torschießen“ sportlich betätigen, sondern auch an zahlreichen anderen Stationen ein unterhaltsames Wochenende verbringen. Der Feuerwehrverein war mit einem witzigen Übungshaus dabei, an dem die jüngsten Besucher Brände löschen durften. Eine Signalleuchte am Dach das Hauses zeigte den fleißigen Jungfeuerwehrkindern an, wenn das Haus gerettet war. Die Arbeitsgemeinsaft „Leben ohne Barrieren“ war mit einem Hindernisparcours für Rollstühle vor Ort, der tatsächlich viel schwerer zu bewältigen war als er aussah. Für eine Probefahrt auf den Absätzen, Sandstrecken und hügeligen Wegen standen die Kinder gern mal einen Moment in der Warteschlange. André Steinbach und andere freundliche Helfer gaben Tipps oder halfen schiebend nach. Die Musikschule Fröhlich gab ein Ständchen zum Besten und der Hundesportverein Basdorf zeigte, wie gut Hund und Herrchen miteinander zusammenarbeiten können. Der Fußball kam natürlich nicht zu kurz: Es gab Freundschaftsspiele zwischen Wandlitz und Basdorf, ein Jugendturnier und ein Lokal-Derby. Langweilig konnte es hier keinem werden, denn Quad-Fahren, Pony-Reiten sowie zahlreiche Tanzaufführungen boten jedem Besucher gute Unterhaltung oder sogar die Chance, mitzuwirken. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Vereine und die Unterstützung namhafter Sponsoren führten somit zu einem erfolgreichen ersten Probelauf für das Basdorfer Familien-Sommerfest, das hoffentlich zu einer neuen festen Größe im Ort werden wird.

07.07.2013 19:08 Uhr   MOZ

Kuscheltiere fahren Eisenbahn

Basdorf (kar) Mit 30 Stundenkilometern fuhr am Sonntag die Dampflokomotive „Ampflwang“ in das Bahnbetriebswerk Basdorf ein. Die sechs Waggons sind gut gefüllt, denn am Teddybär-Tag, der alljährlich vom Verein der Berliner Eisenbahnfreunde initiiert wird, durfte jedes Kind mit kuschligem Begleiter kostenlos bei der Spritztour der historischen Bahn mit dabei sein. „Wir wohnen in Schildow und können dort oft sehen, wie die Dampflok vorbeifährt. Daher wollten vor allem die Kinder immer schon einmal mitfahren. Der Teddybär-Tag war die perfekte Gelegenheit“, findet Familienvater Dennis Ludwig.

Bärenstark: Mathilda (3) und Noah (6) Ludwig erkunden mit ihren Teddys unterm Arm eine Diesellok im Basdorfer Bahnbetriebswerk. © Karoline Kusebauch

„Die Idee dafür stammt aus England. Ich habe sie dort im Urlaub aufgeschnappt und sie mitgebracht. Das kam so gut an, dass mittlerweile schon deutschlandweit solche „Kuscheltiertage‘ veranstaltet werden“, erzählt Kurt Tatzel, der Vorsitzende des Vereins. Die Fahrt mit dem historischen Zug, der bis 1974 noch in Österreich im Einsatz war, versetzte die Gäste, ob Mensch oder Bär, unter Rattern und Knattern in eine andere Zeit. „Jeder Wagen widmet sich einer Epoche. Es gibt Inneneinrichtungen aus den 20er- und 30er- Jahren, aus der Nachkriegszeit sowie aus der DDR und der BRD. Auch verschiedene Reiseklassen sind vertreten“, erklärt Frank Zimmer, Gruppenleiter der Restaurationstechnik. Von den Sitzbänken über die Gepäckträger bis hin zur authentischen Werbung an den Wänden haben die Eisenbahnfreunde alles so historisch korrekt wie möglich ausgestattet. Bevor es für die Fahrgäste nach einigen Stunden wieder zurück Richtung Berlin ging – wo sogleich die zweite Gruppe des Tages ihre Plätze einnehmen durfte – konnten sie sich ausgiebig im Bahnbetriebswerk Basdorf umsehen. Dort hatten sie die Möglichkeit, sich das Heidekrautbahnmuseum anzuschauen, bei einer Führung nähere Informationen rund um Lok und Bahn zu erhalten oder sich einfach mit Gegrilltem, Kaffee und Kuchen zu stärken. Nur noch dieses Jahr wird die betagte Dampflok „Ampflwang“ im Einsatz sein. Denn die Sicherheitsverordnungen der EU lassen dies nicht länger zu. Dann wird eine andere Lok vorgespannt, verspricht der Verein.

07.07.2013 19:08 Uhr  MOZ

Party mit 800 Fuchsiensorten

Basdorf (fos) Wie viele Fuchsiensorten es gibt, weiß wohl niemand so ganz genau. Rund 16000 sind katalogisiert, sagt Erhard Schlestein, in dessen Basdorfer Gärtnerei am Sonnabend wieder die traditionelle Fuchsienpartie stattfand. Allein in seinen Gewächshäusern wachsen rund 800 Sorten. So kamen denn auch einige Besucher mit einem Zettel in der Hand, auf dem die Namen der Fuchsien verzeichnet waren, nach denen sie Ausschau hielten.

Schönheit entscheidet: Für Wilfried Neuhaus (l.) und Christian Wolfram kommt es auf die Blüten an. © moz

Die Mehrheit ließ sich bei ihrer Wahl aber sichtlich von der Schönheit der Pflanzen leiten. Kerstin Schulze zum Beispiel, die zum zweiten Mal die Fuchsienparty besuchte und dazu aus Sachsen angereist war. „Mich interessieren vor allem junge Pflanzen, die ich dann zu Hause aufziehen kann“, sagte sie. Auch Wilfried Neuhaus und Christian Wolfram aus Oranienburg, die schon öfter nach Basdorf gekommen sind, trafen ihre Entscheidung „im Angesicht der Pflanzen“. Und für Hannelore und Georg Hubert aus Berlin ist es schon Tradition, zur Basdorfer Fuchsienparty zu kommen. „Einen eindeutigen Trend, welche Sorten besonders beliebt sind, gibt es nicht“, sagt Erhard Schlestein. „Oft hängt die Entscheidung auch vom Platz ab, den man zur Verfügung hat.“ Dass die Zahl der verschiedenen Sorten nicht genau zu bestimmen ist, liegt übrigens nicht nur an den Neuzüchtungen. „Einzelne Sorten verschwinden auch wieder ganz schnell“, so Schlestein. „Wenn sie nur in der Hand ihres Züchters und vielleicht einiger weniger Kenner bleiben, können sie sich nicht verbreiten.“ Dieses Schicksal ereilte zum Beispiel die in Rostock getaufte Fuchsiensorte „Klabautermann“.

09.07.2013 19:43 Uhr   MOZ

Lebendige Eisenbahntradition

Basdorf (kar) Geschichte zum Anfassen und Erfahren, im wahrsten Sinne des Wortes, bietet der Verein der Berliner Eisenbahnfreunde. 1978 gegründet, stand für die Mitglieder schnell fest, sie möchten ein Eisenbahnunternehmen führen. Zunächst mit Sitz in Berlin-Reinickendorf zog es die Eisenbahnliebhaber 1997 nach Basdorf, wo sie das dortige Bahnbetriebswerk übernahmen und mit der Unterstützung des Fördervereins Heidekrautbahn das Heidekrautbahnmuseum eröffneten. Erstmals fanden sogleich im November zwischen Berlin und Schildow Nikolausfahrten statt, die bis heute Bestand haben. „Wir haben ein Vereinsmitglied, das sich jedes Jahr für diese Fahrten als Nikolaus verkleidet“, erzählt der Vorstandsvorsitzende Kurt Tatzel.

Neben ihrer alltäglichen Arbeit ließen sich viele der Vereinsmitglieder im Eisenbahnbereich, ob zum Lokomotivführer, Techniker oder Heizer, ausbilden und führen mittlerweile eigentlich schon ein Leben mit zwei Berufen. „Nur dass wir für unsere Arbeit beim Eisenbahnbetrieb einen Mitgliedsbeitrag zahlen, anstatt etwas dabei zu verdienen“, schmunzelt Frank Zimmer, Gruppenleiter der Restaurationstechnik. Die Berliner Eisenbahnfreunde haben es sich zudem zur Aufgabe gemacht, alte, historische Lokomotiven und Wagen aufzukaufen und zu restaurieren. „Wir müssen sie bis auf ihre Bestandteile zerlegen, sie überprüfen und sie dann wieder sorgfältig zusammenbauen. Das ist eine ziemlich aufwendige Arbeit“, betont Frank Zimmer. Die Waggons erhalten jedoch keine modernen Inneneinrichtungen. Im Gegenteil: Jeder widmet sich einer eigenen Epoche. Von Holzbänken der vierten Klasse, die es in den 1920er-Jahren noch gegeben hat, bis zu den schicken Polstersitzen, wie es sie die erste Klasse der 50er- und 60er-Jahre bevorzugte, kann von den Fahrgästen alles bestaunt werden. Besonders stolz sind die Mitglieder des Vereins aber auf die Dampflokomotive „Ampflwang“, Baujahr 1925, die sie 1985 nach Berlin holten. Davor befuhr die Lok in Österreich die Strecke zwischen den klanghaften Orten Ampflwang und Timelkam. „Leider müssen wir aber wegen neuer EU-Sicherheitsvorschriften ab dem nächsten Jahr eine größere Lok vor die Waggons spannen“, bedauert Zimmer.

15.08.2013 19:26 Uhr   MOZ

Polizeischule: Vermarktung beginnt

Basdorf (Steffi Bey) Die Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Landespolizeischule an der Prenzlauer Straße verlaufen planmäßig. Ende des Jahres sind sie abgeschlossen. Auch die Vermarktung des insgesamt 40 Hektar großen Areals hat in Teilbereichen begonnen. Seit Anfang des Jahres wurde auf dem riesigen Areal mit schwerem Gerät gearbeitet. Längst sind die alten Garagen und auch die beiden Plattenbauten im östlichen Geländeteil verschwunden. Auch die Entsieglung des Bodens hat begonnen. „Für die Bewohner der umliegenden Häuser war diese Phase mit erheblichen Beeinträchtigungen verbunden“, sagt Norbert Illiges, Geschäftsführer der BEG Basdorfer Entwicklungsgesellschaft mbH. Wegen Lärm- und Staubbelästigungen sowie Schwingungen gab es reichlich Beschwerden. Die BEG setzte daraufhin Gutachter ein, die die „auffälligen Bewegungen“ bestätigten. „Jetzt muss geklärt werden, wer für aufgetretene Schäden geradesteht“, betont der Geschäftsführer. In den vergangenen Wochen gab es sogar einen Baustopp. Mit dem Ergebnis: Die Baufirma nutzt eine andere Technologie zum Abbruch. Dadurch würden zwar weniger Schwingungen erzeugt, dafür allerdings „fiese Töne“, erklärt Illiges. Und er wirbt wiederholt um Verständnis bei den Betroffenen. Im Herbst rückt die Abrissbirne in den westlichen Teil des Grundstücks und baut zwei Mehrgeschosser an der Prenzlauer Straße zurück. Entkernt wurden sie bereits in den zurückliegenden Wochen. Auch die Weichen für das erste Neubauprojekt sind gestellt. Wo sich einst eine Tankstelle befand, am nördlichen Rand der Liegenschaft, möchte sich die Handelskette Rewe mit einem neuen, großen Markt ansiedeln. Ergänzt werden soll der Neubau mit einem Wohn-Projekt. „Die Ausschreibung für das Eckgrundstück an der Nelkenstraße ist im Gang, wir gehen davon aus, dass 2013 der Kaufvertrag zustande kommt“, kündigt Geschäftsführer Illiges an. Für die von der Gemeinde Wandlitz vorgeschlagene Wohn-Nutzung in 13 vorhandenen Häusern – fünf davon sind immerhin 101 Meter lang – sind die baulichen Untersuchungen fast beendet. Fazit: „Eine Nachnutzung der alten Gebäude ist auf jeden Fall möglich“, berichtet Christian Braungard, ebenfalls BEG-Geschäftsführer und Kämmerer der Gemeinde Wandlitz. Die kurz vor dem Abschluss stehende Machbarkeitsstudie werde zudem aufzeigen, mit welchem Aufwand das möglich sei. Geplant sind Quartiere mit bezahlbaren Mieten. „Noch etwas schwierig gestaltet sich der Umgang mit den denkmalgeschützten Bauten“, berichtet Norbert Illiges. Wie berichtet, soll ein Teil des historischen Kasinos künftig dem PSV als Trainingsstätte zur Verfügung stehen. Verhandelt werde mit dem Landesdenkmalamt. Doch geklärt werden müsse unter anderem noch, wie dort die Erschließung von Trink- und Abwasser erfolgen soll. Außerdem sei ein Historiker beauftragt worden, über die Vergangenheit des Gebäudes zu recherchieren. Studenten der Berliner Beuth Hochschule untersuchen jetzt zunächst innerhalb eines Projektes die Bausubstanz. Interessenten für den Denkmalbereich gibt es jedenfalls. Illiges zeigte kürzlich Vertretern einer Montessori-Schule das Gebäude. Für den einstigen Wachbereich, der auch geschützt ist, interessiert sich der Rettungsdienst des Landkreises Barnim. Hinderlich für die künftige Entwicklung auf dem Gelände ist das Munitionslager. „Wir werden uns an das zuständige Ministerium wenden und den Umzug vor 2016 nach Biesenthal fordern“, sagt Illiges.

11.09.2013 06:03 Uhr   MOZ

Französische Chansons an vielen Orten

Basdorf (Steffi Bey) Es ist das zehnte Jubiläum und dauert genau zehn Tage: Am Freitag beginnt in Basdorf das diesjährige „Festival Georges Brassens“. Der Verein, der sich 2004 zu Ehren des französischen Chansonnier gründete, bietet dem Publikum 28 Veranstaltungen mit 30 Künstlern an.

Wieder mit dabei: Der Basdorfer Peter Liebehenschel, der auch Mitbegründer des Brassens-Vereins ist, tritt beim Foto: MOZ/Sergej Scheibe © MOZ/Sergej Scheibe

Hätte Marion Schuster vor zehn Jahren nicht zufällig erfahren das Georges Brassens, 1943 als Zwangsarbeiter nach Deutschland gebracht wurde und in der Basdorfer Flugzeugmotorenfertigung arbeiten musste, würde es das beliebte Festival garantiert nicht geben. Doch glücklicherweise löste dieser Rückblick in die Geschichte des späteren Polizeischulgeländes an der Prenzlauer Chaussee bei ihr diesen wunderbaren Effekt aus. „Ich wollte unbedingt noch mehr über das Leben des Chansonnier und Poeten erfahren“, sagt die einstige Französischlehrerin. Also ging sie auf Spurensuche, gründete mit ihrem Mann und einer Handvoll Gleichgesinnter zunächst den Brassens-Verein. Außerdem war sie unter anderem in Archiven unterwegs und knüpfte Kontakte nach Frankreich. Dort traf sie Freunde und Verehrer des Künstlers und schaffte es schließlich in den vergangenen Jahren, immer mehr Musiker für das besondere Festival zu begeistern. „Ich bin mir sicher, sie kommen nicht des Geldes wegen, sondern aufgrund der schönen Atmosphäre und der freundschaftlichen Bande, die sich im Laufe der Jahre bildete“, betont die rüstige Seniorin. Zum zehnjährigen Jubiläum haben sich immerhin 30 Künstler aus Frankreich, Deutschland, Polen, Russland, Spanien und Chile angesagt. „Die Sprache der Musik verbindet und macht erlebbar, was Worte allein nicht auszudrücken vermögen“, sagt die Basdorferin. Eröffnet wird der zehntägige Veranstaltungsreigen am Freitag, 18 Uhr, im Barnimer Hof in Basdorf. Neue und bekannte Teilnehmer stellen sich dort mit einem Chanson von Georges Brassens und einem anderen Titel ihrer Wahl vor. Einer der einheimischen Festival-Senioren ist Peter Liebehenschel, seit Jahren Basdorfer Ortsvorsteher und seit frühester Jugend begeisterter Chansonliebhaber. „Ich gehöre zu den Vereinsgründern und liebe diese Musik, außerdem trifft man jedes Mal nette Menschen, mit denen man diesen Kunstgenuss gerne teilt“, erklärt der Freizeit-Musiker. Er wird in diesem Jahr „Das Massaker“ vortragen – ein Chanson, das Brassens 1952 schrieb. Liebehenschel hat sich den Text übersetzen lassen und singt auf Deutsch.  Marion Schuster ist glücklich darüber, 2013 noch mehr Veranstaltungsorte anbieten zu können, als in den Jahren davor. Neben den traditionellen Bühnen wie der Barnimer Hof und das Eventcafé Petticoat sind beispielsweise die Kirche in Heckelberg und das Landhaus Schönwalde mit dabei. Zu dieser Gaststätte gibt es einen historischen Brassens-Bezug: In der Zeit, als der Künstler von 1943 bis 1945 in Basdorf Zwangsarbeit leisten musste, war er dort gemeinsam mit einem Freund eingekehrt. „Um so mehr freut es uns, dass sich die Gaststätteninhaber für das Festival angeboten haben“, berichtet die Organisatorin.

17.09.2013 07:34 Uhr   MOZ

Bien venue – Lieder von Hand gemacht

Basdorf (mes) „George Brassens starb vor 32 Jahren, doch seine Chansons sind so lebendig in den Herzen der Menschen und werden mit Freude gesungen und gehört auf einer Vielzahl von Brassens-Festivals in der ganzen Welt.“ Mit diesen Worten eröffnete Marion Schuster, Vorsitzende des Vereins „Freunde der Freunde George Brassens“ am Freitagabend das diesjährige 10. Brassens-Festival im „Barnimer Hof“.

Begeisterte die Festival-Besucher durch ihren leidenschaftlichen Musikstil: Die Britin Phylippa Scammel, die Liebeslieder auf dem Kontrabass spielte. © Renate Meliß

„Der Funke der Begeisterung für seine ungleich brillanten Texte und Melodien, mit denen der französische Chansonnier George Brassens sich in die Herzen seiner Fans sang, war in Basdorf im September des Jahres 2003 übergesprungen“, greift sie die Erinnerung an jenes erste Festival auf, als Freunde aus Brassens früherer Zwangsarbeiterzeit in Basdorf auf Einladung der damaligen Bürgermeisterin Heidi Freistedt nach Basdorf gekommen waren. Die Gäste, unter ihnen ein Vertreter der französischen Botschaft, Vizelandrat Carsten Bockhardt und Bürgermeisterin Jana Radant, erwartete wie jedes Jahr eine Fülle einzigartiger unverkennbarer Texte und Melodien des französischen Künstlers, vorgetragen von französischen Künstlern und Interpreten, wie Yann Fanch, Phyllipa Scammel, Pauline Dupuy, Alain Rossi oder Isabel und Catalina Claro. „Das Festival lebt vom Zuspruch seiner Besucher, von dem Feuer der Chansons Brassens, die hier weiter getragen werden“, so Bockhardt. Deshalb findet es auch große Unterstützung seitens der Kommunalpolitik. Bürgermeisterin Jana Radant wünschte dem Festival weiterhin Gedeihen und verwies auf die Workshops, die in diesem Zusammenhang in der Klosterfelder Oberschule stattfinden, um die Künstler und ihre Musik kennen zulernen. Den Auftakt machte dann Basdorfs Ortsvorsteher – auch der singende Bürgermeister genannt – Peter Liebehenschel, der mit „Ein Lied von Hand gemacht“ ,einem Song von Reinhard Mey, begann. Im Anschluss spielte Pauline Dupuy auf dem Kontrabass. „Die Chansons von Brassens basieren auf einem weiten und tiefen Gefühl, daher war es für mich sehr wichtig, sie nicht nur zu kopieren, sondern seiner Philosophie treu zu bleiben.“Yann Fanch war den weiten Weg aus Frankreich mit dem Wohnmobil angetreten. Und Phylippa Scammel, ursprünglich aus Großbritannien, legte eine so ganz eigene Leidenschaft in die auf dem Kontrabass vorgetragenen Liebeslieder, dass es kaum einen Zuhörer ruhig auf dem Stuhl sitzen ließ, so mitreißend war der Musikstil, mit der die in Südfrankreich lebende Musette die Zuhörer in ihren Bann zog. Das Festival ist bis zum 22. September an unterschiedlichen Orten vertreten, wie in der Festscheune Pape in Basdorf, in der Gemeinde-Bibliothek in der Kirche Heckelberg, der Dorfkirche Prenden, dem Gymnasium Finow oder dem Mehrzweckraum Zühlsdorf. Das Festival endet am Sonntag, 22. September, um 18 Uhr mit der Abschlussveranstaltung im Eventcafé Petticoat in Basdorf. Weitere Infos unter: http://www.festival-brassens.info                                                                               George Brassens kam im März 1943 im Alter von 21 Jahren als Zwangsarbeiter nach Basdorf. Hier komponierte er mehr als 20 Lieder. Nach dem Krieg wurde er 1953 in Paris zu einem beliebten Chansonnier, der Anfang der 60er Jahre weltweite Anerkennung fand. Brassens starb 1981 im Alter von 60 Jahren nach Krankheit.

Am 18.09.2013 erschienfolgender Filmbeitrag beim ODF zum Zirkus in Basdorf.

Steffi Bey 20.09.2013 19:46 Uhr MOZ
Red. Bernau

Viel Platz zum Abhängen

Basdorf (MOZ) Noch ist die Abrissbirne auf dem einstigen Polizeischulgelände im Einsatz. Doch in Kürze beginnen die Arbeiten für das erste Projekt auf dem mittleren Teil der riesigen Fläche. Entstehen soll ein Sommer- und Winterquartier für Fledermäuse. Genutzt werden das alte Filtergebäude und das Pumpenhaus.

Lärchenholz-Fassade: Christian Braungard, Geschäftsführer der BEG, steht vor einem alten Bunker auf dem ehemaligen Polizeischulgelände in Basdorf. An dieser Fassade wurden bereits Lärchenholzbretter als Sommerquartier für Fledermäuse befestigt. Das soll a © MOZ/Sergej Scheibe

Einfluglöcher für Fledermäuse auf dem ehem. Gelände der Polizeischule in Basdorf am 20.09.2013 © MOZ/Sergej Scheibe

Schon seit vielen Jahren haben Fledermäuse das Gelände an der Prenzlauer Straße für sich entdeckt. Sie nutzten bislang unter anderem Keller und andere Räume der leerstehenden Plattenbauten. Im Zuge der umfangreichen Abrissarbeiten gingen aber auch ihre bekannten Quartiere verloren. Doch es wurden bereits einige neue geschaffen: beispielsweise Nistkästen an Fassaden aufgehängt. Weil die aber nicht ausreichen, musste die Basdorfer Entwicklungsgesellschaft (BEG) nach anderen Lösungen suchen. „Grundsätzlich sind wir dazu verpflichtet, neue Fledermausunterkünfte zu schaffen, weil uns die untere Naturschutzbehörde diese Auflage erteilte“, erklärt Christian Braungard, BEG-Geschäftsführer und Kämmerer der Gemeinde Wandlitz. Also wurde zunächst recherchiert, Fakten zusammengetragen und ein Experte mit einem Projekt-Vorschlag beauftragt. Herausgekommen ist ein ganz besonderer Bauplan für die kleinen Säugetiere. Umgesetzt werden sollen die Ideen im historischen Filtergebäude und im alten Pumpenhaus. „Es sind kleine Maßnahmen mit einer großen Wirkung“, sagt Braungard. Dazu gehören Hohlblocksteine, die mit mehreren Löchern versehen sind und an der Decke und den Wänden angebracht werden. Dort können Fledermäuse überwintern. Als Sommerquartier dient künftig die speziell präparierte Fassade. So werden am gesamten Filtergebäude Lärchenhölzer befestigt. „Die kleinen Zwischenräume bieten dann Platz zum Abhängen“, macht der BEG-Geschäftsführer deutlich. Auch das einstige Pumpenhaus wird für den Winterschlaf der Fledermäuse mit Hohlblocksteinen ausgestattet. Die beiden daneben befindlichen Zisternen erhalten spezielle Einflugschächte aus Holz. Und zwar solche, die den Fledermäusen den ungehinderten „Zutritt“ ermöglichen, jedoch an dieser Stelle Marder beispielsweise keine Chance haben. Noch in diesem Jahr will die BEG mit den Umbauten beginnen. „Abgeschlossen sein soll das rund 25 000 Euro teure Vorhaben, zu dem auch das Ausräumen der Gebäude gehört, im März“, berichtet Braungard. Schon jetzt steht fest: Das komplette Fledermaus-Projekt wird von Fachleuten betreut und dient ebenso der Umweltbildung. Gespräche über eine Kooperation hat es bereits mit der Naturwacht Barnim sowie dem Naturpark Barnim gegeben.

13.10.2013 21:41 Uhr   MOZ

Textsichere Jubilarin

Basdorf (sas) Ihren 105. Geburtstag feierte die Basdorferin Elsa Wornest am Sonnabend. Sie ist damit die älteste Bewohnerin der Gemeinde Wandlitz, und wohl auch die Älteste im Landkreis Barnim.

Geburtstagsständchen: Elsa Wornest (l.) freut sich über die Glückwünsche von Bürgermeisterin Jana Radant und Ortsvorsteher Peter Liebehenschel. © Wolfgang Rakitin

Zu dem außergewöhnlichen Jubiläum gratulierten die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant und der Ortsvorsteher von Basdorf, Peter Liebehenschel, ganz traditionell mit Blumen – und einem Geburtstagsständchen. Wie im Vorjahr auch hatte der 66-jährige Freizeit-Chansonnier seine Gitarre mitgebracht. Gemeinsam wurde das Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“ gesungen. Die hochbetagte Jubilarin sang, ganz im Gegenteil zu ihren Gästen, textsicher mit. „Als Sie geboren wurden, ist in Sibirien ein Meteorit eingeschlagen. Deshalb sind Sie so alt geworden“, bemerkte Liebehenschel launig und gab der Jubilarin mit auf den Weg: „Bleiben Sie so, wie sie sind!“ Elsa Wornest wuchs als zweitjüngstes von acht Geschwistern in Niederschlesien (Polen) auf. 1938 kam sie nach Basdorf. Hier war sie lange im Kindergarten beschäftigt. Bis weit über ihren 100. Geburtstag hinaus wohnte sie noch im Haus ihrer Tochter in Basdorf. Dann bezog sie ein sonniges Zimmer im Pflegeheim des Arbeiter-Samariter-Bundes. Mit 102 Jahren genoss die alte Dame noch kleine Spaziergänge im Garten, las ab und zu in der Zeitung und ließ sich noch mit 104 Jahren von Sohn Günther durch den Ort fahren, um zu sehen, was es neues gibt. Auch ihren 105. Geburtstag am Sonnabend verbrachte Elsa Wornest im Kreise ihrer Familie. Nach der Gratulationskur im ASB-Heim, bei der die Jubilarin und ihre Gäste mit einem Glas Likör anstießen, holte Tochter Ingrid Franke ihre Mutter nach Hause, wo eine festlich gedeckte Kaffeetafel auf sie wartete.

Steffi Bey 15.10.2013 19:36 Uhr MOZ
Red. Bernau

Ende der Topf-Sitzer

Basdorf (MOZ) Ein lang ersehnter Wunsch geht für die Mitarbeiter der Kita Rappelkiste in Erfüllung. Im nächsten Jahr beginnen die umfangreichen Sanierungsarbeiten. Jetzt liegen die ersten Planungsunterlagen vor.

Händewaschen im alten Ambiente: Noch ein paar Monate müssen sich die Mädchen und Jungen der Kita Rappelkiste gedulden. Erst nach der aufwendigen Sanierung können sie den altersgerecht umgebauten Sanitärbereich nutzen. © U.Winkler

Die letzte Sanierung liegt schon 16 Jahre zurück. „Seit dem ist hier bautechnisch eigentlich nichts mehr passiert“, sagt die stellvertretende Kitaleiterin Heike Wartenberg. Veraltet seien vor allem die Sanitärbereiche. „Hauptziel der großen Maßnahme ist es deshalb, diese Anlagen nach den heutigen Ansprüchen altersgerecht umzubauen“, erklärt die Wandlitzer Hauptamtsleiterin Gisela Peter. Werden die Null- bis Dreijährigen bislang zur Verrichtung „ihrer Geschäfte“ auf Plastiktöpfe gesetzt, sollen dazu künftig kleine Keramik-Toilettenbecken dienen. „Die sehen praktisch aus wie die für die größeren Kinder, sind aber viel kleiner und auch nur wenige Zentimeter über dem Boden an der Wand befestigt“, sagt Heike Wartenberg. Die drei bestehenden Sanitäreinheiten werden komplett entkernt und neu aufgeteilt. Neben den neuen WC-Becken gibt es großzügige Waschtische mit einem völlig neuen Rohr- und Leitungsnetz. Auch eine Behindertentoilette ist vorgesehen. „Durch die Optimierung der Sanitäranlagen entsteht zudem ein zusätzlicher Ausgang ins Freie“, berichtet Gisela Peter. Bei dem nun vorliegenden Planungsentwurf sind die Architekten außerdem von einer geringeren Kapazität ausgegangen. Das bedeutet: Die Basdorfer Einrichtung bietet künftig nur noch Platz für rund 190 Kinder – bislang war alles auf mehr als 200 ausgelegt. Also werden Gruppenräume zusammengelegt und einzelne Bereiche miteinander verbunden. Zudem soll unter anderem ein rund 73 Quadratmeter großer Bewegungsraum entstehen. Den können die Mädchen und Jungen dann unterschiedlich nutzen: zum Sporttreiben, zum Toben oder auch zum Ausruhen oder eben für ganz verschiedene Spiele. „Teile eines Wandbereiches werden zurückgebaut und durch Glaselemente zur natürlichen Belichtung von Zimmer und Flur genutzt“, beschreibt die Hauptamtsleiterin die bauliche Veränderung. Überhaupt sollen die derzeit dunklen, verwinkelten Gänge aufgehellt werden. Die Architekten schlagen vor, an zwei Stellen im Flur Lichtkuppeln anzubringen. Für die Kita-Mitarbeiter gibt es ebenfalls Verbesserungen. So wird ein separater Umkleidebereich geschaffen, in dem sich auch eine Toilette befindet. Und es gibt im gesamten Gebäude noch weitere Verbesserungen. Dazu gehören unter anderem die Installation eines größeren Vordachs im Eingangsbereich, Akustikmaßnahmen in den großen Gruppenräumen und die Erneuerung der Kellertreppe. „Die Einrichtung erhält ebenso ein Datennetz“, kündigt die Hauptamtsleiterin an. Außerdem wird ein vorhandener Abstellraum im Keller zum Kinderwagenraum umfunktioniert. Die aufwendigen Sanierungsarbeiten werden bei laufendem Betrieb und in zwei Phasen durchgeführt. „Baubeginn soll im Sommer nächsten Jahres sein“, kündigt Gisela Peter an. Vorübergehend können die Kinder dann in der Ferienzeit auch im Schulgebäude unterkommen. Die geschätzten Baukosten liegen bei rund 390 000 Euro. Im Ortsbeirat und in den Ausschüssen diskutieren die Mitglieder derzeit über das Projekt. In der nächsten Gemeindevertretersitzung soll die Entwurfsplanung bestätigt werden.

Steffi Bey 16.10.2013 19:32 Uhr MOZ
Red. Bernau

Bezahlbare Wohnungen in der Polizeischule

Basdorf (MOZ) Das Ziel der Gemeinde Wandlitz ist eindeutig: bezahlbare Wohnungen auf dem ehemaligen Polizeischulgelände an der Prenzlauer Straße sollen geschaffen werden. Im Bauausschuss wurde jetzt eine Machbarkeitsstudie für das Projekt „Basdorfer Gärten“ vorgestellt. Das Ergebnis stimmt optimistisch.

Zukunftsmusik auf geschichtsträchtigem Gelände: So könnten die sanierten 101 Meter langen Kasernenblöcke in Basdorf künftig aussehen. Die Gemeinde Wandlitz wünscht sich dort bezahlbare Wohnungen. Grafik: B2 Architekten © MOZ

„Die Gebäude sind in einem guten Zustand“, erklärt Oliver Borchert von der Firma 2B Architekten. Gemeinsam mit seinem Team hat er in den vergangenen Monaten die Bausubstanz auf dem geschichtsträchtigen Areal in Basdorf untersucht. „Es gibt keine Feuchtschäden und auch das Dach ist dicht“, betont der Architekt. Insgesamt wurden 13 Häuser unter die Lupe genommen – fünf mehrgeschossige Blöcke sowie acht einetagige Baracken. Sämtliche Gebäude stehen seit mehreren Jahren leer und sind vom Vandalismus gezeichnet. Es fehlen Fenster und Türen und auch die Fassaden sind beschmiert. Aber das ist eben nur der erste Eindruck. „Der Aufbau der Gebäude kommt den Umbauplänen entgegen“, betont Borchert. So lassen sich beispielsweise einzelne Elemente herauslösen. Auf diese Weise kann aus einem immerhin 101 Meter langen Block ein modernes Wohnhaus entstehen, das optisch viel kürzer wirkt. Für die großen Blöcke haben die Architekten zunächst zwei Varianten vorgelegt. Bei beiden sollen aus den derzeit zwei Geschossen einmal vier werden: durch den Ausbau des Dachgeschosses und die Nutzung des Souterrains. „Die Kellerräume sind 2,70 Meter hoch und bieten sich zur Wohnnutzung an“, sagt Oliver Borchert. Fast 50 Quartiere könnten pro Block entstehen. Möglich sind Grundrisse von Ein- bis Fünf- oder Sechszimmerwohnungen. Das ist ganz im Sinne der Gemeinde Wandlitz. „Wir wollen, dass dort künftig eine ,bunte Mischung‘ lebt – junge Familien, Senioren, Pflegebedürftige und Singles“, macht Bürgermeisterin Jana Radant deutlich. Aus den acht derzeit unansehnlichen Baracken auf dem alten Polizeischulgelände könnten moderne Reihenhäuser werden: 115 Quadratmeter groß, mit kleinem Garten und Grillplatz. „Interessierten Bewohnern der Viergeschosser könnten ebenfalls Pachtgärten zur Verfügung gestellt werden“, beschreibt Oliver Borchert das Konzept. Die Mitglieder des Bauausschusses zeigten sich jedenfalls beeindruckt vom Projekt und wollten wissen, wie diese Ideen wirtschaftlich umgesetzt werden. „Unser Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist umsetzbar“, erklärt Christian Braungard, Geschäftsführer der Basdorfer Entwicklungsgesellschaft (BEG) und Kämmerer der Gemeinde Wandlitz. Denn die Kosten für die Sanierung der Gebäude würden rund 20 Prozent günstiger liegen als bei einem Neubau. Zudem kommt er bei seinem Rechenmodell auf eine Warmmiete von 8,50 Euro. „Bei der Reihenhausvariante beträgt dieser Wert 8,66 Euro. Bürgermeisterin Jana Radant hört solche Zahlen gern und betont: „Die Nachfrage an bezahlbaren Mietwohnungen in der Gemeinde ist sehr groß.“ Wie es jetzt weitergeht erklärt BEG-Geschäftsführer Braungard: „Zunächst soll ein Geschäftsplan erstellt werden, wie die Sanierung und Bewirtschaftung verwirklicht werden kann.“ Welche Rolle dabei die Gemeinde Wandlitz übernimmt, ist noch zu klären. Denkbar wäre beispielsweise die Bildung einer Genossenschaft. Auf jeden Fall braucht so ein umfangreiches Projekt Reifezeit, wie Braungard betont. Im Haushalt 2014 sind jedenfalls schon einmal 10 000 Euro zur Projekt-Konkretisierung eingeplant. Die BEG stellt ebenfalls Mittel zur Bausubstanzsicherung bereit.

Steffi Bey 18.10.2013 19:14 Uhr MOZ
Red. Bernau

Die Einzelkämpferin verlässt das Dorf

Wandlitz (MOZ) So vielseitig wie der Barnim sind auch seine Menschen. In unserer Serie wollen wir Gesichter des Barnim vorstellen. Bekannte und unbekannte – aber alle haben sie interessante Geschichten zu erzählen. Heute: Janet Berchner, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinden Basdorf, Wandlitz, Zühlsdorf.

Ein Lächeln zum Abschied: Nach elf Jahren verlässt Pfarrerin Janet Berchner die Kirchengemeinden Basdorf, Wandlitz und Zühlsdorf. Sie sieht ihre neue Aufgabe als Herausforderung. Trotzdem fällt es ihr schwer, zu gehen © U.Winkler

Wenn Janet Berchner am 27.Oktober auf der Kanzel der Basdorfer Kirche steht und sich an die Gemeindemitglieder wendet, wird das ihr Abschiedsgottesdienst sein. Denn die Pfarrerin verlässt das Dorf in dem sie in den vergangenen elf Jahren lebte und arbeitete. „Ich bin gefragt worden, ob ich mir vorstellen kann, künftig in der Reinickendorfer Segenskirchengemeinde zu wirken“, sagt die Frau mit den blonden Haaren. Und weil sie es sich sehr gut vorstellen kann, mit den Erfahrungen und Begabungen, die sie mitbringt, ging sie darauf ein. „Die Stelle hat mich gesucht“, bemerkt sie schmunzelnd. Aber ein leichter Abschied wird es nicht. Dazu ist sie viel zu sehr mit den Menschen in den drei Kirchengemeinden Basdorf, Wandlitz und Zühlsdorf verwachsen. Janet Berchner hat viele davon in guten und in schlechten Zeiten begleitet und stellte gemeinsam mit ihnen eine ganze Menge auf die Beine. Vor allem in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen steckte die Mutter von drei inzwischen erwachsenen Kindern viel Herzblut. Der Pfarrerin ist es unter anderem durch viel Engagement und Einfühlungsvermögen gelungen, junge Menschen an das Ehrenamt heranzuführen. Für Janet Berchner hat sich außerdem ein großer Wunsch erfüllt. Sie öffnete die Kirche immer mehr. So ist es inzwischen völlig normal, dass sich Christen und Menschen ohne einen Glauben in den Gotteshäusern treffen. „Da spürt man Bewegung und Aufbruch“, sagt die 53-Jährige. Auch viele Familien suchten in den vergangenen Jahren den Kontakt zur Kirchengemeinde. Das freut die Pfarrerin natürlich und sie hat viel dafür getan, damit sich die Basdorfer, Wandlitzer und Zühlsdorfer Wohl fühlen. „Ich möchte, dass die Leute die Kirche für sich entdecken und als ,Tankstelle für ihr Leben‘ empfinden“, betont die Pfarrerin. „Und es soll ein Ort sein, an dem sie sein können, wie sie eben sind.“ Zu den schönen Erinnerungen, die sie nie vergessen wird, gehören beispielsweise der Open-Air-Gottesdienst, der im vergangenen Jahr am Bahnhof Wandlitzsee stattfand. Der Veranstaltungsort war eigentlich aus der Not heraus geboren. Denn in der Basdorfer Kirche gab es keine Heizung und das Gebäude in Wandlitz wurde gerade saniert. Aber es kamen etliche begeisterte Zuhörer. Und Janet Berchner hofft, ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin führen solche besonderen Events fort.

Steffi Bey 02.11.2013 07:21 Uhr MOZ
Red. Bernau

„Man bekommt immer etwas zurück“

Basdorf (MOZ) So vielseitig wie der Barnim sind auch seine Menschen. In unserer Serie stellen wir Gesichter des Barnim vor. Bekannte und unbekannte – alle haben sie eine interessante Geschichte zu erzählen. Heute: Antje Neumann aus Basdorf.

Stolz über die Urkunde aus dem brandenburgischen Bildungsministerium: Antje Neumann hätte sich über eine kleine finanzielle Förderung für den Schulverein noch mehr gefreut. © MOZ/Sergej Scheibe

Was sie mit der Urkunde macht, weiß sie noch nicht genau. Noch liegt das beigefarbene Papier jedenfalls in einem Papphefter. So, wie ihn Antje Neumann vor wenigen Tagen von Martina Münch, Brandenburgs Ministerin für Bildung, Jugend und Sport überreicht bekam. Die Basdorferin gehört zu den 65 Ehrenamtlichen, die für ihre engagierte Arbeit ausgezeichnet wurden. „Es hat mich gefreut und ich sehe es als Anerkennung für das, was ich seit zehn Jahren in meiner Freizeit tue“, sagt sie. Gemeinsam mit zwei anderen Frauen gründete Antje Neumann 2003 den Schulverein Basdorf. Genauso lange ist sie auch die Vorsitzende. „Als ich mit meiner Familie vor elf Jahren nach Basdorf zog, gab es an der Grundschule keine Aktivitäten außerhalb des Unterrichts“, erinnert sich die Mutter von zwei Töchtern. Aber das wollten die drei Initiatorinnen ändern. Sie setzten sich zusammen, überlegten, wer selbst etwas übernehmen kann und gingen auf die Suche nach geeigneten Erwachsenen. Denn die Idee stand fest: Arbeitsgemeinschaften sollten für die Schüler angeboten werden – ganz verschiedene natürlich und möglichst gleich nach dem Unterricht. Schon nach wenigen Wochen konnten die engagierten Frauen sieben AGs aus der Taufe heben. Das waren unter anderem Kochen, Schach, Sport, Handarbeit und Natur. Letztere leitet von Beginn an Antje Neumann selbst. Als ausgebildete Biologie- und Naturpädagogin hat sie dafür die besten Voraussetzungen. Obwohl sie manchmal zunächst von Fremden unterschätzt wird. Aber das amüsiert die schlanke Frau. Denn wer die kleine, energiegeladene Basdorferin erst einmal kennen gelernt hat, traut ihr wahrscheinlich noch viel zu. Für die 43-Jährige ist es ganz wichtig, Mädchen und Jungen mit der Natur vertraut zu machen. Wie viele Stunden sie mit Schülern schon im Wald oder im grünen Klassenzimmer verbrachte, vermag sie nicht zu sagen. „Was ich ganz wichtig finde, man bekommt immer etwas zurück und bei den Kindern bleibt etwas ,hängen'“, sagt die freundliche Basdorferin. Das sei auch der Grund, weshalb sie einen großen Teil ihrer Freizeit dem Schulverein widmet. Und das, obwohl ihre eigenen Töchter längst nicht mehr die Grundschule Basdorf besuchen. Von der Familie bekommt sie jedenfalls Rückenstärkung. So stellte ihr Mann beispielsweise die Musik für eine Revue zusammen, die vor ein paar Jahren zur Weihnachtszeit aufgeführt wurde.

Steffi Bey 08.11.2013 07:36 Uhr MOZ
Red. Bernau

Slalomfahren und Inlineskaten im Unterricht

Basdorf (MOZ) Aus dem trostlosen Vorplatz der Grundschule Basdorf ist eine Spiel- und Bewegungsfläche geworden. Das Besondere: Dort befindet sich jetzt auch der erste fest installierte Fahrradparcours im Landkreis Barnim, der auf einem Schulgelände errichtet wurde. Künftig werden dort sogar Prüfungen abgenommen.

Gutes Fahrgefühl: Kinder der Grundschule Basdorf haben am Donnerstag den umgestalteten Vorplatz ihrer Schule in Besitz genommen. Auf dem rund 1700 Quadratmeter großen Areal ist auch ein Fahrradparcours installiert – der erste prüfungstaugliche an einer Schule  © MOZ

Der riesige Kasper überragt alle. Fest verankert steht er am Eingang des umgestalteten Schul-Vorplatzes an der Primelstraße. Dieser Riese ist eigentlich ein hölzerner Kunstbaum, den sich die Mädchen und Jungen gewünscht haben. Jeden Morgen, wenn sie das Schulgelände betreten, werden sie ihn jetzt als Erstes sehen. „Ich finde ihn richtig toll“, sagte Linda am Donnerstagmittag. Aber noch mehr freut sich das elfjährige Mädchen über die vielen verschiedenen Elemente, die sich jetzt auf dem rund 1700 Quadratmeter großen Areal befinden. „Weil wir die jetzt endlich benutzen dürfen“, rief sie ihrer Freundin zu. Nach insgesamt drei Jahren intensiver Vorbereitung, vielen Gesprächen, Abstimmungsrunden, Planungen und den seit Sommer laufenden Bauarbeiten ist es nun vollbracht. Am Donnerstag wurde der völlig umgestaltete Vorplatz der Grundschule Basdorf den jungen Nutzern übergeben. „Es ist ein sehr schöner Tag für uns, und wir sind froh, dass so viele von unseren Vorschlägen umgesetzt wurden, erklärte Schulleiterin Karin Löwe. Ab jetzt gibt es nicht nur genug Platz zum Toben und Laufen, sondern auch die Möglichkeiten zum Verweilen. Knallrote, geschwungene und versetzt aufgestellte Bänke lassen zudem verschiedene Nutzungen zu. „Wir können dort kleine Theateraufführungen machen oder Rezitatorenwettbewerbe“, blickte die Schulleiterin in die Zukunft. Auf der Slalomstrecke könne außerdem im Sportunterricht mit Inlineskatern gefahren werden. Aufregend war es am offiziellen Einweihungstag vor allem für die etwa zehn kleinen Radfahrer. Antoina und Erik gehörten zu den Auserwählten, die den Fahrradparcour zuerst absolvieren durften. Konzentriert schlängelten sie sich durch die Slalomstäbe, drehten in der aufgemalten Acht eine Runde, bremsten an der richtigen Stelle und trafen genau die Auffahrt. „Schwierig fand ich den Kreisel mit der Kette“, berichtet der neunjährige Erik. Aber er wusste auch ganz genau, wofür diese Übung gut ist: „Damit kann ich das Handraushalten beim Abbiegen üben“, erklärte der Schüler. Ob er und die anderen Dritt- und Viertklässler das auch schon richtig drauf haben, können sie im nächsten Frühjahr beweisen, wenn erstmals auf der Strecke offiziell Fahrradprüfungen abgenommen werden. „Uns steht hier jetzt zum ersten Mal eine Schule im Landkreis zur Verfügung, die mit den sieben Elementen eines Fahrradparcours ausgestattet ist“, sagte Peter Wilhelm vom Schulamt Eberswalde. Mit 200 000 Euro hat die Gemeinde Wandlitz das Schulhof-Projekt finanziert. Nötig war der Umbau allemal. Schließlich gab es in den vergangenen Jahren mehrere Unfälle auf der Fläche wegen der teilweise maroden Gehwegplatten.

13.11.2013 18:37 Uhr  MOZ

Nachwuchs zeigt Kampfgeist

Basdorf (Jürgen Anke) 17 Mal wurde der Pokal der Gemeinde Basdorf für Ju-Jutsu-Nachwuchs nun ausgetragen. 85 Kämpfer und Kämpferinnen aus fünf verschiedenen Vereinen kämpften diesmal in drei Altersklassen um den Sieg. Wie gewohnt waren die Duelle qualitativ hochwertig und spannend.

Treffer: Celina Path vom PSV Basdorf (r.) zeigt eine gute Fuß-Technik. Sie gewann vier Kämpfe, musste sich aber im Finale schließlich doch geschlagen geben. Foto: Fred Schmidt © Fred Schmidt

Der Tag startete mit einer Überraschung für einige der Zuschauer. Neben der Eröffnungsrede, den Grüßen und der Bekanntmachung der Kampfrichter wurde den Sponsoren des PSV Basdorf für ihre Unterstützung gedankt. Anschließend waren die Sportler gefordert, das intensive Training im Wettkampf umzusetzen. Auch in diesem Jahr versuchten viele neue Wettkämpfer, der Anspannung stand zu halten. Wieder einmal trafen zum Jahresende befreundete Vereine aus Bernau, Groitzsch, Leinefelde und Schorfheide in der Basdorfer Turnhalle ein und sorgten mit ihrem Können für atemberaubende Duelle. Vor allem die jüngsten und bisher unerfahrenen Kinder ließen dabei nicht nur ihre Trainer staunen. Viele von ihnen schafften nach Startschwierigkeiten beim ersten Turnier ihrer sportlichen Karriere den Sprung auf das Siegertreppchen. Hierbei überzeugten vor allem Elias Zahn (3. Platz), Odin Busch (3.), Maxima Hubbert (3.) und Lucie Kleinert (2.) mit ihren Leistungen. Nachdem die Neulinge eindrucksvoll ihr Können demonstriert hatten, schlug die Stunde der „alten Hasen“. In den erfahrungsgemäß stark umkämpften Klassen ging es sofort aufs Ganze. Die Finals erwiesen sich dabei als Krimis und Publikumsmagneten. Ein Großteil der Auseinandersetzungen ging über die komplette Zeit, was die Qualität der Kämpfer, aber auch die perfekte Organisation und Vorbereitung widerspiegelte. In der U15 waren es Maximilian Pick und Philip Nguyen, die mit sehenswerten Techniken zum Erfolg kamen und erste Plätze belegten. Aber auch Richard Schmalz musste in der Klasse bis 60 kg sein ganzes Können zeigen, um den dritten Platz abzusichern. In der U12 überraschten Desiree Schmalz und Julia Porath, die sich durchsetzen und ebenfalls erste Ränge erkämpfen konnten. Die spannendsten Kämpfe sahen die Zuschauer in der Altersklasse U10. Hier behauptete sich Stefan Kühn gegen die Konkurrenz aus Bernau und Schorfheide. Celina Path, Leonie Berger und Nino Schade mussten sich trotz hervorragender Leistungen in ihren Finalkämpfen knapp geschlagen geben. Insbesondere Celina Path zeigte mit vier Siegen, dass sie sich auf einem guten Weg befindet. Als „Bester Kämpfer“ wurde dieses Jahr Tamino Schäfer vom 1.JJV Bernau ausgezeichnet. „Beste Kämpferin“ wurde Janine Herting vom Leinefelder JJV. Der PSV Basdorf war erneut in der Lage, seiner Favoritenrolle gerecht zu werden und belegte Platz 2 in der Mannschaftswertung hinter dem 1. JJV Bernau. Mit insgesamt 17 Podiumsplatzierungen bei 20 teilnehmenden Sportlern bestätigte der PSV die Vorjahresleistung.

19.11.2013 21:39 Uhr   MOZ

Basdorferin forscht in China

Basdorf (bey) Ann-Justine Pankau ist von ihrer Forschungsexpedition aus China zurück. Für die 14-jährige Schülerin waren es die bislang aufregendsten Wochen ihres Lebens. Und sie will mehr: Deshalb denkt sie bereits über das nächste Abenteuer nach.

Beeindruckt von China: Ann-Justine Pankau zeigt stolz ihre Teilnehmer-Urkunde. Sie hat sich aus dem Reich der Mitte einen Fächer mitgebracht. Doch viel Zeit zum Einkaufen war nicht – denn in den 14 Tagen galt es, viele Forschungsaufgaben zu erfüllen © MOZ/Sergej Scheibe

„Es war spannend, anstrengend, erlebnisreich und wunderschön“, sagt Ann-Justine rückblickend. Seit knapp vier Wochen ist das Mädchen nun wieder in ihrer gewohnten Umgebung in Basdorf. Doch sie denkt jeden Tag an das fremde Land auf dem fernen Kontinent. Immer wieder fallen der Schülerin Erlebnisse und Begebenheiten ein, die sie ihren Freundinnen und der Familie dann auch gleich mitteilt. Die Geschichte von der aufregendsten Nacht beispielsweise: Ann-Justine Pankau verbrachte sie im Zug von Peking nach Shanghai. Aber an Schlaf dachten die insgesamt 18 jungen Forscher aus Deutschland keineswegs. Schließlich galt es, Tagesaufträge auszuwerten und anschließend die Ergebnisse gegenseitig zu präsentieren. „Wir trafen uns alle in einem Abteil, in dem sonst nur vier Personen untergebracht sind“, erzählt das Mädchen schmunzelnd. Also wurde zusammengerückt, aber trotzdem konzentriert gearbeitet. Die Jugendlichen hatten wie immer in den 14 Tagen ihre Laptops dabei und stellten ihre Recherchen vor. Ann-Justine referierte über das Klima in Peking, denn sie war tagsüber in dieser Mission in der Hauptstadt unterwegs. „Die Temperatur lag im Oktober bei 23 Grad Celsius. An der Chinesischen Mauer, etwa 70 Kilometer nördlich, haben wir genauso viel gemessen, aber es kam einem kälter vor“, sagt die Schülerin. Anhand von Diagrammen wurden die Ergebnisse zudem anschaulich präsentiert. In Shanghai angekommen, holten die Jugendlichen den verpassten Schlaf wenigstens ein bisschen im Bus nach. „Meistens sind wir aber mit vier, fünf Stunden Bettruhe ausgekommen“, betont Ann-Justine. Mit dieser Aussage konfrontierte sie kurz nach ihrer Rückkehr auch gleich ihre Eltern. Außerdem erklärte das zielstrebige Mädchen, dass sie sich für ein Schulstudium anmeldet und auf jeden Fall nächstes Jahr wieder an einer Forschungsreise teilnehmen möchte. „Überrascht hat mich das nicht, schließlich kenne ich meine Tochter“, sagt Mutter Pankau. „Ich bin auf jeden Fall sehr stolz auf mein Kind“, betont sie. Während der Expedition im Reich der Mitte hatte sie jeden Tag Kontakt zu Ann-Justine. Dank moderner Technik konnten sie sich unterhalten und sogar sehen. Das Institut für Jugendmanagement aus Heidelberg organisiert seit 2011 pro Jahr rund zehn Forschungsexpeditionen für Jugendliche. Neben China gehören das Nordkap und die Azoren zu den aktuellen Zielen. Die Basdorfer Schülerin hatte jedenfalls gute Voraussetzungen, um ausgewählt zu werden. Sie besucht das Barnim-Gymnasium in Bernau und geht auf eine sogenannte MINT-Klasse. Das bedeutet, der Schwerpunkt liegt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ihr Notendurchschnitt beträgt 1,4.

ODF.TV Polizeiticker

Flüchtiger PKW war gestohlen

Wandlitz OT: Basdorf

Am 24.11.2013, gegen 03:50 Uhr, wollten Polizisten in der Prenzlauer Straße einen PKW BMW kontrollieren. Dabei fiel ihnen auch ein VW Bora auf, welcher offenbar mit dem BMW in Verbindung stand. Dieser Eindruck verstärkte sich noch, als die Beamten ein Stoppsignal setzten und die beiden Fahrzeuge daraufhin die Flucht antraten. Mit stark überhöhter Geschwindigkeit entfernten sie sich auf der B109 in nördliche Richtung. In der Ortslage Basdorf kam der VW Bora dann in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit drei Straßenlaternen. Der Fahrer, ein 30-jähriger polnischer Staatsbürger, wurde vorläufig festgenommen. Er stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und konnte keine Fahrerlaubnis vorweisen. Eine Überprüfung der Halteranschrift des Wagens in Oberhavel brachte außerdem zutage, dass das Auto in jener Nacht entwendet worden war.

Im Inneren des Fahrzeuges fanden sich diverse Baumaschinen, so dass der Verdacht begründet ist, dass der Festgenommene ebenfalls in Zusammenhang mit mehreren Einbrüchen in Gewerbebetriebe in Verbindung zu bringen wäre, die sich in den Nachtstunden im Landkreis Oberhavel ereigneten. Die Maschinen stammten nämlich aus diesen Einbrüchen.

Dem BMW gelang vorläufig die Flucht. Gegen die Insassen wird wegen Diebstahls im besonders schweren Fall ermittelt. Genauso wie gegen ihren mutmaßlichen, nun gefassten, Komplizen. Der VW Bora ist sichergestellt.

Steffi Bey 07.12.2013 07:45 Uhr
Red. Bernau

Ziegenjogging durchs Dorf

Basdorf (MOZ) Angelika Kastl bezeichnet sich als „den grünen Daumen von Basdorf“. Sie initiierte zudem die Arbeitsgruppe barrierefrei, kämpft gegen Windräder im Liepnitzwald und ist im Vorstand des Siedlervereins aktiv. Und ohne sie würde es den Adventsmarkt am Dorfanger nicht geben.

Futter von der „Ziegenmutter“: Angelika Kastl mag es, sich mit ihren beiden Zwergziegen Jule (l.) und Hanne zu beschäftigen. Wenn sie nicht gerade ihren vielen Vereinsverpflichtungen nachkommen muss, reicht auch die Zeit dafür. © MOZ/Sergej Scheibe

Wenn am heutigen Sonnabend um 12 Uhr der anheimelnde Markt an der Basdorfer Kirche öffnet, dann hat Angelika Kastl wieder eine Hürde genommen. „Läuten auch noch die Glocken und es kommen viele Besucher, dann weiß ich, der Stress der vergangenen Monate war es wehrt“, sagt die Basdorferin. ,Zum dritten Mal organisierte sie diese besondere Veranstaltung, bei der weder laute Musik gespielt wird, noch nervig blinkende Karussells zu finden sind. „Advent im alten Basdorf“, wie es Plakate verkünden, bedeutet vielmehr weihnachtliche Atmosphäre pur: Am Dorfanger und rund um die alte Kirche laden 27 Stände zum Stehenbleiben, Staunen und gemütlichen Verweilen ein. Feuerkörbe spenden Wärme und dienen Kindern dazu, Stockbrote herzustellen. Fünf Kilogramm Teig knetete Angelika Kastl dafür am Freitag. Sie kochte außerdem zwei große Kessel Soljanka und wird am Sonnabend den ganzen Tag am Stand des Siedlervereins stehen. Noch vor einigen Monaten hatte die 70-Jährige große Zweifel, ob es ihr in diesem Jahr gelingt, den beliebten Markt auf die Beine zu stellen. „Ich war plötzlich auf mich allein gestellt, weil sich die Kirche als Mitorganisator zurückzog“, blickt die Basdorferin traurig zurück. Also kramte sie unter anderem „alte berufliche Kontakte“ hervor, fragte beispielsweise bei der Agrarbörse Marzahn nach, sprach mit Handwerkern und Vereinen aus der Region und fand glücklicherweise etliche Mitstreiter. „So viele wie noch nie sind jetzt dabei“, freut sich Angelika Kastl, die jahrelang für das Grün im Ostteil Berlins zuständig war und in den letzten Berufsjahren in Marzahn-Hellersdorf ebenfalls in diesem Bereich arbeitete. Überzeugen konnte sie letztendlich unter anderem den Landfleischer aus Schönwalde, die Imkerei Lück und eine Holzwerkstatt, am Dorfanger mit dabei zu sein. Wer möchte, kann auch einem Schmied bei der Arbeit zuschauen oder lernen, wie ein Adentskranz entsteht. „Am Schönsten ist es, wenn es dunkel wird und überall die Lichter angehen“, sagt die Seniorin. In ihrem urigen Zuhause sucht man derzeit allerdings vergeblich weihnachtliches Flair. „Ich hatte dafür einfach noch keine Zeit“, entschuldigt sich Angelika Kastl. Ihr Mann findet, „dass sie zu gutmütig ist, deshalb zu viel um die Ohren hat und er sich allein um das 2500 Quadratmeter große Grundstück kümmern muss.“ „Ich möchte einfach Gutes für die Gemeinde tun“, begründet die leidenschaftliche Organisatorin ihre Einsatzbereitschaft. Mit einem Lächeln erinnert sie sich unter anderem daran, wie sie wochenlang für einen Vortrag zum Thema Windkraft recherchierte. Entspannen kann sie wunderbar, wenn sie mit ihren beiden Ziegen Jule und Hanne im Dorf spazieren geht. „Ziegenjogging“ nennt sie solche tierischen Momente, bei denen sie oft von Kindern und Nachbarn in Gespräche verwickelt wird. Außerdem leben auf ihrem Grundstück Wachteln und drei englische Lohkaninchen. Dass sie einen grünen Daumen hat, ist nicht zu übersehen: In ihrem Landhaus und im Garten sprießt und wächst es überall. Für 2014 wünscht sich Angelika Kastl „Gesundheit und eine bessere Zusammenarbeit mit der Kirche und der Gemeinde, um wieder einen Weihnachtsmarkt durchführen zu können.“

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